i8o Jacobson Jagd >
von Schmeichlern ausgesprochen, beweiset wenigstens, daß Jacobson >das Gute gethan hat. Iacodson hat, sowol an Juden, als an Chri- !Hen, fürstlich Gutes gethan, und deshalb werde er von jedermann,dem Engherzigkeit und Verkleinrrungssucht fremde, gehässige Dingefind, fürstlich gelobt. Nicht mit unverschämtem Uebermuche, nichtmit verhöhnendem Stolze, wie sonst wol sogenannte reiche Wohl-thäter zu thun pflegen, ertheilt Jacobson seine Gaben, sondere mitMilde, Sanftmuth und Humanität: das.könnten wir vor dem Rich--terstuhle der Wahrheit, und, erlaubte es die Einrichtung diesesWerks, mit Unterzeichnung unsers Namens behaupten, um somit ^jeden Schein einer feilen Lobrednerei von uns abzulehnen. Jacobsonhat (sei es immerhin aus Eitelkeit) zu Seesen, zwischen Braun-schweig und Görtingen, eine Schulanstalt gestiftet, au deren wohl-thätigen Einrichtung sowol Christe» als Juden Antheil genommenhaben; die einträglichsten Stellen auf seine» Comptoiren warenvorzugsweise mit Christen besetzt, und Christen von allen Gattun-gen, Gelehrte, Offiziere und Bürger, fanden in ibm eine fast im-mer sichere Abhülfe ihrer Bedrängnisse. Roch 'muffen wir anfüh- 'rcn, daß Jacobson (was übrigens bei unterrichteten und gebildeten >Juden etwas sehr gewöhnliches ist) nicht allein riue gründliche Kennt-niß der ebräischen Sprache besitzt, sondern auch,, nach dem einstim-migen Zeugnisse unterrichteter Männer, der mosaischen Gesetzgebung,so wie überhaupt der jüdischen Theologie, ein gründliches, umfassen-des und (wie wenigstens in der letzten Zeit deutlich geworden ist)auch kritisches Studium gewidmet hat. — Möge in Zukunft seinelöblichen und wohlthätigen Bemühungen ein glücklicherer Erfolgkrönen!
Jagd, die, als Gewerbe, wilde Thiere und Vogel zu seinerSicherheit, Nahrung und zu seinem Ruhen zu fangen und zu erle-gen, ist so alt als das Menschengeschlecht selbst, und die Erfindungderselben wird fast von jedem alten Stammvolke einem andern be-rühmten Manne aus seinem Stamme zugeschrieben; z. B. dem Rim-rod in Babylon; dem Apollo und der Diana; dem Pan oderFaunus rc. Allein die Jagd, als Wissenschaft, ist die Erfin-dung neuerer Zeiten, und man versteht darunter diejenige Kenntnißund Gcschicklichkeit, wilde Thiere und Vögel, vermittelst ihrer Fähr-ten oder Fußtritte, und ihrer Witterung, entweder ohne oder mitHunden aufzusuchen, sie zu beschleichen, und entweder mit Wurf-spießen, Pfeilen und Schießgewehr aller Art zu erlegen, odermit Schlingen, Netzen, Fangeisen, Fallen und Fallgruben zu fan-gen. Nach der Natur »ud eigentlichen Beschaffenheit der Jagd, .theilte man dieselbe ursprünglich ab in die Jagd auf dem Lande,
L. h. Jagd aller viersüßigeu Thiere; in die Jagd in der Luft,d. h. Jagd der Vögel; und in die Jagd im Wasser, d. h. allerjm Waffer lebenden Thiere und Fische. Es ist außer allem Zwei-fel, daß die Ausübung der Jagd ursprünglich unter allen Völ-kern eben so-unumschrankt frei gewesen ist, als man sie un-ter den in beiden Indien und unter den im russischenReiche lebenden Jägervölkern noch gegenwärtig findet, weilman die wilden Thiere, Vögel und Fische als Sachen ansah, dieim Eigenthume aller Menschen waren. Allein dieses ge-meinschaftliche Eigenthumsrecht an wilden Thieren, Vogeln und-Fischen, konnte unter keinem Volke länger dauern, und hat bei kei-nem auch länger gedauert, als bis das Grund- und Landeigenthum