Band 
Fünfter Band. Von I bis L.
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LZo Josephine Tascher Josephus FlaviuS

de zu Martinique den 24. Junius 1764 geboren, und vermählte sichzum erstenmale mit dem ehemaligen Vicomte Alexandre Beau-harn 0 is, der gleichfalls auf Martinique geboren, Mitglied undPräsident der constituirenden Versammlung, und nachher Generalsn cirek der Mhcinarmee war. Er wurde aber im I. 1794 desti-tuirt, und auf den Spruch des Rcvoiutionstribunals, in Paris den- 3 . Jnl. d. I. guillorinirt- Seine Gemahlinn Josephine, sielnun auch den Mordbuben in die Klauen, und wurde ins Gefängnißgeworfen, wo, wie man sagt, Bonaparte mit ihr zuerst bekanntgeworden seyn soll. Bald nachher kam sie unter die Protektion vonBarras, und war, nach dem Sinne des sittenlosen Frankreichs,seine gute Freundinn. Dieß hielt jedoch Bonaparte nicht ab, sichum ihre, mit einem sehr bedeutenden Vermögen verbundene Hand,zu bewerben, wodurch er zugleich Barras, damals höchst entschei-dende Protcction zu gewinnen hoffen kennte. Madame Beauhar-nois wurde ihm wirklich den 8. März 1796 zu Theil, und zugleicherhielt er das Commando der italiänischen Armee. Man will wissen,daß Josephine zu ihrem zweiten Gemahle, wahrhaft zärtlicheZuneigung gefaßt, und ihn aus Liebe gehejrathet habe. An seinemGlänze ließ er sie freilich genugsam Theil nehmen; sie durchzog mitihm im Triumphzuge die eroberten italiänischen Staaten, und em-pfing allenthalben die Opfer der demüthigen 'claverei; auch erhobBonaparte sie im I. >804 mit auf den Kstserthron, und ließ sieam 2. Dec. d. I. feierlich als Frankreichs Kaiserinn krönen. Seine»jachzornigen und höchst impetuösen Charakter mußte sie dessenungeach-tet mehr als zu häufig schmerzlich erfahren, wofür sie sich nur durchdie, ihr von allen Seiten zuströmenden reichen Geschenken derer,die durch ihre Protcction irgend ein ersehntes Ziel zu erreichen hoff-ten, schadlos halten konnte. Mit ihrem ersten Gatten, hatte sie ei-nen Sohn, den im I. 1781 geborenen Monsieur Eugen Bcau-harnois, und eine Tochter, die am 10. April 1786 geboreneDems., Hortensie Cecilie Beauharnois, erzeugt; aber ihrezweite Ehe blieb kinderlos. Vielleicht war dieser Umstand Mit-ursach, daß Napoleon auf Trennung vor ihr, dachte; sie konnteund durfte sich seinem souveränen Willen nicht widersetzen. DieWahrhaftigkeit ihrer Erklärung am - 3 . Dec. 1809: ,,Jch muß er-klären, daß da mir keine Hoffnung bleibt, noch Kinder zu bekom-men , welche die Bedürfniß der Politik meines Gemahls und dasInteresse Frankreichs befriedigen können, ich ihm gern den größ-ten Beweis von Attachement und Ergebenheit geben will, der jeaus Erden gegeben worden ist" u.s. w., wird schwerlich allgemeinenGlauben finden. So ward dann die Ehe am 16. Dec. 1809 ge-trennt, was auch kirchliche Ordnung, deren Stimme man zu be-schwichtigen wußte, dagegen einzuwenden haben mochte. I 0 -sephine behielt den Titel und Rang einer gekrönten Kaiserinn Kö-niginn, dazu einen Jahrgchalt.von zwei Millionen Franken ausdem Staatsschatz-, und obenein zur Residenz, das Schloß Laekenbei Brüffel. Man hat zwar geglaubt, sie habe einen starken Anhangin Frankreich, der ihre Verstoßung einst rächen würde, aber manhat nichts von Unruhen dieser Art vernommen, vielmehr lebte sie fastvergessen, war noch Zeugin der großen Veränderungen in Frankreich,und starb nach einer kurzen Krankheit am 3 o. Mai -814. rr.

Josephus Flavius ward im I. 37 nach Chr. Geb. zu Je-rusalem aus dem Priesterstande geboren und gab schon in der frühe-