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Fünfter Band. Von I bis L.
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3<ro Kalif

gen; aber vergebens ql'ubt« er durch feierliche Nicdsrlegnng derRegierung Sicherheit zu erwerbe.-^ Gift, von Moawijah, soll ibi,getödtet haben. Moawijah 1. verlegte den Sitz des Kalifatsaus der Stadt des Propheten, Medina, wo er bis dahin stets ge-wesen, in seine bisherige Statthalterschaft nach Damascus, i6/ZH.zp.) Mit ihm fängt die Reihe derOmmajjadischen Kalifen an,welchen Namen dieses Geschlecht von dem UrältervaterMoawijahs,Lmmajjah, führte. Luch er mußte bald nach seiner Thronbestei-gung einen Aufstand der Kharegiten durch einen Feldzug, und eineEmpörung zu Baffora durch schwere Strafgerichte dämpfen. So-dann dachte er ernstlich auf den gänzlichen Umsturz des byzantini-.sehen Reichs. Sein Sohn Jezid durchzog Kleinasiien fast ohneWiderstand zu finden, ging dann über den Hellespont und unter-nahm die Belagerung von Eonstantinopel, mußte sie aber wiederaufheben (669 H. 49). Glücklicher war der Feldherr Obeidah ge-gen die,Türken in Khorasan, er schlug sie und drang selbst inTurkestan ein (6/3 H. Z4). Nicht völlig würdiger Nachfolger desstaatsklugen Morawijah wurde (67g H. So) sein Sohn Jezid.Er ward anfangs von den heiligen Städten Mecca und Medina nichtanerkannt , die, so lange die Kalifen in letztrer Stadt gewohnt,«ine vorzügliche Stimme bei deren Wahl behauptet hatten, abernicht gefragt worden waren, als Moawijah, nach der Sitte derKalifen, bei seinem Leben seinen Nachfolger bestimmte. Die Unzu-friedenen fielen theils dem Hossein, dem berühmten Sohne Lli's,theils dem Abdallah, Aobeirs Sohne, die beide die Krone in An-spruch nahmen, bei. Eine Empörung der Bewohner von Irak zuGunsten Hoffeins, von Moslem und Hani geleitet, ward durch dieKlugheit und Entschlossenheit des kufanischeg Statthalters Obei-dallah erstickt, und der von den Berschwornen herbeigerufene Hos-scin getödtet (Wo H. 61), doch zu großer Unzufriedenheit des Ka-lifen, der an den Kindern Hoffeins durch Wohlthaten das dem Va-ter zugefügte Unrecht gut zu machen suchte. Abdallah ebn Jobeicward in Medina als Kalif erkannt, wo man den Jezid wegen sei-ner Ueppigkeit undFreigeisterei verabscheute. Medina ward daraufberennt, bezwungen und geplündert, aber Hoffeins dort wohnendeFamilie auf des Kalifen ausdrückl-ichen Befehl verschont. Stach,Jezids Tode (683 H. 64) legte sein Sohn Moawijah II., einfrommer Jüngling von der Secte der Mokageliten, (die den Fata-lismus der übrigen Muhamedaner verwarfen) das ihm übertra-gene Kalifat nach wenig Monaten freiwillig nieder. Da er sich kei-nen Nachfolger ernannt, so brach Anarchie ein. Obeidallah, Statt-halter von Irak, versuchte in Baffora ein eignes Reich zu stiften,ward aber bald von den Einwohnern selbst vertrieben, die nun,wie ganz Irak, Hegiaz, Fernen und Aegypten, den Abdallah ebnZobeir als Kalifen erkannten. In Syrien ward anfangs der demAbdallah ergebene Dehak zum Reichsverweser, dann aber von denDamasceiiern gleichwohl der Ommajjade Merwan I. zum Kali-fen ermannt, der sich bald ganz Syrien und Aegypten unterwarf.Khorasan riß sich vom Kalifare los und gab sich einen eigenen Für-sten im edlen Salem. Im folgenden Jahre (684 H. 65) erhob So-liman ebn Sarad einen mächtigen Ausstand der Unzufriedenen vonSyrien und Arabien, und erklärte bcideKalifen für abgesetzt, wardaber von dem bewährten Krieger Obeidallah geschlagen. Merwauhatte eidlich versprechen müssen, dnn Sohne Jezids, Kaled, da»