522 Lady Lasare
sonders berühmt sind seine VII Bücher institniüonum äivinsrum.In der Ausgabe seiner Werke von le Brün (2 Thle. 1748. 4.) befin-det sich die Lebensbeschreibung Vcs Lactani. IV.
Lady (sprich Lädt) ist in England der gesetzmäßige Titel derGemahlin eines LordS, BaronetS oder Ritters. Den Töchtern der«selben kömmt eiaentlich nur der Titel Miß zu: indessen nennt manauch diese aus Höflichkeit Lady.
Laertes, einziger Sohn des Akrissus und der Ehalkomethusa,wohnte der kalsdonischen Jagd und dem Arzonautenzuge bei, und .heirathete nachher die Tochter des Autolykus, Euryklea, mit wel- lchsr er, außer mehrern Töchtern, einen einzigen Sohn, den Ulys-ses , zeugte. Er erreichte ein hohes Alter, und erlebte noch dirRückkehr seines Sohnes aus Troja, über dessen Abwesenheit er indie tiefste Trauer versunken war, sich aber bei seinem Anblicke der- igestalt wieder vergnügte, daß er noch an dem Kampfe gegen dieaufrührerischen Jthacenser Theil nehmen konnte.
Lasare (Charles-Auguste, Marquis de), auf dem SchlöffeValgorge im Bivarrois 1644 geboren, ward Gardecapitain beiMonsieur (dem ältesten Bruder des Königs) und nachher bei seinemSohne, dem nachmaligen Regent des Königreichs. Letzterer liebteihn besonders seiner heitern Laune und der Annehmlichkeit seinesCharakters wegen. Lafare's poetisches Talent entwickelte sich, nachVoltaire, erst in seinem basten Jahre, und zwar für die Frau vonCaylus, auf welche er seine ersten Werfe machte. Seine Poesleenverrathen eine gewisse angenehme Ungezwungenheit, eine liebens-würdige Nachlässigkeit: doch ist der Styl derselben oft incorrectund ohne Bestimmtheit. Ueberhaupt scheint er mehr vom Amorund vom Bacchus, als vom Apollo selbst begeistert worden zu seyn. ^Die Früchte seiner Muse sind in der Ausgabe von Saint-Marc denPoesicen des Abb« von Chaulieu, seines Freundes, angehangen. ^Diesem hatte Lasare unstreitig seinen Geschmack für jene leichteDichtungsart, so wie für eine gewisse epikuräische Nachlässigkeit, ^welch« sich in den meisten seiner Gedichte offenbart, zu verdanken.Diese beiden Männer waren übrigens ganz für einander gemacht:sie theilten dieselben Neigungen, denselben Hang zum Vergnügen,dieselbe Denkungsart und dasselbe Genie mit einander. Es herrschtein ihren Tugenden sowol, wie in ihren Fehlern, eine vollkommeneUebereinstimmung. Als der Marquis de Lasare 1712 gestorben war,schrieb der Abbä von Chaulieu an die Frau von Bouillon: „Lasareist nicht mehr: durch den Tod dieses zärtlichsten und treuestenFreundes hat der Schmerz meines Lebens den höchsten Grad er-reicht. Während 40 Jahren hat der Verstand eine Vereinigung ver-sucht und gebilligt,, welche einem unbewußten, zufälligen Hange ihreEntstehung zu verdanken hatte." Außer denP 0 esreen hat mannoch Memoiren und Betrachtungen über die vornehm-sten Ereignisse, welche sich unter der RegierungLudwigs XIV. zugetragen haben. Letztere sind wlt «>"Freimüthigkeit und Aufrichtigkeit geschrieben; doch scheint beides emwenig zu weit darin getrieben zu seyn. Denn Lasare, der rn semempersönlichen Umgänge die Nachsicht selbst war, hat dennoch m MBetrachtungen fast nichts weiter als eine Spottschrift geliefert, andem Hofe unzufrieden, verlebte er seine Zeit in Umgebungen,°sich ein Verdienst daraus machten, all« Schritte desselben,;» rase ^And eben diese Umgebungen machten aus einem liebenswürdigen