Laclos
Lacranz
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Diesen Aussagen zufolge sollte er, vor seiner Verbindung mit demHerzoge von Orlcans, es versucht haben, bei Monsieur (dem älte-sten Bruder des Königs) Zutritt zu erhalten, da ihm aber diesesmislungen, ein Vertrauter des Herzogs von Orleans geworden, inWeibcrtracht gehüllt, an die Spitze desjenigen Theils des Volks,welches das Schloß von Versailles gestürmt habe, getreten, und beidieser Gelegenheit, braun gekleidet, unter den Gruppen von Wer-dern , die von Paris kamen, gesehen worden seyn. Als die Folgendieses Tages den Herzog von Orleans zwangen, sich nach London zubegeben, begleitete ihn Laclos dahin, führte von dorther mit denAnhängern desselben den nöthigen Briefwechsel und gab dem Lo-touche die Mittel an die Hand, den Nachforschungen, welche dasCHLtelet in Betreff jener Ereignisse angestellt hatte, Einhalt zuthun, oder ihnen doch wenigstens auszuweichen. Im I. 1791 glänz-te er im Jacobinerclubb, wo er alles Mögliche anwandte, um ge-gen Ludwig XVI., nachdem dieser zu Varennes arretirt worden war,zu wirken, so wie er auch der Urheber desjenigen Auflaufs aufdem Marsfelde war, gegen welchen Lafayette seine Truppen mar-fchiren ließ. Nachdem er im folgenden Jahre zum Obristen der Ar-tillerie ernannt und Lucknern zum Rathe an die Seite gesetzt wor-den war, sah er sich in den Fall des Herzogs von Orleans, deri?gZ arretirt wurde, verwickelt und ins Gefängniß geworfen. In-dessen gelang es ihm, wie man sagt, durch eine klug angewandteGeschmeidigkeit sein Leben zu fristen und er entwarf aus seinem Ge-fängnisse die meisten Reden, welche Robespierre in dieser Zeit öf-fentlich hielt. Nach dem Sturze dieses Tyrannen erhielt er seineFreiheit wieder und wußte seine Laster und seine Schande in einegewisse Dunkelheit zu verbergen. In der Folge trat er wieder inDienst und ward unter der Consularregierung zum Gcneralinspectorder Artillerie bei der Armee zu Neapel ernannt. Er starb am S.Sept. igoZ zu Tarent und hinterließ einige Werke über dieKriegskunst. Laclos besaß übrigens große Liebenswürdigkeitim Umgänge und hatte um so mehr einen Weibervcrführer schildernkönnen, als er selbst sowol an Sitten, wie an Charakter, einemsolchen vollkommen ähnlich war. Seine Gestchtsbildung verrieth vie-len Geist, den er auch virklich besaß, ob er ihn gleich zur Schilde-rung der Laster und Schändlichkeiten einer gewissen Classe Menfchenangewandt hat, die nur Haß und Verachtung verdienen.
LLcrimä Christi (auf deutsch Christi Thränen) auch^chranenwein genannt, drr vorzüglichste unter den italienischenWeinen, von dunkelrothcr Farbe, wächst am Fuße des Vesuv beiNeapel. Der Name dieses Weins kömmt daher, weil er, ehe nochdie Trauben gepreßt werden, in Gestalt von Thränen aus der Kel-rer läuft. Auch auf mehrern griechischen Inseln wird eine Art»hranenwein gezogen.
. La r ranz (Lucius Cäcilius Firmianus Lactantius), einer deroeruhmtesten Lehrer der lateinischen Kirche. Sein Vaterland ist un-gewiß. Lange Zeit lebte er zu Rikomedien als Rhetor d. h. alsreyrer der Beredtsamkeit, bis er Cvnstantin dem Großen bekanntan seinen Hos rief und ihm die Unterweisungfesten Sohnes Crispus auftrug. Er starb um das I. S2S.zeichnen sich besonders durch eine lichtvolle und an-t,n ? 3 aus, und er ist wegen seiner reinen und bered-
Schrechart häufig der christliche Cicero genannt worden. Be-