Band 
Sechster Band. M und N.
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Madrid 19

>k» Stadt liegende Gebiet, Dshagir genannt, dann die nördlichen,n- Circars, außerdem noch einige zerstreute Festungen längs der Küste,er als-Cuddalor, Negapatam, das einst den HVUänbcrn gehörte, undu'e seit 17Y2 und yy beträchtliche Stücken Landes, die dem Tippo Saib

ich abgenommen wurden. Ohne diese zu rechnen, betragen die jährli-

chen Einkünfte 1,070,000 Pfund Sterling, wovon aber nach Abzugrs des nöthigen Aufwandes nur 850,000 Pfund übrig bleiben. Ihr

'er gehorchte unter dem Namen eines Bundesgenossen der Nabob von

gs Carnatik oder Arcot, dessen Länder die Engländer jetzt auch in un-

lt. mittelbaren Mesitz genommen haben, so daß die Besitzungen von

en Madras sich längs der ganzen Ostküste der indischen Halbinsel

el, erstrecken.

gt Madrid. Die durch die Ereignisse unserer Tage noch merk-V- würdiger gewordene Hauptstadt des spanischen Reichs liegt auf

'.i- mehreren Hügeln erbaut, in dem Königreiche Neu-Castilien an den

Ufern des Manzanares, und enthält eine Bevölkerung von mehr als100,000 Einwohnern. Das äußere Ansehen Madrids sticht jedochiy gar sehr gegen die blendende Pracht anderer Residenzstädte ab, under der Anblick desselben entspricht durchaus den Erwartungen nicht, diet- der Reisende von einer Stadt hegt, die so lange der Sitz des mäch-uf tigsten Hofes von Europa war und der Mittelpunkt aller Schätzelr. der neuen'Welt. Alles hat hier dagegen einen Charakter des Alter-n- thums und der Schwerfälligkeit, der, mit dem altväterischen Costumend des Volkes zusammengenommen, sonderbar ausfällt. Die Unreinlich-). kcit, über die sonst sehr geklagt ward, hat jedoch in neuern Zeiten:«t etwas abgenommen, die Stadt ist des Nachts erleuchtet und die»l Straßen, sind ziemlich gut gepflastert. Die Menge der Kirchen und<t Klöstsr darf-in der Hauptstadt des religiösen Spaniens nicht auf-er fallen. Unter verschleimen königlichen Palästen sind das Escurialund der Buen-Retiro auch durch die Geschichte der neuern Ereignisse>r. wieder bekannt geworden. Unter den verschiedenen öffentlicheni» Plätzen der Stadt ist derjenige, welcher den Namen des Sonn-nthors,ld Puerta delSol, führt, obgleich einer der kleinsten und unregelmäßig-sten von allen, in unsern Lagen vorzüglich dadurch berühmt gemor-st» -den, daß er der gewöhnliche Sammelplatz von Neuigkcitskrämernh- und Mißvergnügten war, von wo aus hauptsächlich die vielen mäh-st- ren und falschen Gerüchte und Nachrichten verbreitet wurden, dirst« auf die Stimmung des Volks so entscheidend einwirkten. Mehrereer Akademien und öffentliche Institute finden sich gleichfalls in derst Hauptstadt des spanischen Reichs. Seit der Regierung Philippsm H. war Madrid der gewöhnliche Aufenthalt der Könige vont. Spanien, welche sich abwechselnd in der Stadt selbst und in dem» nahe gelegnen Schlosse von Aranjuez aufhielten. Mehrere Lüst-er schlösset: finden sich in den Umgebungen von Madrid, die sich aberik arößtentheils in den letzten Zeiten in einem ziemlich vernachlässigtenie Zustande befanden. — Zn der Geschichte unserer Lage ist Madridm hauptsächlich dadurch berühmt geworden, daß hier zuerst das Volks> am 2ten Mai 180S durch einen wüthenden Aufstand gegen die Fran-li zosen, welche der damalige Großherzog von Berg, Prinz Murat, be-i> sehligte, ein Beispiel gab, welches bald die aesammte spanische Na-iv tion mit eben so vielem Muthe als Beharrlichkeit nachahmte, und da->e durch sich den unvergänglichen Ruhm erwarb, das erste Volk inl- Europa gewesen zu seyn, das dem französischen Despotismus einent kräftigen, mannhaften Widerstand entgegensetzte. L.

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