Ludwig's XV. Zeitalter
recht« uH zu bewegen, daß er Ncwton's Meinung von dev Gestalt derrthei Erde durch eine im hohen Norden und unter dem Aegnator un-ranb terternommene Gradmessung, seit den I. 175Z und >736, prüfendurä ließ, und Eaffini's Karte von Frankreich unterstützte. Schnell(vo« hintereinander traten jetzt seit 1749 Büfson, I. I. Rous-dcn seau, Dider 0 t, D'A lembert, Düclos/Condillac undldunz Helvetius in die Reihe der großen Schriftsteller Frankreichs,
deß« Die größten Reibungen in der öffentlichen Meinung veranlaßte dasLud: Unternehmen des Uistiounnirs enc^olopöäi^us von Diderot undisinns D'Llembert, gegen das sich die Geistlichkeit, die Jesuiten und dieurchd Minister erhoben; und von dem Werke des'H. Helvetius äsglück: IVsprit sagt H. v. Malesherbes, daß es eben so viel Aufsehen«ioriS- als die Encyklopädie gemacht habe. Die Frauen nahmen mitichk« großer Lebhaftigkeit an dem Privatkampfe der.Philosophen An-reichS theil. Es bildeten sich Lnreaux ä'esprit; u.nd aus den philoso-ichzci- phischen Zirkeln beim Baron. Holbach und bei.Helvetius gingenscheu: inehrere materialistische und atheistische Schriften hervor, vvrzüg-hende lich in den Jahren von 1768 bis 1770. Das berühmteste darunter
» die ist das L^stdms äs In naturs, für dessen Verfasser. der Baron
-elte, «an Holbach gehalten wird. Die Religion wurde am frechsten«stam angegriffen von La Methric, D'Argens; dem Adbö das ein Prades, die sämmtlich aus Frankreich verbannt bei Friedrich II.bliche Schutz, und deren Meinungen um desto leichter in Frankreich Ein-
Vev gang fanden, da hier die Lugend selbst den Meisten nichts als ein
Er: bsureux cnlcnl war. Die Verbannungsurcheile der Sorbonne
n ih: erregten nur mehr Widerstand: und die Frivolität des Zeitgeistesfigeu nahm die kühnsten und glänzendsten Irrthümer am liebsten insteile Schutz, wenn das Talent des Witzes sie vortrug. Keine SchriftXV. aber war für die öffentliche Sittlichkeit verderblicher, als Voltai-iltur re's pnnellö, ein geistvolles Gedicht, welches nur der unsauber?
von Geist der Zeiten der Regentschaft seinem Berfasser einhauchenslgte konnte. Doch arbeiteten wackere Männer, wie Lürgot, Ma-
Car: lesherbes, nicht ohne Beifall diesem Verderben entgegen, und
: gab retteten die Ehre der gesunden Vernunft. Dahingehören vor-
pom- jäglich Düclos's Oonsiäörnrioiis rur les inoenrs, von denen Lud-und «ig XV. selbst sagte: sie sind das Werk eines Ehrenmannes,
htig- Thomas, Marmontel und La Harpe erklärten sich laut
tion, gegen den Atheismus. Aber die Angriffe auf die ,christliche Reli-
stol- , gion gelangen vorzüglich -em Witze Voltaire's, da der Nüc demir ^ Ehoiseul, um alle Stämmen gegen die Jesuiten für sich zu haben,dwig der Phiolophen und besonders des Verfassers des Uictisunair»ichtel 1 sich annahm. Den heftigsten Zorn der Antiphilo-
inker sophen reizte gegen sich Rousse.qn ihurch segnen Emil. Jesutendem und Jansenistcn vereinigten sich-gegen ihn; und er mußte ungeach»ciade tet der allgemeine» Begeisterung, die ihn schützte, Frankreich ver-miet lasten. Diese wenigen Allste können hinreichen, um sich einen Be-oeine griff von dein revolutionären Geiste des Zeitalter? Ludwigs XV.fent- , zu machen. Die öffentliche Meinung in Frankreich war längst«r et i im Zustande wilden Aufruhrs , ehe die durch Ludwigs XV, ver-wie ^ ächtliche Regierung vernichtete Ach sang füx., den Mouarche»,and: ^ die durch sein Beispiel verdorbene Morgs hes Vosks, und dieall- durch seine Verschwendungen zerrüttete Staatskraft, den Lusbruchden ^ der Revolution selbst u.n» den .Umsturz des entweihten Throne-,KL: herbeiführten. . . . L.
«ouv.tLex. (N.Auff.) V. Z Z