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Fünfter Band. Von I bis L.
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242 Joned (Paul) Joseph

Kanonen. Hierauf steuerte er nach dem Norden von Schottland undunternahm es, den Grafen von Selkirk aufzuheben. Wahrscheinlichwürde sein Plan auch gelungen seyn, wenn der Zufall nicht geradefür den Augenblick den Grafen aus seiner Residenz entfernt gehabthätte. Doch wußte er die Gräfinn zu zwingen, ihm ihr sämmtlichesSilberzeug auszuliefern, zu welcher Erpressung, die seinem eigent-lichen Charakter widersprach, er von der Mannschaft seines Schiffsveranlaßt worden war. Bei seiner Rückkehr zwang er die Fregatte,der Dracke, die Segel zu streichen, ob er gleich derselben an Mann-schaft bei weitem nicht gewachsen war. Nach dieser Expedition,welche nur -8 Tage gedauert hatte, kehrte er in den Hasen vonBrest zurück, wohin er mehr als 200 Gefangene mit ssch führte.Jetzt wurde er zu einer andern Expedition gegen den Norden vonIrland befehligt, zu welchem Zwecke ihm von Frankreich das Com-mando über drei Schiffe übertragen wurde. Mit diesen beunruhigte«r die Küsten Irlands, verwüstete mehrere derselben und stieß aufdie baltische Flotte, welche von einer Fregatte und einem Linienschiffeconvoyirt wurden. Nach einem schrecklichen Gefechte eroberte Jonesbeide Schiffe, wofür ihm von Ludwig XIV., zum Zeichen seiner Zu-friedenheit, der Verdienstorden und ein goldener Degen ertheiltwurde. Seine kriegerische Laufbahn endigte mit dem amerikanischenKriege. Nachdem er in seinen Privatangelegenheiten eine Reise »achHolland gemacht hatte, starb er nach seiner Rückkehr zu Paris. DerNationalconvent ernannte eine Deputation, die seinem Leichenbe-gängnisse beiwohnen mußte: er wurde auf dem Kirchhofe der Pro-testanten begraben. Dieser ausgezeichnete Seeheld harte auch dieWissenschaften geliebt und ausgeübt: wir besitzen von ihm einenAbriß der englischen Geschichte und Memoiren, sowie noch verschiedene andere Werke.

Jordan. Dieser durch heilige Erinnerungen merkwürdige Flußentspringt am Fuße des Gebirges Antilibanon in Syrien, durch-schneidet Palästina von Norden nach Süden und verliert sich instodte Meer. Seine Ufer, sonst belebt und angebaut, sind jetzt wüst,und langsam wälzt sich sein gelbes Wasser im Sande fort. DieHebräer nannten ihn Jordan, d. h. Fluß des Gerichts, und bei de»heutigen Arabern heißt er jetzt Nahar-el-Ehiria. Den religiösen Ab-waschungen in diesem Flusse schreiben sie Heilkräfte zu, und für Ju-den und Christen ist er ein Gegenstand ehrfurchtsvoller Betrach-tung. L.

Joseph war als der spätgeborne Sohn der geliebten Rahelein Gegenstand der besondern Zärtlichkeit seines Vaters Jacob unddes Neides feiner Brüder. Erbittert durch den Vorzug, den ihmder Vater gab und durch den Uebermuth, den sie in der Bedeutungseiner unschuldigen Träume zu entdecken glaubten, verkauften sie ihn,um sich seiner zu entledigen, an ismaelitische Sklavenhändler, durchwelche er in das Haus Potiphars, eines der vornehmsten Staats-beamten in Aegypten kommt. Die Treue und Klugheit, mit der erhier die Güter seines Herrn verwaltet, mildert seine Lage und durchseinen Widerstand gegen die wollüstigen Zumuthungen der Frau Po-tiphars erwirbt er sich auf ewige Zeiten den Beinamen des Keu-schen. Sein Betragen in dieser Versuchung zeugt von einer Geisteß-stärke und Frömmigkeit, die an einem Jünglinge von nicht mehrdenn 20 Jahren in Erstaunen setzt, aber ihn zugleich zum Opfer derRachsucht des verschmähten Weibes macht. Doch auch in dem Ge>-