Band 
Zweiter Band. Von Compass bis Fleury.
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mit beiden Händen «msaßt hält, sich iiber dasselbe hinbeugt nnd esliebevoll betrachtet. Es war eine eben so geniale als k»bne Idee-des Künstlers, alles Licht im Gemälde von dem göttlichen Kinde,dem Lichte der Weit, ausgehen zu lasse«. Mit vollkommener Son-nenhelle beleuchtet dessen Glanz allein die Gruppe, und erstreckt sichselbst auf die über ihm schwebenden Engel, welche auf einet durch-sichtige» Wolke ruhen und anbete». Im Hintergrund erblickt manin matterem Lichte den von der Tränke zurückkehrenden Esel, welchenJoseph führn Die übrige LandickM iiegt-äm nächtlichen Dunkel.Die schöne Wirkung des helle» Glorsenlichres, das von dem Ne»-«ebsrnen ausgeht und sich nach und nach' harmonisch verbreitet und'über sämmtliche Figuren nach ihrer Nähe oder Ferne sebhältnißmä-ßig ergießt, machr dieses Rachcstück einzig in ictncr Arr. Wem»nicht schon jene'Ides hinlänglich zeigte, daß unser Künstler auchvon poetischem Genius beseelt war; so könnten dies seine Anspie-lungen zeigen, die er bisweilen in seinen Gemälden angebracht hat»z- B- der weiße Hase bei der sogenannten Jingara (Zigeunerin,in Dresden uich Neapel; eine Mutter Gottes, (der man wegen orien-talischen Gewandes und Kopfputzes innen Namen gegeben da!) im»der Stieglitz bei der Acrniählung der deiligen Eatdarina (in Nea-pel). Durch d-e Nahe dieser scheuen Thiere, die hier ihre Furchtvergessen, wird der Begriff der Unschuld und Reinigkeit der' han-delnde» Personen erhöbt unv die Ruhe und Stille der Scene bezeich-net. Au si-ine» vorzüglichsten Gemälden gehört sein bei). Hieronv-mus das mehrere bernhmke Maler bis zur Ungerechtigkeit gegenRafael begeistert hat. Nickt nur viel, sondern auch vieles hat Eor-reggio in seinem kurzen Leben geleistet; man halte nur das reicheDerzeichniß seiner Werke gegen das Jahr seines Tod S. Er starbizzg. Die grundlose Sage über seine große Dürftigkeit und derenUrsache zn seinem Tode ist längst widerlegt.

Eorrespoudent (der Hambnrgisckt unparteiische). ImJahre 1712 erschien zn Sckissbcck bei Hamburg eine „Holsteini-sche Aeirungs-Cvrrespoiidencc," Wäsche aber 1714 wiederaufhörte. Sie war die Grundlage der nachmaligen „Staats-und gelehrtenIeirung des Hambnrgischen unparteti-schen Correspondcnten," weiche im Jahre 172t anfing, da-mals «her noch nicht „Hamburgischer" sondern „Holsteinischer"Eorrespoudent genannt wurde. Ihr voller Titel nnd der Borbericht,um weichem man das Kind der Zeit in die Welt sandte, sind sockaracterisireud für daS damalige Zeitalter, daß wir nicht umhintonnen, beide unsern Leser» vollständig mitzutheilen, so wie daserste Stück vom 2Y. April 1721 sie liefert:

,'Staars- und gelehrte Zeitungen des Holsteini-schen unparteiische» Correspondenten durch Europa undandere Theile der Welt von Anno 1721; nützlich zu gebrauchen,statt einer Jahr-Ehronica, u>eU darin alle Begebenheiten der Welt,sowohl was in Kriegs - Fricdcuö- und GtaarS-Sacken, als auchü>as in der Religion und von denen Gelehrten, sonderlich in Nie»oersachsen geschehen, zu finden, nebst einem gedoppelten Register,schiff deck bei Hambnrg, gedruckt in der Hochsürstlich Gchleß-uug- Holsteinftch privilegirren Buckdruckerei."

, „Nack Standes Gcöükr gechrtester Leser!"^b">selben wird verhoffeuttick diese Holsteinische AeitungS- Corre-kponvence von voriger Zelt her'a>moch beküunt seyn, va solche in

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