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Kalifat zu hinterlassen; dennoch ernannte er seinen Sohn Abdal-melek zu seinem Nachfolger. Unter ihm'(Kalif 684 H. 67) wardMokthar, ein neuer Empörer wider beide Kalifen, vom Nebcnka-lifen Abdallah überwunden (686 H. 67), dadurch aber dieser demAbdalmeleü desto furchtbarer. Abdalmelek, um zu seiner Bekäm-pfung freie Hand zu haben, schloß mit dem griechischenKaiserJusti-nian II. einen Frieden, worin er, die Ordnung des Korans geradeumkehrend, den Christen einen jährlichen Tribut von Zoooo Gold-stücken bewillttste. Er zog darauf gegen Abdallah, schlug ihn zwei-mal, nahm Mecca mit Sturm, wobei Abdallah blieb, und verei-nigte so wieder in seiner Hand die Herrschaft über alle Muselmän-ner; doch machte ihm die Widersetz'lichkeit der Statthalter, Fluchaller Despotieen und Vorbedeutung der einstigen Aeripaltnng desKalifats, noch viel zu schaffen. Er war der ersteKalif, der Mün-zen schlagen liest, ff 706 H.86. Unter Walid I., seinem Sohne,eroberten die Araber östlich Chowaresmien und Turkestan (707 H.88), nördlich Galatien (710) und westlich Spanien (711.) (S. denArt. Spanien.) (ff 716 H. 97.) Sein Bruder und Nachfolgerließ Constantinopel belagern, erlitt aber durch Stürme und dasgriechische Feuer zweimal völlige Zerstörung seiner Flotte; dagegeneroberte man Georgien, (f 718 H. gg.) Omar II., durch Soli-mans letzten Willen sein Nachfolger, erregte das Mißvergnügen derLmmajjaden durch seine milden Gesinnungen gegen die Aliden, undwurde von jenen vergiftet. (721 H. 102.) Jezid.II., ebenfallsnach Solimans Verfügung sein Nachfolger, starb vor Gräm überden selbst verschuldeten Tod einer Geliebten (72Z H. 104.) SeinemBruder He scharn machte der Alide Zeid, Hosseins Enkel, das Ka-lifat streitig. Dieser ward zwar überwältigt und getödtet, aberein andres Haus, die Abbaffiden (von Abbas, dem Sohne dss Ab-dalmotaleh, des Oheims des Propheten, abstammend) sing anfurchtbar zu werden. Unter Hescham wurde den Fortschritten derSaracenen im Westen durch die Kraft Carl Martells, der beiTours (7Z2) und bei Narbonne (736) ihre Heere vernichtete, einsiel gesetzt. Der Wollüstling Walid II. ward nach einjahrigdrHerrschaft umgebracht (74Z H. 126). Nach den fast ehe» so kurzenRegierungen Jezids III- und des Abbaffiden Ibrahim, folgte Mer-wan II. mit dem bei den Arabern achrbaren Beinamen: der Esel(al Hemar.) Ibrahim, von diesem entthront und eingekerkert, er-nannte seinen Bruder Abul Abbas, zu seinem Nachfolger und warddarauf im Gefängniß ermordet. Abdallah, Abul Abbas Oheim,"hob nun die Waffen gegen den Kalifen, der eben damals mit ei-ner gefährlichen Empörung in Pcrsien viel zu thun hatte. Mer-kst ward zweimal geschlagen und blieb. (762 H. 1Z4.) Mit ihml: die Reihe der ommajjadischcn Kalifen. Der wüthende Ab-oallah rottete verrätherischerweise durch ein gräßliches Blutbad beiV" Zusammenkunft alle Lmmajjaden aus. Nur zwei entrannen,avdcrrayman entkam nach Spanien, wo er das unabhängige Ka-wn Cordova stiftete (s. Spanien); ein andrer in einen Win-l Arabiens, wo er als Kalif erkannt wurde und seine Rachkom-'ns 16.Jahrhundert herrschten. Abul Abbas, obwohl un-Ä^ jener Grausamkeit, die ihm den Thron sicherte, bekam- ? davon^ den Namen Saffah, der Blutige. Er starb sehrJahr alt, an den Kinderblattern (75z H. i3S). Seinuoer Abu Giafar, genannt al Mansor (der Sieghafte) mußte zu-