Band 
Zweiter Band. Von Compass bis Fleury.
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dikse» Artikel des katholischen Glaubens, als in der heiligen Schriftund auf Tradition gegründet, dle Protestanten und die GriechlscheLtrche haben ihn stets gelängnet. Die Blbelstcllen, welche man da-für allegiret, sind Offenbarung Johannis XXt. 27. Nichts unrei-nes wird in das Httnmelrclch eingeben; sodann Maccab.H. 0. 12. v. z8. »q. Matth. XXV. Lucas XU. v. ;g. Paulus andie Eorinther i. c. IU. v. 2. Von den Airchenvätkru har besondersOrtgeues und Augnstln die Zdee des Fegefeuers culklviret und die fio-steru cathoiischeu Dvgmatiker mir Hülfe des spieulativen Mönchs-geisteS haben dieses Dogma in die lächerlichste« Hvporbese» ausgc«spönnen. Sie setzen das allgemeine Fcgseuer nebm ober rund umden Hollenpfuhl, sie bebaupten, ein Funke des Fegfencrs sey em-pfindlicher »enn aller körperlicher Schmerz» jeglicher Fromine werdedarin -ereiniget und zwar an dem Gierde gebrannt, womit erg^ündiget habe, durch Seelmesseu rc. werde der Aufenthalt imFegefeuer eririchrert und verkürzet, manche Seelen hatten ihr be-sonderes Fegefeuer aus gewissen Orren der Erde, wohlu sie gebanntwerden, z. B> i» Backofen rc. und besonders da, wo sie eine Haupr-fünoe boganaell hätten rc. und waS dergleichen Älfanzcreieu mebrsind. Der historische Ursprung des Fegefeuers ist in der platomschenPhilosophie und zwar in det Lrvre von der Seelenwanderung z»suchen, welche die Äirchenväter in das christliche Reltgiensiystem aufdiese Art einzuschwärzeo verjuchet haben- Auf de» Concilien kamdas Fegefeuer zuerst igzp auf dem zu Florenz zur Sprache unddie protest,mtilchen Theologen baben mit Ernst und Spott VielesDogma mdglichst angegriffen, was ihnen bet dessen Entstellung du'chdaS Mvnchlhum sehr leicht werden mußte. Philosophisch betrachtetist es wre zede andre Hpoothese über den Zustand der Seelen nachdem Tode Sache des Glaubens und übrigens in consequenrem Con-tact mir andern catvolifchen Dogmen. Der R ligion der Phantasiesaget diese Feuerreioiguvg, so wie die Wirkungen der FrommenVorbitlen »ud Söbnopfer sehr zu, uud die Unvollkommenherr des ir-dischen MtMchen gibt sogar ivnrre Gründe au die Hand, einen all»mäligen Uebergang in die vollkommene Seligkeit, eine Reinigung«ud Läuterung des sinnlichen Welenü anzuuebmen, wenn nicht schonLeben und Tod hieniedeo das Fegefeuer anSmacheu.

Ferdinand (Mar.-Franz)') Prinz von glsturicn, uud sechsWochen lang unter dem Namen Ferdinand Vll König von Spa-uieo; jetzt apanagirt auS dem Französischen Äronschgtze und wobohafr»u Valencev in Frankreich, geh. den ,4. Okt. 1784. Die Geschichtedieses Prinzen ist zu innig in dir neueste Geschichte Spaniens verwebt»dop wir hier nur dasjenige anführen, was eigentlich uud zunächstAne Person angeht, für das übrige aber auf den Art. SpautscheMevoiution verweisen müssen. Der Prinz von Asturie» hattenur Erziehung genossen, die ihn zu einem brauchbar-n Werkzeugefür dwienige Partei am Hofe seines DattrS machte, der es yiedrdarum zu thun war, ihren Ha» gegen den durch des König« GunstAMchttgea Friedensfürsten, Don Manuel Godoy, zu be»medtgeu, als eine bessere Ordnung der Dinge in Spanien herzu«

*) Wir »»merken hiebet, da« die Söge zu dieser kleinen Seichnan«»»« Bredow's Shkknlk «ud der «l<g« «e i» »u - elen u,«euvmmen sind,