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dern nach der Mythen- und Fabelwelt darzustellen. Ein Christus-kind auf- der Weltkugel, ein Viertel Lebensgröße, gemalt r8ii, istim Besitze des Herzogs von Anhalt-Vernburg; «ine ähnliche Dar-stellung in kleinern Verhältnissen, v. I. igrg-, ist in München beimHrn. Baron v. Freyberg. Zwei historische Gemälde, ein DrittelLebensgröße: die Heimsuchung, Maria bei Elisabeth, und Besuchder Elisabeth bei Maria und Joseph, mit den «andern Jesus undJohannes, fanden kürzlich in Dresden allgemeinen Beifall. Dieseeben so schön componirten als kunstreich und gefällig ausgeführtenBilder von den I. i8pz und 1814 befinden sich in den Zimmernder Herzogin von Anhalt-Bernburg zu Ballenstädt. Eine Ma-donna als Brustbild, ist im Besitze des Erbprinzen von Sachsen-Weimar. Eine (vortreffliche) Copie von der Madonna von Raphael(der sogenannte große Raphael, das Juwel der Dresdner Gallerte)in der Größe des Originals, gemalt 1807 und rZoZ; Moses aufdem Horeb vor dem brennenden Busche, Figuren halbe Lebensgr.,vom I. 1811. Ein Christuskopf, ein Johannes und eine Magda-lena, Werke der reinsten und innigsten Begeisterung, ebenfallsBrustbilder. Eine Madonna und als Gegenstück der Engel Ga-briel, Brustbilder. Eine Psyche, ein kleines sehr ausgeführtes Bild,mit einer blühenden Sensitiva, sind größtentheils in Dresden ge-malt. Diese Werke, so wie zwei kleine, ebenfalls sehr ausgeführteMadonnenbilder, mit dem Christuskinde, ein Amor in einem Ro-senstrauch«, der mit gespanntem Bogen zielt; eine Copie in derGröße des Kupferstichs von Dorigne nach Raphaels Lransfigura-tion im Pariser Museum, vom I. 1804, ein überas zart ausge-führtes inhaltreiches Bild, und-fünf Portraits von Göthe, Wie-land, Schiller, Herder, Böttiger u. a., die eben so schön als geist-voll Gemüth und Seele athmen, befinden sich noch im Besitze desKünstlers, so wie ein bedeutungsvolles, und in allen, auch denkleinsten Beiwerken, deutlich sich aussprechendes, allegorisches Bild,der Sieg des guten Princips über das Böse, in der Scene desEngels Michael, als Genius der verbündeten Mächte charakterisirt,und Satan als Napoleon auf den ersten Blick zu erkennen ist.Ueber diesen prophetischen Lyrannensturz, der schon im März 1814gemalt worden war, findet man eine geistvolle Beurtheilung in dendeutschen Blättern, so wie dieses berühmten Künstlers größereWerke überhaupt in dem Morgenblatte und in dem WeimarschenJournal für Literatur, Kunst, Luxus u. Mode, seit den I. 1806bis 1814, ausführlich angezeigt und gewürdigt worden sind. IdealeFormen, sinnvolle dichterische Composition, der weichste und innigsteAusdruck des innersten Lebens, künstlerische Darstellung, und einschönes Colorit zeichnen im Allgemeinen die Werke Gerhards vonKügelgen aus. Es ist schwer, die besten darunter zu nennen. Sei-ne Magdalena und sein Johannes möchten wol jedem Nachbildnerunerreichbar seyn. — Die Werke des Landschaft,nalers Karl vonKügelchen, welche er in Italien gemalt hat, befanden sich größ-tentheils in dem Besitze des seitdem verstorbenen Lord Bristol. Auchbefinden sich Gemälde von ihm und Zeichnungen in Sepia von ihmin Berlin und Riga; so wie in St. Petersburg in der Bilder-sammlung der Eremitage, in den Pallästen der Grafen Tolstoy,Gvlowkin und Narischkin, auch in der üval'schen Gemäldesamm-lung , und vorzüglich ip der Glowin'schen Sammlung in Wolsky.Ein großer, noch nicht geendigter Atlas von Zeichnungen und B>l-