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Fünfter Band. Von I bis L.
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Z48 Landfriede

tigkeiten unter ihren Unterthanen auf dem Weg« Rechtens auszu-gleichen. Die Fürsten und Herren, eifersüchtig und argwöhnischgegen die Macht der Städte und erbittert über die Bündnisse der-selben, besonders da auch landsäßige Städte, oft, ohne ihre Unter-thanenpflicht vorzubehalten, dazu traten, schlössen ihrerseits eben-falls Bündnisse zum Schutz ihrer Gerechtsame, unter dem NamenGesellschaften, wie die Gesellschaft vorn Leuen, die vonTt. Wilhelm und St. Georg, die mit den Hörnern,nach ihren gewählten Wahrzeichen so genannt. Bisweilen tratenLiese Gesellschaften auch wohl mit den Städten in Bündnis, wiez. B. 1832 mit denen des schwäbischen Bundes auf ein und dreiViertel Jahr; aber diese unnatürlichen Verbindungen waren nie vonDauer. — König Wenzel, der die Fürsten fürchtete, soll es selbstgern gesehen haben, wenn die Städte, durch Bündnisse gestärkt,ein Gegengewicht gegen sie bildeten. Es schloffen, gegen die Frie-den störenden Edeln und zu Erhaltung ihrer Freiheit sund Rechte,sieben der vornehmsten Städte am Rhein im I. i 38 r einen solchenWund, der sich bald mit dem schwäbischen vereinigte, so daß diestädtische Conföderation in Jahresfrist auf ein und vierzig Städteanwuchs; bis zum I. 1834 übertraten ihr fast alle Städte inBayern, Franken, Schwaben und am Rhein bei. Der Bund wareigentlich stillschweigend gegen die Fürsten gerichtet; es wurden an-fangs gewisse Fürsten namentlich ausgenommen, aber bald dieseAusnahmen ausdrücklich wieder aufgehoben. Dennoch verbündetensich, auf kaiserl. Befehl, im I. 1Z84, viele Fürsten auf vier Jahrmit diesem Städtebunde, und 1Z87, wo er zu Mergcntheim aufeinige Jahre erneuert ward, fast alle, so daß durch die Allgemein-heit des Bündnisses der Friede, den es eigentlich nicht zumZwcckehatte, befördert wurde. So that Wenzel wohl eigentlich alles fürdie öffentliche Sicherheit, was er, nach der zügellose» Ungebunden-hcit damaliger Zeit, thun konnte. Bei allem dem sahen die Städteimmer ihr« Verbindung unter einander für enger an, als die mitden Fürsten, erneuerten jene oft und nahmen neue Städte auf,»hne Zuziehung dieser, so daß der Saame der Zwietracht unersticktblieb. Uebcrdieß erlaubten sich nicht nur die Fürsten immerfortwiderrechtliche Anmaßungen, sondern auch die Söldner der StädteUnordnungen und Gewaltthätigkeiten, die schlecht stimmten mitden friedlichen Absichten, welche die Städte vorgaben, wohinter sieaber oft nicht weniger Ehrgeiz und Habsucht, als den Fürsten zurLast siel, verbargen, übermüthig durch dre Starke ihres Bundes,zumal da König Wenzel 1837 den Städten besonders seinen Schuhgegen Jedermann, der sie kranken würde, versprach. Vornehmlicherbitterte die Fürsten der Beistand, den der schwäbische Bund iMden Schweizern gegen Herzog Leopold von Oesterreich leistete.brachen im I. i 388 offene Feindseligkeiten zwischen den Städtenund Fürsten aus. Der Krieg ward mit abwechselndem Glück ge-führt. König Wenzel nahm sich dabei anfangs der Städte Man, und erklärte sich öffentlich für sie; bald aber ließ her Unvc-ständige selbst seine Völker zum Färstenheere stoßen. Die Schorwurden durch Ucbermacht und die Unerschwinglichkeit der Kriegs-kosten gezwungen, nachzugeben. Der Bürgerkrieg in seiner furcht-barsten Gestalt hatte endlich den ernstlichen Wunsch nach Frtt"erregt. Es ward i 38 g der Landfriede zu Eger auf 6^richtet, wsdstr.ch Alle städtische, uyd, soferst die Städte zicht I

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