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machte Soubon beinahe 10.von Gefangene, worunter der Ehef und2 andere Generale und a;o Obercffiziere waren, und erdeutere dasganze Lager. Die Oesterreicher verloren gegen Zooo Mann. Fou-quet, ob ihn, gleich der König diese Niederlage verzieh, und ihn so-gar mit dem Sparkanerkönig Leonidas verglich, fühlte sich buchdurch Londons Sieg so sehr gekränkt, daß ihn der König späterhinauf keine Weise bewegen konnte, auch nur ein einziges Mal aufeiner Wachtvarade zu erscheinen. Einen Monat später sühnteLondon seinen Plan, Glatz zu erobern, glücklich und zwar mit «ei-nem unbedeutenden eigenen Verluste aus. Friedrich, der dusseSchreckensgeichichre vor Dresden erfuhr, konnte sich die Möglichkeitdieser ^roberung nicht anders erklären, als in sofern er sie, uudzwar ganz ohne Grund, für eine Folge eine- Einverständnisses mitden Jesuiten und Pfaffen erklärte. KaMnitz sandte die Nachrichtvon dieser glücklichen Unternehmung sogleich an die Kaiserin madschloß sein Schreiben mit den Worten: „Gott erhalte Eurer Ma-jestät ihren Josua." Sie antwortete: ,.Da« ist der schönste Wunsch,den Sie für mich thun können." Ais hierauf Daun am ig. Aug.die Preußen anzugreifen beschlossen hatte, und Lvudon zu demEnde die Höhen bei Pfaffendorf besetzen sollte, um dem Feinde denRückzug abzuschneidenj so erstaunte dieser nicht wenig, als er nacheinem nächtlichen Marsche, den König selbst mit seiner Armee aufdiesen Höhen traf. Er that alles, was ihm die Klugheit in einerso verzweifelten Lage an die Hand gab» und führte seine Truppenin guter Ordnung zurück, ob er gleich dem stärksten preußischenFeuer ausgesetzt war. Um 5 Uhr Morgens war die Schlacht schongeendet, die die Oesterreicher 6000 Gefangene, Todte nebst vielen Ka-nonen kostete. Dauns Verfahren bei diesem Treffen wird stetszweideutig bleiben. Lvudon, von dem man behauptet, daß er hiergeflissentlich den Tod suchte, ward von seinem Hofe als völligschuldlos an diesem Unglücke anerkannt. Im folgenden Feldzuge1761 crhi'lt London wiederum da« Commandv über die aus 60.000Mann bestehende Armee in Schlesien und zwar dieses Mal ohneEinschränkung, so daß er nicht von Dauns Obercommando abhän-gen sollte. Seine merkwürdigste Unternehmung in diesem Feldzugewar die am Zc>. Gept. erfolgte Eroberung von Schweidnitz, welcheohne Kapitulation nsbst 5776 Gefangenen, 114 Offizieren Lii Ka-nonen und mir Magazinen aller Art in Londons Hände fielen.Obgleich der Sturm ohne Befehl des Kriegsraths unternommenworden war, so beehrte Maria Theresia den Eroberer doch mit ei-nem gnädigen Schreiben, schickte ihr Bildniß und zwei Kästchenmit Kleinodien, um sie unter die tapfern Offiziere zu vertheilen.London selbst kam am 2. Febr. 1762 in Wien an, wo er sowol vomHofe, als von der Sradt mit lautem Jubel empfangen wurde.Es setzt in Erstaune», wenn man liefet, daß es koudon nur demSchutze des Kaisers Franz und des Fürsten Wenzel von LiLtcnsteinzu verdanken hatte, wenn er wegen der eigenmächtigen Unterneh-mung auf Schweidnitz nicht vor ein Kriegsgericht gestellt wurde.Jetzt stand überhaupt London auf einer Glücksstufe, wo er vonganz Europa als die größte Stütze von Thercsiens Throne betrach,-tet wurde, und es auch im eigcntlichen Verstände wirklich war,.Endlich dachte man im I 1762 ernstlich auf den Frieden, undLondon fand keine Gelegenheit mehr, in diesem Jahre etwas Vor-zügliches zu unternehme», bis endlich am 15. Febr. 1.7K diesem