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Fünfter Band. Von I bis L.
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Jaspis Java 197

dücher verboten. Die holländischen Schiffe müssen, wenn sie an-kommen, dem japanischen Befehlshaber von Rangasakt ihre Reli-gionebücher in einer Kiste überliefern, welche sie bei ihrer Abreisewieder erhalten. Zum Handel sind die Japaner sehr aufgelegt.Ehedem bedeckten ihre Schiffe die benachbarten Meere, und vor An-kunft der Europäer trieben sie bedeutenden Activhandel und eineausgebreitete Schiffsahrt, so daß sie z. B. an der Nordwest-Küstevon Amerika, jenseit der Beringstraße, weiter gekommen sind, alseuropäische Seefahrer. Sie besuchten besonders Sina, Ostindien bisnach Bengalen. Seitdem man aber anfing zu fürchten. daß dieAusländer den Staat und die Sitten der Eingebornen umkehrenwürden, verbot man allen auswärtigen Handel und alle Schifffahrt.Ihre seidenen und baumwollenen Zeuge, ihre Porzellanwaarcn undihre lackieren Waaren sind berühmte und gesuchte Handelsartikel, ihreStahlarbeiten sind vortrefflich, besonders Schwerter und andre Waf-fen , deren Ausfuhr aber strenge verboten ist. Id.

Jaspis (I-axis kantborinus; larpis), ein dunkler, undurch-sichtiger Stein, welcher hin und wieder röthliche und auch grün«Flecken hat, ein hochgefärbter Felskies (?t!troii1ex jarpiäeus) istund sich zu einem vollkommen schönen Glänze polirm läßt. Es gibtsehr btcle Arten Jaspis, einfarbige und "bunte, oder gesprenkelte,auch einen grünen, phosphorescirenden, welcher aber mit dem Ma-lachit nicht zu verwechseln ist. Plinius nahm 10 Arten an; Wernernennt deren vier: 1) den gemeinen, wohin der Heliotrop ge-hört; -) den ägyptischen, der auch im Aweibrückischen gefun-den wird und. 4n welchem gewöhnlich fünf Farben enthalten sind;5) der Banste Jaspis enthält ebenfalls mehrere Farben, ist eineder schönsten"- Steinäxten Sachsens und überdas sehr selten; und4) der P orzellan-Jaspis, ein pseudovulkanisches Fossil, wel-ches aus eisenschüssigem Thon entsteht, der über Steinkohlen Legtund sich durch sein ausgetrocknetes Ansetzn, indem er gewöhnlich sehraufgerissen ist, und durch seine Farben auszeichnet.

Jassy, Hauptstadt der Moldau, 4 Meilen vom Pruth, nebsteiner Citadelle, ist die Residenz des Hospodar« oder Fürsten von derMoldau, wie auch der Sitz des griechischen Metropoliten, oder Erz-bischofs der Moldau. Die Einwohner sind meistens der griechischenReligion zugethan; doch haben auch die Katholiken daselbst freienGsttesdienst. Auch halten sich Juden daselbst auf. Die Stadt istein offener, größtentheils zerstörter Ort von kaum r,ooo Häusern,dessen Straßen, statt des Pflasters, mit Balken oder Brückholz be-legt sind. Der viele hier verfertigte vortreffliche Eanevas, wie auchder Wein von Catanapou, aus dasiger Gegend, werden häufig nachEonstantinopel ausgeführt. In den Jahren 17Z9 und 1769 wurdedie Stadt von den Russen erobert, beide Male aber durch die Frie-densschlüsse zurückgegeben. Im I. 178L gerieth sie in die Gewaltder Oesterreich«»; und am 9. Jan. 1792 ward hier der letzte Friedezwischen den Russen und Türken unterzeichnet. Im März 1763brannte beinahe die ganze Stadt nebst dem Pallaste des HospodarS«b, und 1772 wüthete die Pest daselbst.

Java, eine große, von Westen nach Osten sich erstreckendeInsel in Ostindien, welche durch die Sundastraße von Suma-tra getrennt wird, hat ihren Namen von Djava, einer Art Hirse,wovon sonst die Einwohner derselben lebten. Ihr Flächeninhalt ist2,400 Quadratmeilen und die Zahl ihrer Einwohner 2,029,900.