Band 
Fünfter Band. Von I bis L.
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ipsing, ließ die Bruder nicht das Erfreuliche hoffen, welches allessie dort beglücken sollte. Den Portraitmaler beschäfftigten ehren-volle und belohnende Aufträge vom dasigen Kaiserhnfe, und derLandschaftmaler wurde vom Kaiser Paul, der ihm mehrere Bilderabkaufte, mit einem Gehalte von 3 ooa Rubeln angestellt. Nachwenig Jahren sahen sie sich in der Lage, um die Hand von zweiSchwestern anzuhalten, welche sie auf der Reise nach St. Peters-burg in Reval kennen gelernt hatten Da diese aus adeligemGeschlechte waren, so hielt man es für anständig, daß auch diezwei Bruder den Adel ihrer Familie wieder herstellten, dem gemäßsie von ihrem erworbenen Vermögen nun leben konnten. Als hier-auf Karl von Kügelgen im I. 180Z eine Reise nach der Krim«nachte, um in der Ansicht der dasigen schönen Natur seiner Kunstzu leben, besuchte Gerhard von K. die noch lebende Mutter in Ko-blenz, und ließ unter ihrem Schutze Frau und Kind, um bei denaus aller Welt zusammengeraubten Kunstschätzen in dem pariserMuseum zu verweilen. Bald nach seiner Rückkehr von Paris starbseine Mutter. Betrübt durch diesen Verlust verließ der Künstlersein ihm durch das französische Leben fremd gewordenes Vaterlandnicht ohne Wehmuth, und wählte zu seinem Aufenthalte Deutsch-lands Florenz, das kunstreiche Dresden. Hier lebt er mit seinertrefflichen Gattin und liebenswürdigen Familie seit dem Mai 1795.Die daselbst jedem Gebildeten offen stehenden Kunstsammlungen ga-ben und .geben ihm noch stets neue Veranlassung zur fernern Ent-wickelung seines Kunststrebens, von welchem er dem Publicum so-wol in den öffentlichen Ausstellungen der Akademie, als inPrivat-ausstellungen, willkommene und erfreuende Beweise giebt. Zuwei-len führt ihn die Kunst nach Weimar oder Ballenstädt. SeineWohnung aber ist Dresden. Der Landschaftmaler lebt noch inRußland und hat seinen Aufenthalt an der Wolga in den Umge-bungen einer freundlich milden Natur gewählt. Die Werke des Hi-storien- und Portraitmalers Gerhards v. K. wollen wir nach denOrten, wo sie entstanden sind, anführen. In Bonn ist des Künst-lers Gerhard eigenes Bild in Lebensgröße, halbe Figur, im Saaleder dasigen Lesegesellschaft als Andenken aufgestellt. In Rom ent-standen desselben erste historische Bilder in den I. 179Z und 1794:David, als Hirte, die Harfe spielend, und als Gegenstück eine Cä-cilie, die Orgel spielend, beide in halber Figur, Ovalform undnicht ganz halber Lebensgröße. Jenes erhielt der Kurfürst vonKölln, Maximilian Franz von Oesterreich; dieses Lord 'Bristol;ein Doppelportrait aber, die. Zwillinge in halber Lebensgröße, aufHolz, ist rm Besitze der Mad. Holthof in Coblenz. In München-ein sterbender Adonis, ein Drittel Lebensgröße, auf Holz, für LordBristol. In Riga - eine Pharaobank in halben Figuren von ei»Viertel Lebensgröße, meistens Portraits mit des Künstlers eigenemBilde, im Besitze des Herrn Thomas Zuckerbecker. In St. Peters-burg: mehrere Brustbilder der Kaiserin Maria in Trauerflor,»ach Kaiser Pauls Tode; die ganze kaiserl. Familie auf einemWilde, in halber Lebensgröße; auch mehrere Brustbilder der Groß-fürstinnen, in dem Lustschloffe der Kaiserin in Paulowsky; dosBild des Kaisers Alexander, als Stifters der Universität zu Der-ivat, ganze Figur, in Lebensgröße, im Universitätsgebäude zu Dor-pat. In Dresden: Apollo, der den sterbenden Hyacinth in sei-nen Armen hält, Figuren in Lebensgoöße gemalt im Jahr rM-