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«ückkehrt«, nachdem er seine Absicht erreicht hatte. Bon seinen Le-iensvmständen hat man, außer den angeführten, wenig gewisse Nach.richten. Au den ungewissen gehört, daß er der Lehrer des nachma-ligen Kaisers Claudius gewesen sey, daß er sich oft zu Neapel auf-gehalten habe u. s. w. Augustu« nannte ihn den Pompejaner,weil er den Pompeju« in seiner Geschichte so sehr erhoben hatte;dennoch genoß er des beständigen Schutzes des Kaiser« bis an dessenTod. Suidas meint, Liviu« habe während feines Lebens den ihmfür seine Geschichte gebührenden Ruhm noch nicht genossen; sondernman habe ihm erst nach dessen Tode Gerechtigkeit wiederfahrenlassen. Im fünfzehnten Jahrhunderte wollte man zu Padua seinenkeichnam aufgefunden haben; man setzte ihn daselbst bei und er-richtete ihm ein prächtige« Denkmal. Der neapolitanische KönigAlphonsuS schätzte sich glücklich, als er im I. 14S1 von den Padua-nern dep vermeintlichen rechten Arm des Leichnams, mit welchemer seine Geschichte geschrieben hatte, empfangen zu haben glaubte.Zn diesem Werke fangen die Begebenheiten von der Ankunft desLenea« in Italien an, und gehen bis zum Jahre der Stadt 744fort. Die Schreibart des Werks ist pragmatisch, in einem zierli-chen , erhabenen, rednerischen Style. Doch wirft ihm Quinctilian,so sehr er ihn auch lobt, Provinzialismen von Padua vor. SeineGeschichte bestand eigentlich au« 140, oder 142 Büchern, von denenwir aber nur noch die zehn ersten Bücher, dann da« aaste bis chSsteRuch (oder die erste, dritte und vierte Decade, und von der fünf-ten die Hälfte) übrig haben, welche nach und nach zusammengebrachtwurden. In den ersten zehn Büchern geht die Geschichte bis zumJahre der Stadt 4L0; und das Liste bis gLste Buch handelt denzweiten panischen Krieg (Jahr der Stadt 536 ) bis zum Jahre 586ab. Das ganze Werk wurde wahrscheinlich wegen feiner Größestückweise abgeschrieben, und von den Abschreibern vermuthlich inDecaden abgetheilt. Daher läßt es sich erklären, warum einige vonden Büchern verloren gegangen sind. Bis jetzt scheint es noch im-mer , als ob das Verlorene nicht wieder aufgefunden werden dürfte.Zwar entdeckte Bruns 177- bei seinem Bariantensammeln durch Au-sall , in einem pfälzischen Codex im Vatican, ein Fragment vomS-sten Buche; aber es ist nicht sehr beträchtlich. Es wurde sogleichin Rom durch den Druck bekannt gemacht, und zu Leipzig 177Znachgedruckt. Ludwig XIV. von Frankreich schloß mit einem grie-chischen Kaufmann, der einen aus einer Feuersbrunst zu Constanti-nopel geretteten ganzen Livius zu liefern versprach, «inen Handelauf 5 o,vvo Thaler. Allein die wirkliche Lieferung erfolgte nicht.Der König wandte sich nun durch den Gesandten Feriol an diePforte, und versprach dem Bibliothekar 100,000 Thaler zur Beloh-nung, wenn er den ganzen Livius,herbeischaffen würde. Allein auchdieß Projekt scheiterte, entweder weil der Bibliothekar nichts fand,«der aus Furcht feinen Kopf zu verlieren , nichts finden wollte.Auch der Troßherzog von Florenz bot zu gleicher Zeit demjenigenSooo Piaster, der einen vollständigen Livius entdecken würde. Aberauch diese Bemühungen sind bis jetzt fruchtlos gewesen. Es istübrigens nicht unwahrscheinlich, daß in einer der alten Bibliothe-ken der griechischen Kaiser zu Constantinopel, wirklich eine oder meh-rere vollständige Abschriften des Livius vorhanden seyn dürften.Won dem ganzen Werke haben wir noch eine Jnhaltsanzeige, dieman theils dem Livius selbst, theils dem Florns beilegt, und welche