Band 
Fünfter Band. Von I bis L.
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Irokesen

Irrational

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nius, des Befreiers der Deutschen, errichtet worden; wahrscheinlichaber stellte sie das Bild einer vorzüglichen Gottheit unserer Vorfah-ren vor, vielleicht selbst des Wodan; und der Name Irwin oderHcrrmann, welcher einen Kriegsmann bedeutete, wurde ihr beige-legt , weil Wodan der Gott des Kriegs war. ,

Irokesen oder Mohaker, fünf (vormals sechs) vereinigtefreie Rationen in Nordamerika, deren jede ihre eigne republikani-sche Verfassung, doch unter einem allgemeinen Oberhaupte, hat. Siewohnen im nordwestlichen Theile von Neu-Vork bis an den See On-tario, welcher Strich das Mohakerland genannt wird, in der Nach-barschaft von Pensylvanien und Maryland. Ihre Namen heißen:Mohaws, O n opu t en (Lneidaer), Onondagaer, Kaju-gaer, Semekaer, Tuskarogaer und Sississogaer. DieFranzosen, so lange sie in Canada Nachbarn derselben waren, wieauch die Engländer, haben zum Aftern, ungeachtet der mit ihnengeschlossenen Verträge, feindselige und grausame Anfalle von ihnenauszustehen gehabt. Die Zahl und Ausdehnung der Irokesen wirdaber immer mehr eingeschränkt. Ihr Hauptvrt ist Anondago.Im I. 170a zählten sie 54,660 Krieger, jetzt etwa i 5 ao.

Ironie. Für dieses aus dem Griechischen entlehnte Wort(Eironia) haben wir kein entsprechendes deutsches, wenn wirnicht das von Campe erfundene: Schalksernst, dafür gebrau-chen wollen. Man versteht unter Ironie jene Art des feinen Spot-tes, welche unter der Maske der treuherzigen Einfalt die Fehler,Jnconsequenzen und Schiefheiten der anmaßenden Thorheit lächerlichmacht, indem sie gerade das Gegentheil zu thun scheint, welches we-der ein böses Herz, noch einen schlimmen Zweck voraussetzt, und mitso viel Gutmüthigkeit und wahrer Urbanität geschehen kann, daßselbst der Belachte zum Mitlachen genöthigt wird. Die Ironie kannsich aber auf doppelte Weise zeigen, einmal indem der Ironische sichstellt, als halte auch er die falsche Meinung oder Maxime für diewahre, wahrend er sie doch durch immer stärkere Beleuchtung so ge-gen jene in Contrast stellt, daß sie unfehlbar als absurd erscheinenmuß, oder indem er die Maske der Naivetät vornimmt, wodurchdie Ironie den Charakter der Schalkhaftigkeit erhalt. In beidenFällen liegt aber Schalkslaune, Ernst des Scheines, zum Grunde.Ueber den Gebrauch und die Behandlung der Ironie in der komische«und satyrischen Poesie hat bis jetzt das treffendste Wort Jean Paulgesagt in seiner Vorschule der Aesthetik. Von der echten Ironie gibtes aber eine gewisse Abart, welche eben der Mittel, wodurch jeneauf Belehrung und Besserung zielt, sich bedient, um mit andern ihrboshaftes Spiel zu treiben. Dieser Schlag von Leuten sind eiskalte,pfiffige, verschlagene Schälke, für nichts empfindlich als für dieEhre, jedem der ihnen aufstößt eine Rase drehen zu können. Siehalten bald die Larve der Einfalt, bald der offenen Redlichkeit vor,nicht sowol um desto leichter zu berücken, (denn einer solchen Roth-hülfe ihres Genies würden sie sich schämen) als um dadurch den aufsie lauernden Gegner zu entwaffnen. Die arglose Einfalt zum Nar-ren zu haben, ist für sie eine königliche Lust; dem, der sich gescheidtdünkt, ein Bein unterzuschlagen, ihr höchster Ruhm, und ihr größ-ter Triumph, daß sie wissen, jedermann hält sie für Schurken, und»jemand darf es ihnen sagen. ci>i.

Irrational nennt man in der Mathematik eine Größe,wenn sie nicht aus eben denselben gleichen Theilen zusammengesetztScm. kex. (N, ufl.) V. 7