Band 
Zweiter Band. Von Compass bis Fleury.
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CXLII
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stellen. An der Spitze dieser Widersacher des begünstigten Godoystand der Herzog von Infantado. Um den Prinzen von Astu-rlen für seine Absichten zu gewinnen, wählte der Hering den Kano-nikus Don Juan Escoiquiz, ehemaligen Erzieher desselben.Dieser war ein Mann von Welt, Intrigue und nicht ohne politischeTendenz. Er hegte Vorlüde für England und glaubre mit Hülfeder Britischen Narionalkrast auk Spaniens politische Wiedergeburtwirken zu können. Da auch er den Friedeusfürsten haßte, war erleicht in das Complott gezogen, dessen Hauptpersonen, außer Jn-fantado, der Marquis von Averbe, des Prinzen Kammerherr,und die Grase» Orgoy und Bornas waren. Man stellte vorFerdinands Augen ein schreckliches Bild der Ankunft. Mau suchteihn glaube» zu machen, daß Godoy nach des KönigS Tode ihn wohlgar vom Throne verdrängen könne, was diesem um so leichter wer-den müsse, da der Prinz in völlige Passivität versetzt, von der Na-tion fast vergessen, von seinem Vater verkamit und von der Königingehaßt sey. Schon im Jahre igoü begonnen diese Einslüsreiungcn,und damals schon wurde der Prinz so weit gewonnen, daß er demHerzog von Jnfantado ein versiegeltes Decket einhändigte, in wel-chem er ihm für den Stcrbefall Carls IV. den Oberbefehl über dieTruppen in Neucastilien übertrug. Zugleich schrieb der Prinz miteigener Hand ein Memoire nieder, worin der Friedensfürst gehei-mer Verbrechen beschuldigt, sein Uebermukh und seine Habsucht mitden grellsten Farben geschildert und der König auf das inständigstegebeten wurde, diesen Günstling und seine Anhänger zum Wohledes Thrones und der Nation zu entfernen. Diese Denkschrift solltedem Könige überreicht werden. Man ging noch weiter. «l< eineFranzösische Armee, um Portugal zu besetzen, in Spanien einrückte,zog man den Französischen Gesandten zu Madrid ins Interesse, undauf den Rath desselben schrieb Ferdinand an Napoleon, und gabdemselben den Wunsch zu erkennen, sich mit einer Französischen Prin-zessin zu vermählen Dieser Schritt blieb dem Friedeusfürsten nichtverborgen; seine Nachforschungen brachten ihn bald auf nähere Spur;er wußte sich der Papiere des Prinzen zu bemächtigen und mit ih-nen lag Plan und Lrgani'alion der Verbundung gegen ibn klar vorAugen. Er eilte zur Königin, und beide überzeugten den König,daß sein Sohn ihm nach Leben und Krone trachte. Ferdinand undseine ganze Dienerschaft wurden im EScurial arretirt; eine Prokla-mation vom zo. Okt. >807 machte die Nation mit diesem Schritteund den Ursachen bekannt. Der Prinz unterzeichnete in seinemArrest einen Brief, worin er seinen königlichen Vater um Verzei-hung bat. Dieser verzieh, aber gegen die Mitschuldigen ging dieUntersuchung fort, in deren Folge der Herzog von Jnfantado undder Kanonikus Escolgnij cnlirt wurden. Allein die Besorgnisse desFriedeiissnrsten, einmal aufgeregt, waren dadurch nicht beruhigt.Die Unlhätrgkcit des Französischen Hoses bei diesen Vorfällen nnodie laut werdende Stimme des Volks schien ibw eine ungünstigeVorbedeutung. So wurde durch die verschiedenen Hofparteieu, durchdie Spannung und Unruhe des Volk^ die Revolution von Araujuezherbeigeführt, die am i y. März >8v8 ausbrach. Am >8. Abendshatte der Prinz zu einem Gefreiten der Garde gesagt: „Diese Nachtzähle ich auf Euch!" Da siel diese in der Nacht über die Gardendes FriedcnSfürstcn her, das Volk vereinigte sich mit ihr; die Woh-nung des Günstlings wurde gestürmt, man schleppte ihn heraus,