Band 
Fünfter Band. Von I bis L.
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waren, brachten, sie in diesen Kämpfen bald glücklicher, bald un-glücklicher, viele Jahrhunderte zu, bis ein begeisterter Mann ih-nen durch gleiche Mittheilung seines Feuereifers Einheit, durch dieEinheit Stärke gab. So wenig als in der Verfassung war vordiesem Manne in der Religion den Arabern Einheit eigen gewesen.Das Christenthum fand früh viele Anhänger; es gab selbst mehrereBischöffe, die den Metropoliten zu Bosro (in Palastina an derarabischen Grenze) erkannten. Doch konnte der uralte Ltcrnen-dienst nicht ganz vertrieben werden. Jene Widersetzlichkeit der Ara-ber gegen den römischen Despotismus zog eine Menge der im or-thodoxen Ostreiche verfolgten Ketzer zu ihnen, besonders die Mono-physitcn und. die im ganzen Orient verbreiteten Nestorianer, undder Fanatismus dieser vertriebenen gab wieder jenen Widerstre-bungen neues Feuer. Auch die Juden waren, besonders seit derZerstörung Jerusalems, in Arabien sehr zahlreich, und machten so-gar, vorzüglich in Jemen, Proselyten. Der letzte König der Ha-mayriten war jüdischen Glaubens, und seine Verfolgungen derChristen zogen ihm (5ar) den Krieg mit dem König von Aethiopienzu, der ihm Thron und Leben kostete. I» dem Abscheu, oder derGleichgültigkeit, den so große Verschiedenheit der Secten bei Vie-len erregte, liegt die Hauptursache von dem schnellen Gelingen desUnternehmens Muhameds, einen neuen Glauben aufzustellen. InBergleichung mit dem großen Bilderdienst der damaligen Katho-liken, mit den Träumereien der Ketzer und den Thorheiten derJuden und Heiden mußte jener Glaube allerdings höchst rein undgöttlich erscheinen. <S. Mnhamed.) — Abdallah Ebn Abu Kon-fus, genannt Abubekr, d. i. Vater der Jungfrau, (weil seineTochter Ajedscha die einzige unter den Weibern Muhameds war,die dieser als Jungfrau gehcirathet,) trug in der ziemlich stürmi-schen Wahl eines Nachfolgers des Propheten über den Ali, de»-Better und Eidam des letztern, den Sieg davon, und ward ersterKalif. (Jahr der Hcgira n. n. C. 6Z2.) Durch Hülfe seines Feld-herrn, des tapfern Kaled, über alle inncrn"Feinde siegreich, sienger sogleich an, den Islam, wie der Koran will, mit Schwerdts Ge-walt zu benachbarten Völkern zu tragen. Mit der Losung, Be-kehrung oder Zinsbar keit! drang ein unzählbares Heer,ganz aus Freiwilligen durch ein Aufgebot zum heiligen Kriege be-geisterten Streitern bestehend, zuerst in Syrien ein. Sieger in derersten Schlacht, wurden sie doch nachher »on den Griechen mehrere-mal geschlagen; als sie aber durch die verrätherlsche Uebergabe vonBosro einmal festen Fuß im Lande gefaßt, unternahmen sie unterKaled die Belagerung von Damascus, und gewannen es, nachdemdieser zwei große Heere, die Kaiser Heraklius zum Entsatz sandte,geschlagen, durch Capitulakion, (653 Heg, 12) die treulos gebrochenwurde; Kaled ließ die abziehenden Christen verfolgen und nieder-hauen. Durch Abubekrs, der nur ein Jahr den Propheten vertrat,letzten Willen, ward Omar, ein anderer Schwiegervater des Pro-pheten, zweiter Kalif. Dieser vertraute den Oberbefehl über dieStreiter des Islams anstatt Kaleds dem menschlicher» Obcidah,und vollendete durch ihn, doch keineslveges leicht und nicht ohnetapfere Gegenwehr der Griechen, die Unterwerfung von Syrien<658 Heg. 17). Als Jerusalem genöthigt worden, die Uebergabeanzubieten, (656 H. iS) zog Omar selbst dahin und bestimmte dieCapitulation» die nachher dem Verhältnisse der Mo-lemim d»