Z2 Indien
hier eine Uebersicht der von den Europäern in Indien gegrün-deten Kolonien und Handlungsniederlassungen geben.Die kostbaren Schätze, welche dieses reiche Land besitzt, besondersauch die Gewürze desselben lockten schon in den frühesten Aeiten dengewinnlustigen und betriebsamen Kaufmann. Die Europäer abererhielten bis zu Ende des,r 5 ten Jahrhunderts die köstlichen WaarenIndiens nur aus der zweiten Hand, theils über Aegypten, wohinsie auf dem arabischen Meerbusen kamen, theils auf einem langenKaravanenwege durch das innere Asien. Dieser Handel war in denHänden der Venetiancr und Genueser, welche die europäischen Märktemit asiatischem Waaren »ersahen und dadurch reich und mächtig wur-den. Die Umschiffung des Vorgebirges der guten Hoffnung, dieendlich (1498) nach manchen mißlungenen Versuchen, einen Seewegzu Indiens Reichthümern zu finden, gelang, führte die Portugiesenin kurzer Zeit, durch die Tapferkeit großer und kluger Mitbürger,zum Besitze eines Reiches in Asien. Wenige Jahre, nachdem Bascoda Gama *) an der Küste von Indien gelandet war, waren sieschon die begänstigtesten Kaufleute auf der ganzen Küste, hatten ei-nige Niederlassungen, trotz der geschäftigen Eifersucht der Muhame-Laner, in deren Händen bisher der gewinnvolle Handel mit indischenWaaren gewesen war, und mehrere einheimische Fürsten hatten mitihnen Handelsbündnisse geschloffen, in welchen dieselben den Königvon Portugal für ihren Oberherrn erkannten. Franz von Al-meid a, der erste portugiesische Vicekönig in Indien (von iZo 5 bisi 5 ng) erhöhte den Rubin seines Volkes in den indischen Meeren;überall, wo seine Schiffe landeten , gründete er Handelsniederlassun-gen, und nahm selbst Ceylon schon i§o6 in Besitz. Sein größererNachfolger in der Verwaltung, Alphons von Albuguerque,(von i 3 ro bis iSiS) befestigte das stolze Gebäude der portugie-sischen Herrschaft in den indischen Meeren. Er legte Festungen anzur Beschützung der Handelsniederlassungen, zu deren Mittelpunkteer G o a **) machte, er eroberte das wichtige Malacca, , wo sichdie Handelsschiffe von Japan, S'iua, den Molukken, den Philippi-nen, von Bengalen, Persien, Arabien und Afrika sammelte», undder Schrecken, welchen diese Eroberung verbreitete, bewog die mäch-tigsten Fürsten der jenseitigen indischen Halbinsel das Bändmß derPortugiesen zu suchen; er nahm bald darauf die Molukken ***)und mit ihnen den reichen Gewürzhandel, und beschloß seine Lauf-bahn mit der Eroberung von Orinuz, der reichsten und wichtigstenHandelsstadt im persischen Meerbusen, deren Besitz er durch einestarke Festung sicherte. Bald nach seinem Tode herrschten die Pon-tugiesen vorn arabischen bis zum persischen Meere; fast alle Häfenund Inseln an den Küsten von Persien und Indien waren bald nach-her in ihrer Gewalt; sie besaßen die ganze maladarische Küste biszum Vorgebirge Cornorin, hatten Niederlassungen auf der KüsteCoromandel und am bengalischen Meerbusen, die Insel Ceylon warihnen zinsbar, selbst in Sina hatte» sie Faktoreien und die Häfenvon Japan »***), wohin ein Sturm ihnen den Weg wies, warenihren Handelsschiffen geöffnet. ;>u dieser Höhe war ihre Macht umdas Iahe 1S42 gestiegen und sechzig Jahre lang führten sie ihrengewinnvollen Handel ohne mächtige Nebenbuhler. Auf allen europäi-schen und asiatischen Märkten bestimmten sie den Preis aller Was-ch S. diesen Art. ») S. diesen Art. "ch S. diese» Art. "") L. Liesen M.
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