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Logau
Logik
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dichte enthielt und 2 Alphabete und ,6 Bogen in 8. beträgt. Lo-za», als ein Zeitvcrwandter Opitzens, trat in die Fußstapfen die-ses seines großen Vorgängers und verräth öfters dre EnergieMd den körnigten Ausdruck desselben. Wer indessen, wie Logau,die Epigramme zu Lausenden schreibt, dem muß manches Mittel-mäßige, ja Schlechte mitunter laufen. Und so findet man bei ihmin der Lhat eine solche Menge des gänzlich Mislungenen, daß imMhfalle Beispiele des Verfehlten aus ihm entlehnt werden könn-ten. Viele seiner' Epigramme zeugen jedoch von origineller undglücklicher Erfindung, und find eben so schön gesagt, als gedacht,llebrigens treten Logau's Epigramme um desto merkwürdiger inder Geschichte unserer satirischen Poesie auf, je sparsamer dieseGattung von den Deutschen bearbeitet worden ist. Der Ueber-maß des Schlechten, welcher sich in den Logau'schen Epigrammenüberwiegend zeigte, war vermuthlich Schuld, daß er sich bereitswährend seines Lebens von seines, Zeitgenossen vergessen sah.Erst Ramlcr und Lessing, die 175g eine Auswahl seiner Epigram-me veranstalteten, zogen aufs neue die Ausmersamkeit auf ihn.Nach Lessings Tode gab Ramler 1791 diese Auswahl zum zweitenWale heraus. Logau starb zu Liegnitz am r 5 . Jul. 1655 in ei-aem Alter von b, Jahren.
Logik. Unter diesem abgekürzten griechischen Namen (ei-gentlich nämlich wird fast allgemein die Wissen-
schaft von den Gesetzen des Denkens und der richti-ge Gedankenverbindung verstanden, obgleich ungewiß ist,ob dieser Name zunächst vom Denken, oder von der Sprache(denn beide Bedeutungen hat. das Wort >0704) herzuleiten sey.3 mDeutschen hat man dieser Wissenschaft auch den Namen Dcnk-lehre oder Verstandeslehre gegeben, weil hier die Rede«on einer wissenschaftlichen Darstellung derjenigen Gesetze ist, wel-che der Verstand bei allem Denken befolgen muß (daher logischeGesetze), cs habe übrigens einen noch so verschiedenen Gegenstandund Inhalt, und ohne deren Befolgung keine Wahrheit für unsMöglich ist. Hierin liegt hauptsächlich der Werth der Logik, nichtimmer der Canon (d. h. eine Richtschnur) für den praktischenVerstandes-Gebrauch, sondern auch eine BorbereitungS - Wissen-schaft für alle andere Wissenschaften, namentlich zur Philosophiezu seyn, jpdem sie (gleichsam ein Organon der Wissenschaft, oderAllgemeine Instrumental-Wissenschaft) die Anleitung enthält, wieüde Erkenntniß wissenschaftlichen Zusammenhang erhalten und zurWissenschaft werden soll, und die Erfordernisse des wissenschaftli-chen Zusammenhangs zur Bildung uud Beurtheilung jedes wiffen-lchaftlichcn Dsnkganzen aufstellt; denn die Gesetze des Denkensstnd zugleich die Gesetze der Wissenschaft und ihrer Anordnung.3 n Wiefern aber die logischen Gesetze nur die abstrakte Formunserer Erkenntniß bestimmen, keinesweges aber Anweisung gebenkönnen, wie man den Stoff der Erkenntniß erlange, und sich derwahren Einsicht in die Dinge bemächtige (womit es die eigent-liche Philosophie zu thun hat), in sofern hat man die Logik vonder eigentlichen Philosophie neuerdings gesondert, oder formelleWissenschaft Formalphiloiophie genannt. Rennt man jedoch einephilosophische Wissenschaft diejenige, Leren Erkenntnißkein Gegenstand der Erfahrung, sondern aus der Vernunft selbstgeschöpft ist, so ist die Logik ursprünglich eine solche, denn die Ge-