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Dicht Übergängen wurde, und daß er endlich im Jahre ,702 seil» tä
Laufbahn endigte. Als die Statüe Ludwigs XV., welche sich auf Ii
dem Platze gleiches Namens befand, gegossen werden sollte, mußt«man zu den Memoiren einiger Künstler seine Zuflucht nehmen, um B
sich darin von dem Verfahren, welches Keller befolgt hatte, zu un- S
Herrichten. — Johann Jacob Keller, der Bruder des vor- ve
hergehenden, welcher 1700 im 65 sten Jahre zu Colmar starb, war h>
ebenfalls ein geschickter Künstler im Gießen. - m
Kellermann, Herzog von Balmy, Marschall und Pair von er
Frankreich, trat als gemeiner Husar in die Legion von Conflans, se
und war schon 17g« zum General emporgestiegen. In dieser Eigen- in
schaft ward er im Elfaß angestellt, wo er sich bemühte, die Kriegs- zr
zucht unter den Truppen wiederherzustellen- eine Bürgcrkrone, die di
er zu Landau erhielt, war der Lohn dieser Anstrengungen, und zu- il
gleich der bei der National-Versammlung den Soldaten ausgewirk- d
ten Erlaubniß, die Volksgesellschaften zu besuchen. Im August L
desselben Jahrs empfing er das Commando über die Mosel-Armee, iiund nahm, nachdem er im September seine Vereinigung mit Dü- g
mouriez bewerkstelligt hatte, die Stellung bei Valmy, einem Dorfe e
in der Champagne, ein. Hier hielt er am 19. Sept. den bekann- n
ten Angriff aus, der sich durch die fürchterliche Kanonade, welche r
der Herzog von Braunschweig, wiewol fruchtlos, auf diese Stell v
lung machte, auszeichnete. Bei dem darauf erfolgten Rückzüge der L
Preußen aus der Champagne, klagte ihn Dümouriez mehrerer be- s
gangener Fehler, z. B. daß er Mainz und Trier nicht weggenom- urnen habe, bei dem Convente an; Kellermann aber wußte sich nicht d
nur zu vertheidigen, sondern er ward auch nach und nach an der d
Mosel, bei der Alpenarmee und endlich bei der Belagerung von d
Lyon angestellt, welche letztere er jedoch, wahrscheinlich aus Mensch- tlichkeit, so saumselig betrieb, daß er der Verrätherei beschuldigt 1und in's Gefängniß geworfen wurde, aus welchem er erst nach l
-iobespierre's Sturz, durch einen Aussprnch des Revolutions-Tri- kbunals, am 8. Rov. 1794 seine Freiheit wieder erhielt. Im folgen- «
den Jahre empfing er das Commando der Alpen- und italienische" i
Armee, mußte jedoch Buonaparre weichen, der bald darauf als Ober- r
general der italienischen Armee nach Italien kam. Nachdem er 17Z7 r
nach Paris zurückgekehrt war, erhielt er vom Directorium den Be- j
fehl, Lyon in Belagerungszustand zu versetzen, und sodann die Gens- -
Larmeris zu organisiren. Im folgenden Jahre ward er zu einer i
General-Jnspection ernannt, und erhielt im Theater zu AngerS <
«ine Krone, die er sogleich den constituirenden Autoritäten über- r
sandte. Hierauf trat er in die Kriegskanzlei, dann in den Erhol-- <
lungsscnat, von welchem letzter» er am 2. Aug. 1801 zum Praß- ,
deuten ernannt wurde. Am 3 . Jul. i 8 c >3 erhielt er den Titel eines >
Großoffiziers der Ehrenlegion, ward bald darauf zum Reichsmar- >
schall erhoben und mit der Genatorie von Colmar belehnt. Später >
schenkte ihm Napoleon den Johannisbcrg, und im I. 1803 warder Herzog von Balmy und Oberbefehlshaber ddr Kanalküsten - Ar-mee. Bei dem Ausdiuche des Krieges mit Oesterreich ahog, war»ihm die Organisation der Neuconscribirten im Elsaß übertragen. ^
Diesen Wirkungskreis behielt er auch in den folgenden Feldzügen I
von 1802, a 3 und 14. Nach der Wiederherstellung des Königthums >
in Frankreich, wurde Kellermann von Ludwig XVIll. ehrenvoll aus- >
gezeichnet. Er wurde zum kömglichen Commiffär für die Will- , l