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Fünfter Band. Von I bis L.
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Kreml Kretinen "445

M- ^ den neuesten Zeiten noch Cirkelquadrirer gegeben, die sich ihr gan-das zes Leben damit beschäfftigt und in ihrer Unwissenheit am Endenir ein Resultat gefunden haben, was sich weit von der Richtigkeit

ebs i entfernte. Setzt man den Durchmesser — i, so ist nämlich der

Umfang — 3, 141 S92 653 5 u. s. w. So weit hat schon Franzzu Wiela diese Zahl gesunden. Nachher ist sie weiter berechnet worden

zu- § von Adrianus Romanus bis auf i5, vvn Ludolph von Kölln (von

sich ' ihm wird sie auch die Ludolphsche Zahl genannt) bis auf 55, von

id, ! Scharp bis aus 72, von Machin bis auf 100, von Lagny bis auf

!i- ' 126, und endlich findet sie sich in einem oxfordschen Manuskript bis

her auf i56 Decimalstellcn berechnet. Zuerst fand Archimedes das

ihr Verhältniß des Durchmessers zum Umfange wie 7 zu 22, oder wie

che i zu 3, 142 . . . nachher Melius wie ir3 zu 355, oder wie r zu

cer . 3, 141 592 9, also schon bis auf 6 Decimalstellen richtig, was zu

In den meisten Zwecken hinlängliche Genauigkeit giebt. li-nk Kreml (Kremlin) heißt das kaiserl. Residenzschloß in der

ist Stadt Moscau, macht gleichsam eine kleine Stadt aus und ist

zu mit dreifachen dicken Mauern und einem tiefen Graben umgeben,

sie auch mit Geschütz versehen. Es befinden sich in diesem Schlosse,

n- außer zwei Klöstern, viele steinerne Kirchen, insonderheit die Ca-rle thedralkirche, in welcher letztem jedesmal die kaiserl. Krönung ge-rn schieht. In der Kirche zum Erzengel Michael ist das Begräbniß

r- der russischen Monarchen, und hinter derselben das Haus des ehe-rn maligen Patriarchen, in welchem sich jetzt die geistliche Synode ver-

n, sammelt und eine an griechischen und russischen Handschriften reiche

n- Bibliothek vorhanden ist. Am Schlosse selbst haben die kaiserl.

ls Kollegien ihren Sitz; auch befindet sich dos Zeughaus in demselben,

ist Als am Ende des Jahrs i8n bei dem Vordringen der französischen

Armee die Stadt Moscau von den russischen Behörden freiwillig»- ' angezündet und den Flammen Preis gegeben wurde, brannte ein

!N Theil des Kremls ebenfalls mit ab; den andern aber sollen die

id Franzosen, als sie Moscau verlassen mußten, zerstört haben. So

er sind also jetzt, den allgemeinen Gerüchten zufolge, nur noch die

n einzelnen Ringmauern des ganzen Gebäudes vorhanden,e, Kretin en, eine eigene Menschenart, die sich durch Mißge-

n . statt des Körpers und Mangel an Geisteskräften auszeichnen. Sies haben nämlich einen dicken, platten, unförmlichen Kopf, plumpe,

r grobe Gesichtszüge, schlaffe Muskeln an Backen, Händen und

t Fußen, röthliche Augen ohne Geist und ohne den geringsten Aus-e druck, einen großen Kröpf, der nicht selten bis über die Brust

ie herabhängt. Sie sind ganz dumm und ohne Verstand, keiner Bil-

" fähug und taubstumm, dabei äußerst trag und sehr gefräßig.

Kretinen heirathen, werden ihre Kinder wieder solche Men-n Ichen, doch können auch gesunder Aeltern Kinder Kretinen werden,

j, ^n den Thalern des Walliserlandes, der Schweiz und von Sa-

>r voyen kommen sie am häufigsten vor, und pflanzen sich in manchen

? - » von einer Generation zur andern fort. Manche Men-

° n- "k'" ^en dortigen Gegenden halten die Kretinen für heilig undr re» sie als solche aus Aberglauben. Kretinismus ist

b ln, ^ankhafte Verunstaltung selbst. Man schreibt ihre Entste-

s yung der ungesunden, feuchten und eingeschlossenen Lust der riefen

* a-n-rr/ °em unreinen, mit vielen erdigen und andern sremdarti-

r feilen .versehenen Wasser, der Unreinlichkeit der Straßen,

1 r Lragheit, dem Schmutz und dem Mangel an Cultur der Em-