Band 
Fünfter Band. Von I bis L.
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5v8 Lacedamon ^

weit, daß die Lacedämonier es wagten, unter dem Verwände, die ^Perser sollten bei einem etwaigen neuen Kriege keinen festen undhaltbaren Ort in Griechenland besitzen, Athen von der Aufbaumg -ihrer Mauern und der Befestigung des Piräus abhalten zu wollen.Themistokles, der die wahren Beweggründe dieser Anmaßung w«lkannte, täuschte Sparta durch eine List, welche jedoch den Unwillenund die Eifersucht dieses Staats gegen Athen noch immer mehrreizte. Hierzu kam noch, daß Pausanias Uebermuth und tyranni- !sches Betragen gegen die Bundesgenossen, das Mißtrauen aller jgriechischen Staaten gegen Sparta auf den höchsten Grad brachte.Die meisten Bundesgenossen fielen daher ab von Sparta, und un-terwarfen sich dem Oberbefehle der Athenienser. Sparta betruzsich hierbei mit einer Mäßigkeit, die nun wieder die Athenienser zueinem Uebermuthe reizte, der seinerseits nun auch die Verbündetenvon Athen abwendig machte, und sie wiederum den Spartanern zu-führte. Diese rüsteten sich jetzt insgeheim; Athen hingegen hob dasBundniß mit Sparta öffentlich und förmlich auf, und fing endlichdie Feindseligkeiten zuerst an. Run begann der pcloponneiische ^Krieg, dessen Lusgang Sparta auf den höchsten Gipfel der Machtund des Ansehens erhob, und Athen gänzlich demüthigte. Bald aber jwurde durch die Eifersucht zwischen Lysander und dem spartanischenKönige Pausanias die Revolution, welche Athen von den dreißigTyrannen befreiet?, glücklich zu Stande gebracht. Hierauf standendie Spartaner dem jüngeren Cyrus nachdrücklich gegen seinen Bru- ^der Artarcrrcs Mnemo» bei. Dem unglücklichen Ausgange dieserEmpörung folgte ein neuer Krieg zwischen Sparta und Artaxerres,welchen ersteres unter seinen Feldherrn Dcroyllidas uyd Agefllausmit einem Glücke führte, wodurch der persische Thron bis in seineGrundfeste erschüttert wurde. Aber was die Tapferkeit der Persernicht vermochte, das bewirkte ihre Politik. Durch ungeheure Be> ,stechungen hetzten sie Athen, Theben, Korinsh und einige pelopon-nesische Völker gegen Sparta auf, und erregten auf diese Weiseeinen Krieg gegen letzteres, der es nöthigte, den großen Agesilansnach Hause zu rufen. Dieser siegte auf seinem Rückmärsche bei Ko-ronaa über die Böotier; der atheniensische Feldherr Konon hingegenschlug die spartanische Flotte, unter ihrem Anführer Pisandcr, beiCindos, und eroberte fünfzig Galeeren. Dieser unter dem Namendes korinthischen oder böotischen bekannte Krieg dauerte acht Jahre,in welchem Sparta weniger glücklich war, Athen hingegen durchdie Siege seines Admirals Konon und dessen glückliche Unterneh-mungen an den spartanischen Küsten, und gegen einige Inseln imägaischen Meere, neuen Ruhm und einen bedeutenden Zuwachs sei-ner Macht erwarb. Sparta sandte nun den klugen Antalcidas anden König von Persien, um Frieden zu erhalten, und ihn von demWunde mit Athen abwendig zu machen. Da Athen selbst durch seinübermüthiges Betragen die Perser gegen sich aufgebracht hatte; sterreichte Antalcidas seinen Zweck, und schloß im I. 388 v. EhristGeburt den berühmten, nach ihm benannten Frieden, der für Per-sien freilich sehr vortheilhaft war, aber doch Sparta von seinenFeinden befreiete. Die unlautern und ehrgeizigen Absichten Spar-ta's bei Abschließung dieses Friedens zeigten sich bald: es fuhr fort,seine Bundesgenossen zu unterdrücken, und überall Zwietracht zuertegen, um nachher die richterliche Entscheidung sich anmaßen zukönnen. Außer mehreren von demselben verübten Gewaltthätigkeiten,