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Fünfter Band. Von I bis L.
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sy4 Kä-fcr Kaiserkrönung

sie zusammengewachsen sind. Sie haben (wenige ausgenommen)auch aus allen, übrigen Theilen des Körpers eine hornartizeO,deckung, und selbst die Beine und Fühlhörner bestehen aus einerähnlichen Substanz. Alle Käfer haben sechs Beine, wovon zweiam Bruststücke, und vier am Hinterleibe sitzen. An dem Brust-stücke und Hinterleibe befinden sich auf jeder Seite acht LuftlöcherAlle Käfer entstehen aus Eierchen, welche das Weibchen an be-stimmte Oertcr legt. Aus ihnen schlüpfen kleine madenähnlicheGeschöpfe hervor. Diese heißen Larven, und haben, mit Ausnahmeeiniger, drei Paar am Bruststücke sitzende Beine. Wenn diese Lar-ven völlig ausgewachsen sind, verpuppen sie sich, oder werden zurNymphe, aus welcher alsdann der vollkommene Käf.r hervorgeht,welcher nun aber nicht mehr wachst. Seine Theile sind alle nochweich, erhalten aber an der Luft, nebst der ihnen zukommendenFarbe, auch bald die gehörige Härte. Uebrigens enthält diese Ord-nung der Infekten die zahlreichsten Individuen. Linnee zählt derenZgig Gattungen, welche er in SS Geschlechter vertheilt. ' Von Zeitzu Zeit entdeckt man jedoch, besonders in andern Erdtheilen, nochneue Gattungen.

K'affe, s. Caffäe.

Kastan, die bekannte türkische Nationaltracht, welche dieForm eines Schlafrocks hat, und größtentheils von weißlicher Farbemit blaßgelben Blumen ist, wird von baumwollenem oder seidenemZeuge verfertigt, und zuweilen auch mit theuerm Rauchwerk gefüt-tert. Dergleichen Kaftane werden von, türkischen Hofe an christ-liche Gesandte, oder andere Personen, welchen er eine besondereEhre erzeigen will, als Geschenke ausgetheilt. Auch sind die Ge-sandten, wenn.es ihnen nicht ausdrücklich gestattet ist, in der Trachtihrer Nation zu erscheinen, gezwungen/ sich bei den Audienzen,welche man ihnen ertheilt, in diese Kaftane zu kleiden.

Kain (Le), s. Lekain.

Kaiser — Ka i se r kr ö nun g. In der Rangordnung dereuropäischen Fürsten haben die Kaiser den höchsten Platz, weswe-gen auch die Europäer mächtigen außereuropäischen Fürsten diesenTitel beizulegen pflegen. Das Wort Kaiser kommt her von Cäsar,dem gewöhnlichen Titel der römischen Imperatoren, und die deut-schen Könige, als Schutzherrn Roms, behielten seit Karl dem Gro-ßen diesen Titel bei, indem sie sich als Nachfolger der alten römi-schen Imperatoren betrachteten. Eben deshalb verlangte und er-hielt auch der römische Kaiser unbedingt den ersten Rang unter al-len Fürsten der Christenheit, da man ihn als den Nachfolger derHerren der Welt ansah, und Rom das Haupt der Christenheit war.Zweifelhafter ward dagegen der Rang von Rußland, welches im I-1721 gleichfalls den kaiserlichen Lltel annahm, und dessen Anerkn-nung von Frankreich und Spanien nur unter der ausdrücklichenBedingung bewilligt ward, daß Rußland sich anheischig mache, aufdiesen Titel durchaus keine Ansprüche, in Betreff irgend eines Vor-rangs, gründen zu wollen, wogegen Rußland nachmahls zu wieder-holten Malen erklärte, daß es nur dem römischen Kaiser den Vor-rang zugestehe. Gewöhnlich ward bisher auch der Großherr mConstantinopel als Kaiser aufgeführt, ohne jedoch den kaiserlichenTitel, noch den der Majestät zu führen; der Titel des Großherr»ist bekanntlich der Sr. Hoheit. Erst in unsern Tagen entstand da-gegen eine neue kaiserliche Würde, wiewohl schon in frühere» Jeu