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Fünfter Band. Von I bis L.
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17b Jacobiner

fürchten die guten Köpfe. Der Fanatiker findet den Besonnenenverdächtig. Lange schwankte der Sieg. Endlich unterlagen die,welche nur halbe Teufel zu seyn gewägt hatten. Die echte» Re-publikaner, die Girondisten, oder die Thalpartei, wurden nämlichden 3i. Mai und r. Juni 179? von den frechern Iacobinern oderder Bergpartei unterjocht; diese aber ihrerseits von den Maratistenoder Cordeliers, welche im Jacobinercl.idb mit eisernem Willenherrschten, unter den Dmimvirn, Robespierre dem Unbestechlichen,und Dann» dem furchtbaren Schöpfer des Revolutionstribunals,deren Gehülfe Marat war, geleitet. Dagegen siegte die gemäßigtePartei in den Provinzen, zu Marseille, Bordeaux, Lyon. DerSüden trat gegen den jacobinischen Convent unter die Waffen. Diesführte den Kulminationspunkt des Jacobinismns herbei. Es gelangnämlich der Bergpaccej, den Konvent seiner Macht zu berauben undauf Billaud de Barennes Borschlag die Revolutionsregie,rung des Schreckens (vom -Z. Aug. 179Z bis zum 5. April1794) an die Stelle der Konstitution zu setzen. Der Triumph desJacobinismns war der Wohlfahrtsausschuß, welcher unterRobespierre die Schreckensherrschaft vollendete, und durch die Re-volutionsarmee die Empörung des Südens, aber nicht die der Ven-dee, mit Feuer und Schwert unterdrückte. Städte, wie Lyon, Mar-seille, Loalon, sollten zerstört, die ganze Vendee sollte in e>n'gro-ßes Leichen - und Aschenfeld verwandelt werden. Vierzehn Armeen,die Guillotine und eine eiserne Konsequenz verschafften endlich demLcrrorismus den Sieg. Frankreich, hieß es, (und für den Augen-blick war es wahr) bedürfe nur Eisen und Brod. Erst als der Dic-tator Rvbespier« den -8- Juli 1794 unter der Guillotine gefallenwar und mit ihm 104 seiner Anhänger und der Bürgerrärh vonParis, erhob sich der Convent wieder. Er untersagte den Volks-gesellschaftcn alle Einmischung in die Regierung.. Seit jenem g.Lhermidor (rg. Juli) lebte einer der vorzüglichsten Trabanten desSchreckenssystems, Napoleon Bonaparte, zurückgesetzt und vergessenim Verborgenen, bis ihn Barras und der i3. Vendemiaire wiederhervorzogen. Man verfolgte die Blutsäufcr. Vergebens wollte derJacobinerclubb am 11. Rov. 1794 eine Jnsurrection organisircn,um das Ungeheuer Carrier dem Schwerte des Gesetzes zu entreißen.Es war seine letzte Anstrengung. Die rechtlichen Bürger von Parisumringten den Saal, bis die bewaffnete Macht herbeieilte, dieVersammlung auflöset« und Le Gendre den Saal schloß. Diesen Siezüber die Jacobiner vollendete der Beschluß des Ebnvents, daß derCludb seine Sitzungen nicht wieder erneuern sollte. Indeß dauertenihre Grundsätze fort. Sie benutzten die allgemeine Noth zur Erre-gung eines Aufstandes am -. April und am 20. bis -3. Mai 179Z.Der letztere brachte den Convent seiner Auflösung nahe. Ein Mit-glied des Konvents Ferrand, ward ermordet; alle entflohen, bisauf 14 von der ehemaligen Bergpartei, welche sogleich eine MengeDccrete nach dem Sinne der Jacobiner abfaßten. Nur mit Mühekonnten die pariser Ausschüsse diesen blutigen Aufruhr unterdrücken.Mit der Entwaffnung der Vorstadt St. Antoine verlor die jacobi-,tische Partei ihre vorzüglichste Citadelle; so wie sie schon früher anBarrere, Collot d'Herbois und Billaud de Varennes, die am r.April 1795 nach Cayenne deportirt worden waren, ihre kühnstenSprecher verloren hatte. Von jenen 14 Deputirten, die das Schrek-kenssystem wieder hatten »inführen wollen, erstachen sich sechs nach