Band 
Fünfter Band. Von I bis L.
Seite
586
JPEG-Download
 

586 Lateran Latium

merkwürdig. An ihrem Portal sieht man den Balcon, von wo derPapst dem Volke den Segen ertheilt. Beim Hauptaltare darf mirder Papst Meffe lesen, denn in diesem Altare befinder sich ein alterhölzerner, an dem schon der Apostel Petrus Messe gelesen habenso«. In dieser Kirche sah man auch sonst die beiden Stüble vonrothem Marmor, welche in der Mitte des Sitzes eine Oesfnuuzhaben und nach der Sage zur Erforschung des Geschlechts der nni-erwahltcn Päpste gebraucht worden seyn sollen, aber wahrscheinlichin den Badern des Cavacalla, wo man sie vorfand, zu ganz an-drem Behufe gedient haben mögen. Noch jetzt nimmt jeder neuer-wählte Papst feierlich durch die Cavalcate (eine Proceffion zu Pferde)von dieser Kirche Besitz. Auf dem Lateranplatze steht übrigens nochin einer Kapelle, welche die Louis, -sots, eine Treppe von 28 Stu-fen, die aus dem Hause des Pilatus herrühren soll und auf der dieGläubigen knieend hinavfrutfchen, umschließt, und die vcm KaiserKonstantin erbaute Kapelle 8. 6iovsnni in tonte, deren Kuppelvon 8 porphyrnen Säulen getragen wird, welche für die schönste»in Rom gelten. L.

Laterne, s. Kuppel.

Latium, die Hauptprovinz des alten Italiens, war der Wohn-sitz der Lateiner. Die Grenzen desselben, welche sehr verschieden ge-wesen zu seyn scheinen, rechnet man gewöhnlich, aber vielleicht nochzu ausgedehnt, von der Tiber bis an "das Borgebirge Circeji (Mon-te Cirilli). Aber nach Strabo sollen.in diesem Iwischenraume, au-sser den Lateinern, noch die Rutuler, Volsker, Herniker und Ae-quer gewohnt haben: Der eigentliche Umfang Latiums zur Acit derErbauung Roms dürfte also höchstens zehn Meilen im Durchschnittegroß und dk« wirklichen Grenzen desselben westwärts die Tiber,nördlich der Anis, östlich der Berg Algidus und südlich die, hundertsechzig Stadien von Rom belegen« Stadt Ardea gewesen zu seyn. Inder Folge erstreckte sich Latium bis an den Fluß Liris (jetzt Gari-gliano); die Nord - und Oftgrcnzen aber blieben die nämlichen. 3 nden ältesten Zeiten traf man an der Küste, wenn man von der Ti-ber ausging, einen starken Lorbeerwald an, der sich bis an dieStadt Laurentum erstreckte. Nicht nur diese hatte davon den Na-men, sondern auch die ganze Gegend hieß davon ll-slireuciiius sgerund die Einwohner I-surentos. Dieser Wald soll noch zu den Zei-ten des Kaisers Commodus gestanden haben. Zwischen der Tiberund der Gtadt Laurentum hatte Acneas sein Lager aufgeschlagen,welches den Namen Troja führte. Oestlich von demselben, vier undzwanzig Stadien von der Tiber, lag die Stadt Laurentum; weirerhin traf man auf den kleinen Fluß Rumicus und aus den Quell derJuturna, und noch weiter östlich, eine halbe geographische Weilevom Meere, auf die Stadt Lavinium. Jenseits der Quelle desNumicus und der Juturna befand sich der Berg, auf welche«dreißig Jahre nach der Erbauung'von Lavinium, die Stadt Alb»Lonza gegründet wurde. Hinter derselben, gegen die Herniker zu,lag Aricia; weiter oberhalb im äußersten, nordöstlichsten WinkelLatiums, die Stadt Präneste; am nördlichen Ende desselben aberdie Scadt Libur, und zwischen diesen beiden Städten und Rom,Gabir und Lusculum. Alle diese Städte waren Colonieen vonAlba Longa. Die erste Colonie der Römer unter Ancus Martinswar Ostia, unterhalb Rom. Die Flüsse Latiums waren: die Tiber,der Liris, der Anio, Rumicus, Ufens, Amastnus und Almo. Der

Ufen

den

sen

Auß,

dene

tium

alba

Pati

des

und

Aun

schre

hen,

platz

irrte

Töt

Mee

schw

sich

best;

Litt

Äpo

vor

wor

auf

jagt

ihre

An

die

freu

mit

Als

trul

dem

neri

Qly

wir

rer

Stc

F-f

das

her;

lau

zunM idemein«lag««velSt«des