Band 
Fünfter Band. Von I bis L.
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Leipzig 649

kripzig an diesem Sonntage die Waffen. Hinter Eutribsch, eineBiertclmeile von Leipzig, ließ sich jedoch eine Linie französische«Fußvocks und am rechten Flügel desselben Arrighi mit seinen leich-ten Reitern sehen. Sofort ließ Langer»» den Generallieut. Wa-siltschikof, mit Kosacke» und 4 Reiter-Regimentern zwischen Eu-tühsck und Schönfeld vorbrechen. Die warfen stracks den Arrighiüber den Haufen, nahmen ihm Z Kanonen und jagten seine Rei-ter hinter dem Fußvolke weg zur Stadt hinein, an deren Thorennoch viele niedergehauen wurden. Das Fußvolk war stehen geblie.den und feuerte nach allen Seiten als die tapfernRuffen denselbenStrich bei ihm vorbei mit der Beute zurückkehrte». Daran kehr-ten sich jedoch die Russen nicht, sondern machten sogar Miene auchauf das Fußvolk loszustürzen Dieses wandte um und zog übendis Partha, während gegen Abend Bennigsen zu Naunhvf, ein«Meile vom Schlachtfelde eintraf und sich dem rechten, Flügel desschwarzenbergschcn Heers anschloß; Carl Johann aber bei Lauchs,fünf Biertelmcilen von Leipzig erschien, und mit seine» Schaarenin den leeren Raum zwischen Blücher und Bennigsen rückte. —Alsder Morgen des ewig denkwürdigen 13. Octobers grauete, hatteNapoleon zwar seine beiden Flügel zurückgenommen» aber den El-sterwinker jenseits Leipzig hielt er durch eine starke Vorhuth be-setzt. Leipzig und dessen nächste Umgebungen waren also sein festerinhaltschwerer Mittelpunkt. Der rechte F ügel erstreckte sich vonda unter Ney's Oberbefehl, längs der Partha gegen Tauchn hin;der linke vom connewitzer Kirchhofe über Probstheide hinaus-Beide trafen senkrecht auf die Schenkel des Elstsrwinkels. Nurscheint Napoleon bei dieser Anordnung nicht gewußt zu haben, daßBennigsen, Carl Johann und Colloredo beim verbündeten Heerebereits eingetroffen waren. Dieses hatte folgend« Stellung: CarlJohann, dem das Langeronsche Corps jetzt mit untergeben ward,schloß sich rechts au Blüchers, links an Bennigsens Schaaren. Letzte-rer stand in Verbindung mit der Hauptarme«, deren rechter Flü-gel gegen Probstheide, der linke aber gegen Connewitz ausgedehntwar. Schwarzenbergs kluger Plan war: des Feindes beide Flü-gel gegen einander zu werfen, dann das Ganze in Leipzig, wohinalle Heerhaufen der Verbündeten concentrisch vordrangen, hineinzu werfen. Der Angriff erfolgte zwischen s und ro Uhr Bormit-tags. In 3 Hecrssäulen drangen Schwarzenberge Schaaren »or.Die äußerste rechte unter Bennigsen und Klenau von Sejfertsheimgegen Holzhausen; die zweite unter Wittgenstcin und Kleist mitden russischen und preußischen Garden zur Nachhülfe, von Gossagegen die Höhen von Wachst»; die dritte unter Bianchi, Weiffen-woif, Alvys Lichtenstein und Rostitz auf der Vergebene zwischenDösen und Lößnig. — Nach einer heftigen Kanonade kam es beiProbstheide und Connewitz bald zu mörderischen Gefechten: hievmit Joachim Murat, dort mit dem zum französ. Marschall gesternernannten Pomatowsky. Um bei Probstheide obzusiegen, verstärkteNapoleon die Schaaren Murats bis zur Furchtbarkeit; aber wäh-rend dort der Tod in lausend gräßlichen Gestalten wüthete, warMacdonald schon überflügelt und im harten Andrang« genöthigtworden, sich hinter Stötteritz zurückzuziehen. Unterdessen erschienCarl Johann bei Paunsdorf, und Blücher ging gleichzeitig überdie Partha. Das war die Krisis. Zwar that Napoleon alles,was in seinen Kräften stand, den einbrechenden Strom abzudäm-