Band 
Fünfter Band. Von I bis L.
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Italien

zurückgekehrt, richtete er gegen die Visconti eben so wenig au«,befreite Lucca von der pisanischen Herrschaft, und stürzte in Sienadie Zwölf wieder, scheiterte aber in seinen Angriffen auf Pisas undSienas Freiheit an dem tapfern Freiheitssinn der Bürger. PapstInnocenz Vl. gelang es durch den Kardinal Legaten Egidius Al-bornoz, den ganze» Kirchenstaat zu erobern (1Z54—- 36 o), aberdurch die Bedrückungen der Legaten aufs Aeußerste gebracht, undvon Florenz, der Feindin aller Tyrannei, unterstützt, fielen iZgLalle eroberten Städte wieder ab; die Grausamkeiten des KardinalsRobert von Genf, (nachher Clemens Vll.) und seiner Bandebretagnischer Söldner, konnten nur theilweiie Unterwerfung erzwin-gen, und im großen Schisma ward die Freiheit dieser Städte, oderdie Herrschaft ihrer kleinen Tyrannen, völlig befestigt. Indeß be-harrten die Visconti unausgesetzt in ihren Eroberungsplänen, reiz-ten Italiens ganze Kraft zum Widerstände, und machten die altePartciung der Gneisen und Gibellinen über die nahe Gefahr ver-gessen. Genua unterwarf sich dem Johann Bißconti (i 3 SZ), undBologna erkaufte er von den Pepoli (r 35 c>), aber seine Unterneh-mung auf Loscana scheiterte an dem festen Widerstände der ver-bündeten roscanischen Republiken. Einen andern Bund gegen ihnschloffen >ZZ4 die> Venetianer mit den kleinen Tyrannen der Lombar-dei. Kurze Zeit nur Kauerte die Verbindung der Florentiner mitden Visconti gegen die päpstlichen Legaten (> 3 / 5 ); als die Benctia-ner, von dem Carrara durch ihre Unterstützung der Genueser imKriege zu Chiozza, -679, (s. Venedig) gereizt, ruhig zu-sahen, wie Johann Galeaz Visconti die della Scala und ,die Carrara aller ihrer Staaten beraubte <>327 u. 83 ), stand Flo- !ren; allein mit den unglücklichen Fürsten; Franz Carrara bcmäch- ^tigte sich Paduas wieder listcp'), und behauptete sich, bis er der Bos- !heit der Venetianer unterlag (1406), die von nun an, ihre Politik >ganz ändernd (s. Venedig), aus Gegnern der viscontischen Er-oberungsabsichten, ihre Nebenbuhler wurden. Johann Galeaz er-warb von Kaiser Wenzel die Belehnung mit Mailand als Her-zog thum (iZg 5 ), erkaufte ,693 vom Tyrannen Gerhard vonAppiano (der sich n r das F ür sten t hu m P i 0 m b i no vorbe- shielt) Pisa (das aber sein Bastard Gabriel 1406 an Florenz ver-handelte) , und unterwarf sich Siena >'399), Perugia (1400) undBologna (1402) , so daß Florenz, furchtbar bedroht, allein für dieSache der Freiheit gegen ihn stand. Sein gelegner Tod (1402)schaffte wieder Luft, und während der Minderjährigkeit seiner Sohneging ein großer Theil seiner Staaten verloren Als in Ladislavvon Neapel, der, das Schisma benutzend, sich des ganzen Kirchen-staats bemächtigte (140g), dem bedrängten Italien ein neuer Ero-berer aufstand, wagte wieder Florenz allein ihm zu widerstehen.Aber diese Gefahr war nur vorübergehend; bald erhoben sich dage-gen die Visconti wieder. Herzog Philipp Maria hatte durchden großen Carmagnola alle seine Staaten der Lombardei wie- ,der erobert (>4 6— >420); auch Genua, das abwechselnd bald insogenannter Freiheit stürmischen Partcifehden (der Xregosi, Adorni,Montalto, Guarco) hingegeben, bald Frankreich (>898 , bald demMarkgrafen von Montferrat 1.1411) unterthänig gewesen war, un-terwarf sich ihm (1421). Da verband sich Florenz nochmals gegenihn mit den Benetianern (1.4-5), die durch den zu ihnen übergegan-genen Carmagnola alles Land bis an die Adda eroberten, rind i«