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Lärme 59 r
si^ue, cxui oco-isionne un rund inornl, und sonderbar ist es, daßdie Franzosen für die gute Laune keinen eigenen Ausdruck Habens,sondern die wandelbare Stimmung überhaupt, welche sichvon angenehmer oder unangenehmer Seite zeigen kann, je nachdemdie wirkenden Ursachen verschieden sind, oder den unwillkähn-lichen (unbewußten), regellosen Wechsel angenehmer undunangenehmer Gefühle und Stimmungen, ja selbst diedaher entspringende Unbeständigkeit der Meinungen un-dGesinnungen. Denn wer sich von den Gefühlen beherrschen läßt,ändert letztere leicht. Larus sagt daher: im allgemeinsten Sinnewürde Laune überhaupt das unwillkührliche Spiel -der noch unbe-stimmten Triebe seyn, sofern man sich ihm überläßt: dann das Ge-fühl, oder die Gemüthsftimmung, von welcher wir uns keinesGrundes bewußt sind. Wechsel ist zwar immer in den Gefühlen,aber zur Laune wird derselbe, zu einem unnatürlichen, derBesonnenheit und dem männlichen Charakter entgegengesetztenWechsel dadurch, daß er bloß leidentlich und ohne thätige Mitwir-kung erfolgt, daß die bestimmte und feste Richtung mangelt, unddaß er mehr oder minder plötzlich, ohne bestimmbare Uebergängeerscheint. Natürlich aber ist die Laune noch im Kinde, so langedie Periode des unbestimmten Lebens und Träumens dauert, unddas Kind sich jenem Spiele der Kräfte leidend überlassen muß. DieHerrschaft der Laune kann so weit gehen, daß man sich oft über sichselbst ärgert, und doch der Laune folgt, dieß trifft aber vorzüg-lich nur die üble Laune, weil der Mensch in den Zustanden derLust sich immer freier und thätiger zu verhalten pflegt. Man unter-scheidet aber im Deutschen die gute Laune von der üblen nicht.nurdurch den Beisatz, sondern besitzt auch in dem Beiworte zur Be-zeichnung dieser Verschiedenheit verschiedene Beugungen, nämlich dieAusdrücke launig und launisch, welche man von denen ge-braucht, bei welchen diese Zustände herrschend sind. Je nachdemman in einem dieser Zustände ist, sieht man die Gegenstände ver-schieden an, fühlt anders bei ihnen, urtheilt anders über sie, mil-der oder schärfer, heiterer oder düsterer. Der Uebelgelaunte deutetalle Gegenstände übel, und wird dadurch sich selbst und andern lä-stig. Die üble Laune ist daher nicht für die Gesellschaft. Der Lau-nische läßt sich von einer Empfindung beherrschen, die keinen ob-lectiven Grund hat, oder bei der er sich wenigstens eines solchennicht bewußt ist. Er iü mürrisch und beträgt sich auch gegen denunschuldigsten Gegenstand gerade so, als wenn seine unangenehmeEmpfindung durch diesen bewirkt wäre. Ein solcher Gemüthszustandkann durch die Einbildungen erzeugt werden, die sich mit einem Ge-genstände vergesellschaftet haben, von denen die meisten dunkel blei-ben. Die böse Laune, besonders in so fern sie herrschend ist, heißtbei den Engländern der Spleen. Die gute, heitere Laune, derLuke Humor, ist die subjective Stimmung, die Dinge lächerlich oderbelustigend zu finden. Wer sie hat, heißt gutgelaunt, und inwem sie herrschend ist, launig; daher redet man auch von lau ->ngem Wesen, launiger M a nicr. Sie ist dem nothwendig,welcher sich der kpmischen Darstellung widmet, und gehört in so fernzu dem komischen Talent. Sie ist ferner zwar bei demAchter und Darsteller mehr willkührlich, indem dieser seine Stim-mung zu seinem Zwecke zu beherrschen fähig seyn muß, um einfreies und harmonisches Product der Kunst auszustellen, aber keines-