Band 
Fünfter Band. Von I bis L.
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2Z8 Iomellk Ion es

berühmten Meisters, aufführen liest. Diese Oper, welche l'erroroLnioroso hieß, und welche er 1737 in seinem sZsten Jahre wahr-scheinlich für das neue Theater zu Neapel setzte, erhielt einen gro-ßen Beifall, wodurch er angefeuert wurde, mit sein n Kompositio-nen fortzufahren. Im Jahre 17Z8 schrieb er darauf seine Operväoaräo für das florentiner Theater, und zwar mit noch größerem-Weifalle, so daß er darauf einen Ruf nach RoM'erhielt. Die ersteOper, welche er daselbst setzte, war bdiuiinero, Ilö äe' 6oti, wel-cher im folgenden Jahre die Oper Kstisnatte folgte. Ueberhauptschrieb er von 1740 bis ,768 für Rom 14 Opern, von denen nochixbiKSnia und Osjo Msrio zu bemerken sind, in w lchcr letzter»insbesondere die vortreffliche Arie: Lj.oso, ic, vallo s naorir aus-gezeichnet wurde. Unter diesen Opern sind jedoch diejenigen nichtmit begriffen, welche er in dieser Zeit für Venedig und andereStädte verfertigte. Jetzt erhielt er die Stelle eines Kapellmeistersan der St. Peterskirche, und wurde dabei der strengen Prüfung,der sich derjenige, der.sich zu dieser Stelle meldet, jedesmal unter-werfen muß, in Hinsicht auf seine schon bewiesene Geschicklichk-it,überhoben, besonders nachdem er, wie einige versichern, noch vorherunter dem Pater Martini zu Bologna den Kontrapunkt studirthatte, welches Studium, nach Burney, sich aber nur auf einen blo-ßen Besuch beschränkt haben soll. In dieser Stelle compvnirte erunter mehreren Motetten auch den Psalm: Leneärctus OominurHeus Israel, dessen Musik ein Meisterstück ist. Der damalige Her-zog von Würtemberg, der sich gerade zu der Zeit in Rom befand,that jetzt Jomelli den Vorschlag, ihn in seine Dienste zu nehmen.Er willigte ein und begleitete den Herzog nach Stuttgard, wo ervon 1763 bis 1765 blieb, und des größten Ruhms und der schmei-chelhaftesten Auszeichnung genoß. Als er nach Italien zurückgekehrtwar, lud ihn der König Johann V. zu sich an seinen Hof ein. Ober nun gleich dieses Anerbieten von sich ablehnte; so suchte er nichtsdesto weniger jenen Hof in diesen guten Gesinnungen für sich z»erhalten, und schrieb deshalb nicht nur eine beträchtlich AnzahlOpern für den König von Portugal, sondern übersandte demselbenauch von allen seinen folgenden Arbeiten Abschriften. In Rom fehleer darauf zwei Opern, Lcbillu in Lciro und eine andere, welcheaber beide nicht gefielen, weil er in Deutschland den leichtern, ge-fälligern italiänischen Styl, mit der gründlichen deutschen Hetzkunstvertauscht hatte. Er kam hierauf nach Neapel, wo er aber nichtglücklicher war, und am -8. Aug. 1774, wie man meint, aus Ver-druß in einem Alter von 63 Jahren starb. Kurz vor seinem Todeverfertigte er noch ein Miserer«, welches vorzüglich wegen der sichstets gleich bleibenden Verkettung der beiden Chöre, Bewunderungverdient, und für ein Meisterstück gehalten wird.

Jones (William) wurde am 28- Sept. 1746 zu Londongeboren, und erhielt in der Schule zu Harrow seine erste wissen-schaftliche Bildung, wo er sich durch Fleiß und Talent vor allen sei-nen Mitschülern auszeichnete. Bereits in feinem iSten Jahre trater als Dichter auf, und verfertigte seine krolnsions, welche er spä-terhin unter dem Titel Krcuäia drucken ließ. Im iZten Jahre be-zog er die Universität zu Oxford, wo besonders seine Borliebe fürdas Studium der morgenländischen Literatur, und zunächst der ara-bischen Sprache, rege gemacht wurde. Mit Hülfe eines aus Alcpp»gebürtigen jungen Mannes, der das gemeine Arabische fertig redete