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Fünfter Band. Von I bis L.
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Italien 125

Frieden von Ferrara (1428) behielten. In Perugia gelang es demgroßen Condettier Bracci 0 da M 0 nt 0 ne, von der Partei derBaglioni, sich zum -Herrn dieser Stadt und von ganz Umbrien,ja selbst auf eine Zeitlang von Rom, zu machen (>416.; in Sienagelangten !-4Zo> die Petrucci zur festen Herrschaft. Angemerktwerden muß noch aus der Particulargeschichte die neue Spaltung derGueifen zu Florenz, in die Parteien der Ricci und der Albizzi,so wie der dadurch veranlaßte Tumult der Ciompi (1878), dender von ihnen selbst zum Gonfalonier erwählte Michael di Landsso mannhaft, als uneigennützig zu stillen wußte. — IV. Gleich-gewicht der italiänischen Staaten. Nach der SchwächungMailands durch die Venetianer und Florentiner, und bei der be-ständigen Beunruhigung des in Reapel gesalzten Alfons von Arra-gonien durch die Partei der Anjou (s. d. A. Neapel), war keinegefährliche Uebermacht mehr in Italien, obwohl gegenseitige Eifer-sucht noch häufige Kriege erregte, in welchen zwei Parteien unterden italiänischen Miethsoldaten, die Bracceschi (von Braccio daMontane, und die Gforzeschi «vonSforza Attendolo so genannt),wider die Gewohnheit gleichgültiger Söldner, einander stets feind-lich blieben. Dem Franz forza gelang es, nach dem Ausster-ben der Visconti (1447), sich zum Herrn des mailändischen Staats<1480) zu machen <s. Mailand). Als die ländersüchtigen Ncne-tianer mit einigen Fürsten sich gegen ihn verbanden, fand er einenBundsgenoffen an Florenz, das mit Aenderung der Umstände, weis-lich auch seine Politik änderte. Dort erhob sich um diese Zeit durchReichthum und Klugheit das Haus Medici ls. d. Art». Die Kräfte

> von Mailand, wo die Sforza sich befestigten, von Venedig, das dieHälfte der Lombardei besaß, von Florenz, durch Lorenzo Mediciweise geleitet, vom Kirchenstaat, großentheils dem heiligen Stuhlzurückgegeben, und von Reapel, unfähig seine Macht zu gefährlichenAngriffen zu gebrauchen, bildeten im i 5 ten Jahrhundert das politi-sche Gleichgewicht von Italien, welches in den mannichfachen, aberfolgenlosen Fehden dieser Staaten, keinen der Unabhängigkeit desandern furchtbar werden ließ, bis zum Jahre 1494, wo Carl VIII.von Frankreich die Begier, Reapel zu erobern, nach Italien trieb,

> und Ludwig Moro Sforza erst als sein Bundsgenofse, dann^ als sein Feind auftrat, Papst Alexander VI. aber^ um seinen- Sohn Cäsar Borgia zu erheben, die französische Freundschaft, eifrig suchte.— V. Streit fremder Mächte um I taliens

Provinzen. Carl VIII. mußte Neapel und ganz Italien baldwieder räumen; auch sein Nachfolger, Ludwig XII., wurde von Fer-dinand dem Katholischen aus dem, mit ihm eroberten, Neapel ver-drängt slZoH. Glücklicher war er gegen Mailand, das er, auf einErbrecht gestützt (1600), sich unterwarf. Cäsar Borgias begonneneUnternehmungen auf Italiens Herrschaft »bürden durch den Todseines Vaters (iSc>Z vereitelt; worauf der kriegerische Papst, Ju-lius II., die vor ihm begonnene Unterwerfung des Kirchenstaats,j doch nicht für einen Bastard oder Reffen, sondern Namens des heiligeni Stuhls vollendete. Er schloß mit Maximilian I., Ferdinand dem Ka-^ tholifchen und Ludwig XII. die Ligue von Cambray (,go8) gegen. die Vergrößerungs-Absichten der Venezianer, deren Schlauheit aber! diesen Vernichtung drohenden Bund bald zu trennen wußte. Sodannverband er sich mit eben diesen Venezianern, Spanien und den Schwei-zern , zu .Vertreibung der Franzosen aus Italien; diese heilige