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Laugensalze
Laune
alle Arten von Werken verstanden, welche die Belagerer vor rimFestung auswerfen, um diese in ihre Gewalt zu bekommen. NLaufgraben eröffnen (ouvrir Iso trunoflses) bedeutet demnach ßviel, als solche Werke anzulegen beginnen. Der Marschall de N«i-ban (geb. i 6 ? 5 , gest. 1707) war der Erfinder derselben.
Laugensalze, s. Alkali.
Laune. Das Wort Laune, sagt Garve (Sammlung einiz»Abhandlungen, Leipz. 1802, B. 2. S. ag ff.), ist ohne Zweifel maltes deutsches Wort, welches wahrscheinlich von luwn herkommt,und auf solche Gemüthsstimmungen hinweiset, die entweder so wen-dclbar als der Mond sind, oder unter seinem Einflüsse stehen, willman sie sonst nicht zu erklären weiß. Daraus ergiebt sich die, mich glaube, älteste und allgemeinste Bedeutung des Worts Laune,nach weicheres eine zufällige, unerklärliche, eigensinnige und vor-übergehende Disposition des Gemüths in seinem denkenden sowol,als in seinem empfindenden Theile bedeutet. Denn sie ist zwei an-dern Arten der SeelenzustLnde und der Seelenthatigkeiten entgege»-gcsetzt, solchen, die sich aus bekannten Ursachen herleiten lassen, ratsolchen, die auf begreifliche oder sichtbare Endzwecke hinzielen. DieLaunen nun, eben weil man sie nicht zu erklären gewußt hat, >ve-der aus den wirkenden Ursachen, noch aus den Absichten haben all«Nationen außerordentlichen, gewöhnlich physischen Einflüssen zuge-schrieben : der Deutsche dem Mond; andere europäische Natiomdem Laufe oder der Beschaffenheit der Säfte; letztere haben ßedaher UnniorsZ genannt. Das französische lluinenr und das engli-sche fluinonr waren daher ursprünglich bei weitem nicht so sehr I»ihrer Bedeutung unterschieden, als sie es jetzt, besonders im ästhe-tischen Sinne sind. Beide zeigten nämlich eine eigene, dem Mai-schen nicht ganz gewöhnliche Stimmung des Gemüths an, die «dem Lause und der Beschaffenheit der Säfte, oder von einem llobermaaße der Trockenheit und Feuchtigkeit des Körpers, oder ««irgend einen in die Blutmaffe sich mischenden unbekannten Stoßabhinzen. In so fern waren also beide Wörter mit dem deutsch»Worte Laune auch gleichlautend, und noch jetzt werden beide i»gewissen Redensarten auf dieselbe Weise gebraucht. Ltrs äs boouesi äs NISUV-NSS bnrusur ist nicht mehr und nicht weniger aliiwohl- oder übellaunig seyn. ll'o bs in Zoc-ä or back lluniour ißim Englischen eine eben so geläufige Redensart. Die lluinori de!Italiener sagen etwas Aehnliches, und selbst llnnrorists, ist ih»e»nicht fremd. In der Folge haben beide Worte llunisur u. Inimour,absolut und ohne alles Beiwort gebraucht, eine sehr verschiedene Be-deutung erhalten, kknnienr für sich heißt immer üble Laune, odervielmehr Unwille, Anfall von Zorn; llumour hingegen wird in die-sem Falle mehr für die Stimmung zu einer gewissen Art des Scher-zes, zu sonderbaren, aber Loch belustigenden Einfallen, zu Auffin-dung des Lächerlichen an andern, oder zu einer naiven Darstelln»)seiner eigenen lächerlichen Seiten gehalten; Dinge, welche ohne ei-nen gewissen Frohsinn sicher auch mit etwas Schmerz oder Uebel-behagen vermischt, nicht bestehen können. Und vielleicht, MGarve hinzu, macht das Bittersüße in der Empfindung dieausdrückt, etwas von dem Eigenthümlichen humoristischer Einsaßaus. Bon der französischen stuinenr unterscheidet sich die deuhyeL a u n e darin , daß sie nicht bloß einen unangenehmen, verdrießli-ch,>n Zustand andeutet (l'Uuinsur, sagt Trudlet, vrt u» mal x»w
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