Band 
Fünfter Band. Von I bis L.
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Zös Landshut Landstanve

England über die französische Revolution erschienenen Schriften be-findet, machen jenen Pallast zu einem Gegenstände der öffentlichenWißbegierde. Als einziger Erbe von dem ungeheuern Vermöge»seines Großvaters, zeigte er sich stets als den großmüthigen Beschü-tzer der Gelehrten und Künstler.

Landshut, eine wohlgebaute Stadt in Niederbayern mit6000 Einwohnern,, wird durch die Jser, die in zwei Armen vor-beifliegt , zu einer Insel gemacht. Auf dem nächstgelegenen Bergeist das unbewohnte, ehemals feste Schloß Trausnitz befindlich,welches 1-4 Zimmer enthält, und jetzt zu einer Sternwarte be-stimmt ist, wo auch Herzog Friedrich von Oesterreich gefangen gesessenhat. In der Stadt selbst ist ein herzoglicher Wallast, der neueBau genannt, eine Landesregierung und das LandschaftShaus.Der Kirchthurm bei dem Collegiatstifte St, Martini ist einer derhöchsten in ganz Deutschland von 456 Fuß, und hat 6oz Stufen.Im I. 1302 wurde die Verlegung der Landesuniversität von Jn-golstadt nach Landshut bewerkstelliget, am 4. Iun. die feierlicheEinweihung derselben gehalten, lund ihr von ihrem zweiten Stif-ter der Name L u d w i g - M a r i m i l i a n s - U n i v erst t ä t bei-gelegt. Es befinden sich ungefähr 600 Studenten auf derselben.Die ehemaligen unverhältnißmäßig vielen Klöster in kandsbut,acht an der Zahl, sind zum Theil zum Besten der Universitätaufgehoben worden. Lands Hut, ein Schloß nebst Voigtei imCanton Bern. — Landshut, Stadt am Bober im schlesischenFürstenthume Echweidnitz mit 2966 Einwohnern und 4Z3 Häu-sern. Landshut (Lancut), Stadt in Gallicien, im Sam-borer Kreise an der ungarischen Grenze.

Landstände and deren Eintheilung in zwei, hernach i»drei Curien, waren die natürlichen Resultate des ältesten Ra-tinoalzustandes der germanischen Völker, besonders aber derer,die das nördliche Deutschland vom Rheine bis zur Elbe und Oderbewohnten, und die sämmtlich als Zweige des alten Stammes derLandsassen, welche zu Tacitus Zeiten, unter der Benennung Che-rusker, Bructerer, Angrivarier u. s. f., in der Geschichte ihreMollen spielen, zu betrachten sind. Des ehemaligen monarchischenFrankreichs Ltats-Zi-näraux und Schwedens Reichsstände in vierCurien sind Abarten jenes echt - deutschen Instituts, mit ihm je-doch aus einer Quelle entsprungen. Um historisch zu begreifen,wie .solche Stände, welche in keinem Lande bis auf unsere Zeitenals wahre Volksrepräsentanten zu betrachten sind, entstanden, ihreRechte erweiterten, wesentlichen Antheil an der Landesregierungerrangen, und in neuern Zeiten größtentheils durch die landes-herrliche Souveränität wieder unterdrückt wurden, bedarf cdhier nur einiger Grundzüge der alten Steuer- und Repräsenta-tionsverfaffung der deutschen Staaten. Tiefere Einsicht in dasWesen der alten Sandstände kann hier nichb gegeben «erden.Unsere ältesten Vorfahren und Ahnherren waren freie Männerund geborne Soldaten. Die Gesammtmasse der Nation bildeteein Ungeheuers, sich selbst ergänzendes Heer, wobei die natürliftVerfügung getroffen war, daß der in der Hcimath bleibende Theilder Nation, zur Unterhaltung und Verpflegung des im Felde be-henden Theils, das Erforderliche lieferte. Ließ ist die erste, ro-he, blos dem Zeit- und Kriegsbedürfnisse angepaßte Steuerver-sassung aller süd- und norddeutschen Völkerschaften. Sie bestand