Band 
Fünfter Band. Von I bis L.
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Jahr I8Z

Aenderung mit Schwierigkeit verbunden war; und wiewohl die Festejährlich fortrückten und in andere Jahreszeiten fielen, so blieb dochjene Bestimmung, bis Aegypten unter die Herrschaft der Römer kam,n o die Zeitbestimmung Jul. Cäsars eingeführt wurde. In Grie-chenland hatte man das Jahr richtiger zu 363 V» Tag bestimmt,und der griechische Astronom Sosigenes hatte dies dem julia-nischen Kalender zum Grunde gelegt (s. Kalender). Aber schonder Astronom Hyperchus in Alerandrien hatte ungefähr r5c> Jahrevor der christlichen Zeitrechnung durch Beobachtung gefunden, daßdas Sonnenjahr um 5 Minuten kürzer sey, als 365 Tag, d. i.565 L. 5 St. 55 Min. Seine Verbefferungsvorschläge blieben un-beachtet. Die genauen Beobachtungen in der neuern Zeit habenaber gelehrt, daß das Jahr um n Min. i5 See. kürzer sey, alsdas julianische. La Lande bestimmt es auf 365 T, 5 St. 48 Min.45 See. 3o Tertien; v. Jach auf 365 T. 5 St. 48 Min. 48,016See. Diese so genau bestimmte Zeitperiode nennt man das astro-nomische Jahr, von welchem das bürgerliche sn den Ka-lendern unterschieden werden muß. Das letztere hat, weil mandort die Lage nicht theilen kann, nur 365 Tage, und stimmt da-her mit dem astronomischen nicht völlig überein. Da die übrigenS St. 4« Min. 45 See. 3a Lcrt. alle 4 Jahre fast einen Lag aus-machen, so wird alle 4 Jahr zwischen dem -3 und sgsten Februar1 Tag eingeschaltet, und heißt Schalttag. Ein solches Jahr,welches 366 Tage bekommt, heißt Schaltjahr, jedes andere aberein gemeines Jahr (s. Kalender). Unter Monden jährversteht man die Zeit der 12 Umdrehungen des Mondes, welchenach La Lande 864 T. 8 St. 48 Min. 37,7 See. ausmachen. DasMondenjahr ist daher 10 Tage 2» St. kürzer als das Sonnenjahr.Ein festes Jahr nennt man ein solches, wenn die Rachtgleichenund Jahreszeiten bei bestimmten Tagen bleiben; rücken aber diesefort, so nennt man das Jahr wandelbar. So war das julia-nische Jahr ein wandelbares, das gregorianische dagegen ist ein fe-stes. Das Jahr der Juden besteht aus 12 Monaten, welche mit29 und 3o Tagen abwechseln. Ihr Schaltjahr hat einen ganzenMonat mehr, welcher zwischen den 6tcn und 7ten Monat eingescho-den wird. Ihr Neujahrstag ist der Lstg des ersten Neumonds nachder Herbstnachtgleiche. Binnen der igiährigen Periode, nach wel-cher sie rechnen, haben sie 7 Schaltjahre, nämlich das 3te, 6ste, 8te,ute, rg.te, i7te und igte. Bei den Persern hat schon 1079 n. Ehr.G. der Sultan Gelal ein Jahr eingeführt, welches dem astronomi-schen Jahre näher kommt, als das gregorianische. Bei diesem fällt7mal nach einander alle g> Jahr ein Schaltjahr ein, das 8te malaber nach 5 Jahren erst. Die Republikaner in Frankreich bedien-ten sich, bei der Einführung ihres neuen Kalenders durch ein Na-tionaldecrct vom 24 Rov. 1798, eines festen Jahres von 12 Mo-naten , zu 3o Lagen, wovon jeder in 3 Decsden zu ro Tagen zer-fiel, und weichen am Ende noch 5, in einem Schaltjahre 6 Tagebeigefügt wurden. Dieses Jahr war ebenfalls genauer als dasgregorianische. Die Periode 86,400 Jahre forderte 20,929 Schalt-tage, daher wurde am Ende des Jahrs ein Lag eingeschaltet, sooft die Herbstnachtgleiche auf den uten Tag des neuen Jahres fiel.Da aber durch ein Senatsdecret vom gten Sept. igo5 der neueKalender in Frankreich wieder aufgehoben wurde, so kam auch dieseBestimmung des Jahrs wieder außer Gebrauch, D.