Band 
Fünfter Band. Von I bis L.
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dieser Ort von dem andern entfernt liegt. Diese Stunde wirddann in Grade getheilt, wobei man i Win. für iZ nimmt. Nunbesteht aber die Schwierigkeit darin, auszuforschen, um wie vielder eine Ort früher Mittag hat, als der andere, oder, mit andernWorten, die gleichzeitigen Augenblicke an zwei verschiedenen Ortender Erde zu entdecken. Diese Streitigkeit ist bis jetzt durchausnoch nicht nach Wunsch gehoben worden. Für das feste Land hilftman sich in nicht zu weiten Entfernungen durch Signale mit Bom-ben, Raketen, Pulvercntzündungen und dergl.; allein bei großenEntfernungen, und besonders auf dem Meere, fallen diese Hülfs-mittel weg. Hier bleibt nichts übrig, als Zeichen oder Erscheinun-gen am Himmel auszusuchen, welche in einem und demselben Au-genblicke an verschiedenen und sehr von einander entfernten Ortender Erde gesehen werden. Hierzu sind vorzüglich der Anfang unddas Ende der Mondsfinsternisse, die Ein- und Austritte der Mvnds-flecken in und aus dem Erdschatten, und die Ein- und Austritteder Jupiters-Monde in den Schatten ihres Hauptplaneten brauch-bar. Diese Himmclsbegcbenheiten geben an zwei verschiedenen Or-ten der Erde , nach dem Augenblicke des Mittags betrachtet undmit einander verglichen, den Unterschied der Zeit, in welcher esan den beiden Orten Mittag ist. Aber auch Sonnenfinsternisse,Bedeckungen der Fixsterne von Planeten und die Durchgänge derWenuS und des Mercur durch die Sonnenscheibe dienen hierzu.Denn wenn auch diese Himmelsbcgebenhciten an jedem Orte nichtzu einerund ebenderselben Zeit sichtbar sind, so können sie dochdurch Berechnung leicht auf diejenige Zeit zurückgeführt werden,in welcher man sie vom Mittelpuncte der Erde in der Zeit einesjeden Orts beobachtet haben wurde. Nichts desto weniger sind allediese Mittel, die Längen der Oerter zu finden, selbst auf dem fe-sten Lande noch mit großen Schwierigkeiten verknüpft. Da nunaber die Schifffahrt unglaublich gewinnen würde, wenn man einsicheres Mittel kennte, die Meereslänge sicher und ohne große Schwie-rigkeit zu bestimmen; so haben alle schifffahrttreibende Nationenauf die Entdeckung eines solchen Mittels ansehnliche Preise gesetzt.Man hat dazu die Magnetnadel und deren Abweichung in Vor-schlag gebracht. Allein, alle andere Schwierigkeiten abgerechnet,steht der Anwendung derselben die große Ungewißheit entgegen, inwelcher sich noch jetzt die Theorie dieses Phänomens befindet. Ei-nen größer» Nutzen gewähren die Längenuhren oder Zeitmesser(Chronometer), deren man sich nun jetzt zu jenem Endzwecke be.dient. Ist z. B. eine solche Uhr in London nach der Sonne ge-stellt, und vergleicht man dann die Zeit der Uhr mit derjenigen,welche es auf dem Meere ist; so wird der Unterschied der Zeit, inwelcher jene Himmelserscheinungen sich auf bem Meere ereignen,>n Vergleichung mit der Zeit, in welcher sie zu London eintreffen,und welche letztere man natürlich schon vorher kennt,-die Länge des-^rts angeben. Soll nun aber das Mittel, durch Uhren die Mee-resränge zu erfahren, einigermaßen Genüge leisten; so begreiftman leicht, daß die Uhren selbst zu einem h'öhern Grade von Voll-kommenheit gebracht werden müssen, als es bisher der Fall gewe-sen ist. In unsern Zeiten sind nun auch wirklich mehrere Künstlerungemein weit in Bearbeitung derselben gekommen. Insbesonderehat Thomas Mudge eine dergleichen verfertigt, welche nach eineruebersahrt von vier Wochen die Länge von St. John bis auf 6