Band 
Fünfter Band. Von I bis L.
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Johnson (Samuel) Jomellr sz?

ne, wiswol mit geringem Beifalle, aufs Theater gebracht, und17S0 fing er eine Zeitschrift, tlls Rambler (der Herumstrei-fe«) an, von welcher bis zum 24. März 1762 das 2goste und letzteStück erschien, und vom Publikum, als ein meisterhaftes Seiten-stück zum Lxectator, mit dem allgemeinsten Beisalle aufgenommenwurde. Als einen Beweis dieses Beifalles wollen wir nur anfüh-ren , daß Johnson von diesem Werke noch während seines Lebensdie rote Auflage erlebte. Er erhielt übrigens nur ro fremde Bei-träge zn demselben, und ist also weit eigentlicher der Verfasser desSninbler, als Addlson seines Sxsctator. Endlich erschien im Mai17SS sein berühmtes viorion-i»«^ ok rlls Lnglisk IsuKusAs, in- Foliobänden. Es übertraf die kühnsten Erwartungen, und wurde178S bereits zum 6ten Male aufgelegt. Johnson selbst veranstalteteim folgenden Jahre einen Auszug.aus demselben. I. I. 1768 be-gann er darauf eine neue Zeitschrift: rlls läler, von welcher 176c»das roZte und letzte Stück erschien. 1769 schrieb er seinen anmu-thigen Roman: I listor^ ok kiasselas t'riiiss vk iibz«ssiuia, wel-cher den Zweck hat, Las Thörichte unserer Erwartungen von derZukunft ins Licht zu setzen. Um diese Zeit stand Johnson auf demGipfel seines Ruhms, und erhielt eine Pension von Zoo Pfund vomHofe, die er auch bis an seinen Tod genossen hat. Z. I. 176Serschien endlich die längst von ihm angekündigte neue Ausgabeder Werke des Shakespeare, welche aber vom Publikumkalt ausgenommen wurde. In der That scheint Johnson diesemWerke nicht die ganze Fälle seines kritischen und ästhetischen Ge-nies gewidmet zu haben. Nachmals vereinigte er sich mit GeorgSteevens zu einer neuen Ausgabe desselben, welche auch zum ersten-male 1774, und zum zweitcnmale 1778 in 10 Octav-Bänden er-schien. Nachdem er nun noch einige politische Schriften herausge-geben hatte, ward er durch einen Zweifel an der Aechtheit deroffianschen Gedichte, welchen er öffentlich geäußert hatte, mit Mac-pherson in eine heftige Fehde verwickelt. Schon 70 Jahr alt, be-gann er noch das berühmte Werk: Tllo Oives ok rlle mosr emi-nent Lnglisll poets, eine Reihe von Biographieen, die sich durcheine meisterhafte Schreibart und viele scharfsinnige ästhetische Be-merkungen empfehlen, ob sie gleich nicht ganz frei von dem Bor-wurfe der Parteilichkeit sind. Diese Biographieen, denen die Pen-sionen ihrer Verfasser jedesmal hinzugefügt sind, erschienen von 1777bis 1781, ugd wurden endlich 1790 in kZ Duodezbanden vonneuem aufgelegt- Dies war das letzte schriftstellerische Erzcugniß^ohnson's. Von der Zeit an kränkelte er, und starb endlich amrä. Dec. 1784. Johnson's sämmtliche Werke sind 1756 von Haw-nns zu London in 12 großen Octav-Bänden herausgegeben, welcheledoch die poetischen Werke desselben nicht mit enthalten.

Jomelli (Ricolo) ward im Jahre 1714 zu Atelli (Avellino,St. Alpino, Aversa) im Königreiche Neapel geboren, studirtc zuerstin dem Conservatorium äs' ikovori äi 6esü unter' Durante, undhernach, als dieses aufgehoben wurde, in dem Conservatorium «teilnrnetä äe' Dureliinä unter Prota, Mancini und Leo, die Composi-Anfangs sttzte er Ballette, eine in Italien nur mittelmäßiggeschätzte Musikart, durch welche er sich übrigens so wenig Beifall^ ' baß' nls er seine erste komische Oper geschrieben hatte, eres nicht wagte, sich als den Verfasser derselben zu nennen, sondernsie vielmehr unter d»m Namen Väientinos, eines eben nicht sehr