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nebst dem Ende des Magens und des Pankreas, oder der Bauch-speicheldrüse; hinten die mit der rechten Niere zusammengeheftetenNebennieren. Ihr Gewicht beträgt in einem gesunden Menschen- bis S Pfund, und ihre Bestimmung ist, nach völlig entschiedenerUntersuchung, durchaus keine andere, als die Galle aus dem Bluteabzusondern.
Leberreimc find zweizeilige deutsche Sinngedichte, in wel-chen die erste Zeile stets mit den Worten anfängt: die Leber istvom Hecht und nicht von einem — hier wird ein Thier ge-nannt, auf dessen Namen dann die folgende Zeile reimen muß.Diese Reime, welche von Schävius erfunden und ehemals beiöffentlichen Gastereien, sobald der Hecht aufgetragen war, beson-ders in Sachsen sehr beliebt gewesen sind, werden jetzt nicht mehrbeachtet.
Loch (Leg, in Schmelzhütten) ist dasjenige, was sich oben alsschwarzes Kupfer angesetzt hat und noch Metall enthält.
Leda, nach einigen des Thastius, eines Königs von?(etolien,oder nach andern des Glaucus und der Laophonte oder LeukippeTochter, heirathete den spartanischen König Tyndareus, mit wel-chem sie die Lunandra, Clytamnestra und Philinon (Phililonon)zeugte. Jupiter liebte sie und verwandelte sich, um zu ihrem Be-sitze zu gelangen, in einen Schwan, oder nach andern in eineGans, in welcher Gestalt man ihn auch auf einem HerkulanischenGemälde mit ihr abgebildet findet. Er zeugte den Pollux und dieHelena mit ihr und Tyndareus in der folgenden Nacht den Castor.Nach andern Schriftstellern verwandelte sie Jupiter erst in eineGans, sich selbst aber in einen Schwan; woher es kam, daß Ledaein Ei gebahr, aus welchem Pollux und Helena hervorgingen.Noch nach andern verwandelte sich Jupiter bloß in einen Schwan,ließ sich dann von der Venus in der Gestalt eines Adlers verfol-gen und nahm seine Zuflucht in Lcda's Schooße. Während einestiefen Schlafes, welcher sie in diesem Augenblicke befiel, gelangteer zum Genusse ihrer Reize. Wieder andere meinen, die Nemesissey es gewesen, welche Jupiter auf die angezeigte Weise überlistetynd darauf das Ei, welches diese geboren, durch den Mercur derLeda habe überbringen lassen, welche letztere es sorgfältig aufge-hoben, bis endlich die Helena daraus hervorgekommen sey. End-lich soll Leda zwei Eier geboren haben, eins, vom Jupiter und«ins vom Tyndareus, aus jenem Pollux und Helena, und ausdiesem Castor und Clytämnestra entstanden seyn. Unter diesen ver-schiedenen Sagen hat diejenige das Uebergewicht behalten, nach wel-cher Jupiter als Schwan den Castor und Pollux mit der Ledazeugte. Diese werden nach Tyndareus, dem Gemahle der Leda,Tyndariden, und nach Jupiter, ihrem wahren Vater, Dioscurengenannt. Kein Gegenstand der alten Mythologie ist von den Künst-lern mit so vieler Vorliebe behandelt worden, als Leda mit demSchwane: man zählt 58 besondere Vorstellungen von demselben.Es scheint, als habe diese Mythe den Künstlern, die Hch die Dar-stellung der physischen Liebe znm Vorwurf ihres Werks gemachthatten, zur besondern Verhüllung, und zugleich auch zur Andeu-tung ihrer Idee gedient und sey deshalb so oft und unter so ver-schiedenen Gestalten von ihnen bearbeitet worden. Ein Schwanim Schosse eines Mädchens beleidigte das jungfräuliche Auge beiweitem nicht so sehr, als ein Mann an eben der Stelle; die Keujch-