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halten, die Fehler der spätern beförderten es. Schon: unter Haruna! Maschid hatten die Aglabiden in Tunis (8c>o H: 184), eben sodie Edrisiden in Fez, unabhängige Reiche gestiftet. Jetzt warfLhaher, zum Statthalter von Khorasan ernannt, sich dort zumHerrn auf. Bon ihm die Thaherstden. Mamun sandte den Tho-mas, einen vertriebenen Griechen, mit einem Heere gegen den grie-chischen Kaiser Michael II. (den Stammler). Thomas verheerteKleinasien und belagerte Constantinopel; aber ein Sturm zer-streute seine Flotte ( 8 a 5 H. 2N?). Einen zweiten Angriff auf dieKaiserstadr halfen die Bulgaren abschrägen; Thomas ward gefan-gen und hingerichtet. Gegen die vielen Religionssecten, in die dieMuselmänner sich damals theilten, erwies sich Mamun duldsam,(f 8?3 H. 218). Wahrend seiner Regierung (um 83 » H. eiZ) er-oberten die afrikanischen Araber Sicilien und Sardinien, wo siesich gegen 200 Jahre behaupteten, bis ihnen jenes (ic> 35 ) von denRormännern, dieses (ioSi) von den Pisanern entrissen ward. Mo-taffem, zuerst Billah (von Gottes Gnaden) zubenamt, Harunsdritter Sohn, erbaute 12 Meilen von Bagdad eine neue Stadt^Samaräth, und verlegte seinen Sitz dahin. In seinen Kriegengegen die Griechen und anfrührischen Perser, brauchte er zuerst, türkische Söldner. Aus Gram über den Tod seines Leibarztesward Motassem wahnsinnig und starb (842 H. 227). VathekBillah,sein Sohn, Anhänger der Motazelitischen Secte, that Manches fürwissenschaftliche Cultur, aber, ein entkräfteter Wollüstling, starber an Nervenschwäche (846 H. 2Z2). Einen Erbfolgestreit zwischenseinem Bruder Motawackel und Sohne Mothadi entschied die schonsehr mächtige und anmaßende türkische Leibwache für den Unwür-digsten, den Erstern. Immer mehr wurde es unter MatawackelBillah Sitte, alle Kriege durch die türkischen Söldner zu führen,wodurch die Araber unkriegerisch und weichlich wurden, wie in je-nem heißen Clima jeder, der nicht in beständiger Thätigkeit lebt.Motawackel zeigte einen blinden Haß gegen die Aliden, selbst gegendas Andenken der Verstorbenen, übrigens schadenfrohe Rohheit,Hang zur Wollust und'Grausamkeit. Sein eigner Sohn, Montas-sir, von ihm zu beiden erzogen und dabei oft schändlich gemißhan-delt, verschwor sich wider ihn mit der türkischen Leibwache und ließihn umbringen (861 H. 247). Ihn riefen nun die Türken, dieKa-Ufenwahl sich anmaßend, zum Fürsten der Gläubigen aus, undzwangen feine-an der Schandthat unschuldigen Brüter, deren Rachesie fürchteten, der Thronfolge, die ihnen von Motawackel bestimmtwar, zu entsagen. Montasser starb nach kurzerIeit an einem Fie-ber, das Gewissensbisse ihm zugezogen (862 H. 24z). Die Türkenerwählten nun Mostain Billah, einen Enkel des Kalifen Motassem.swei Aiiden warfen sich neben ihm zu Kalifen auf. Der eine, zuKufa, ward Sksiegt und gelobtet; der andere aber stiftete in Tab«-kessan ein unabhängiges Reich, das ein halbes Jahrhundert be-standen hat. Uneinigkeit der türkischen Söldner unter einanderludst vollendete die Zerrüttung des Reichs. Eine Partei erhobden Motaz, zweiten Sohn Motawackels, auf den Thron, und nö-, chigfx den Mostain, abzudanken. Motaz Billah ließ ihn bald aus«em Wege räumen, so wie seinen eigenen Bruder Muwiad. Erfachte darauf, die türkischen Söldner abzuschaffen, aber ehe er dasvsrz fahre, es auszuführen, empörten sie sich wegen rückständigeni «indes und nöthigten ihn die Regierung niederzulegen, worauf er