F78 Jacobiten Jacobson
ei ltoirip. 1800, womit noch folgende, in ähnlichem Geiste abge-faßte Schrift, verbunden werden kann: I-sttres ä'un voz-sKeurü, 1'nbbs Larruel, ou nouveuux cioeuineno pour 805 MLiiioires.I-onckres, 1800. 8. X.
Jacobiten heißen die monophysitischen Christen im Orient,welche bei den kirchlichen Streitigkeiten des 6ten Jahrhunderts be-drückt und Zerstreut, von einem syrischen Mönche, Jacob Bardai,oder Janzalos (f 678), unter Justinians Regierung zu einerselbstständigen Religionspartei vereinigt wurden. Sie nannten sichaus Dankbarkeit nach dem Namen dieses Stifters ihrer Hierarchieund Kirchenordnung, und hatten in Syrien, Aegypten und Mesopo-tamien zahlreiche Gemeinden mit Bischöfen und Patriarchen. Wegenihrer Trennung von der katholischen Kirche, konnten sie unter derHerrschaft der Araber, die sich seit der Mitte des /ten Jahrhundertsdes Orients bemächtigten, nur gewinnen. Da jedoch die ägyptischenJacobiten die Gunst der Araber mißbrauchten, kam es i 35 - zu ei-ner Verfolgung derselben, nach welcher sie sehr vermindert, in ihrerReligionsübung eingeschränkt, und von ihren asiatischen Brüdernallmählig getrennt, eitle besondere Secte bildeten, die noch jetzt un-ter dem Ramen Kopten, (s. d. Art.) in Aegypten besteht. In-nere Uneinigkeiten und politische Ursachen veranlaßten um dieselbeZeit die Absonderung der abyssinischen und armenischen Monophyfitenvon dem Hauptstamme der Jacobiten, der sich nach manchen Unions-versuchen der Päpste, noch jetzt in Syrien und Mesopotamien alseine unabhängige Secte behauptet, und aus etwa Zo bis 40000 Fa-milien besteht. Diese Jacobiten gehorchen zwei von den türkische»Statthaltern bestätigten Patriarchen, deren einer unter dem Titeldes antiochenischen zu Diarbekir oder Aleppo residirt, und die syri-schen, der andere, im Kloster Saphran bei Mardin, die mesopota-mischen Gemeinden regiert. Die Gewohnheit der Beschneidung vorder Taufe, und die Lehre von der einigen Natur Christi, haben sieMit den Kopten und Ubyssiniern gemein, weichen aber übrigensweniger als die andern monophysitischen Parteien von der Ver-fassung und Liturgie der orthodoxen griechischen Kirche ab. — Nichtzu verwechseln sind mit dieser alten Monophysitensecte die Jaco-biten, oder uon-jnrors (Eidweigerer), in England, welche sichnach dem 168g vertriebenen Könige Jacob II. nannten, und weilihre Differenz von der anglikanischen Kirche nur darin bestand, daßsie den neuen Könige» den Eid verweigerten, und um nicht für sie,sondern für die Stuarte beten zu dürfen, eigene Versammlungenhielten, mehr unter die politischen, als kirchlichen Parteien gehören.Als Anhänger des Prätendenten hatten sie ihren Sitz vorzüglich inSchottland, wurden aber nach der Niederlage desselben (1746) sehrvermindert, und da er endlich (1788) zu Rom gestorben war, bewo-gen, für Georg III. z» beten. Dennoch hat Sinclair nack dieserZeit noch eine kleine Gemeinde von non-jnrnrs in der ParochieDuffus gefunden, welche ihre eigene Kirche haben und einen Predi-ger besolde», um für Könige zu beten, die nicht mehr eristiren. L.
Jacobson (JsraM, jetzt etwa fünfzig Jahre alt, ward zuHalberfladt aus einer reichen und angesehenen jüdischen Familie ge-boren , und verheirathete sich mit der Tochter des vormaligen Hof-agenren Herz Samson zu Braunschweig. Durch diese Familien-Verhältnisse gerieth er mit dem Hofe daselbst in Verbindung, undward, nach dem Tode seines Schwiegervaters, an dessen Stelle von