Band 
Sechster Band. M und N.
Seite
21
JPEG-Download
 

Magdakena Magdeburg 2 r

n ck«I Veronose; 6. Lluseum Verowense; 7. Verona illurtrars, lindn viele andere.

-- Magdalena, s. Maria.

>r Magdeburg, ein im niedersächsischen Kreise gelegenes Her-

n zogthum, das im Osten und Norden an die Mark Brandenburg,

t, westlich an Wolfenbürtel und südlich an Aalberstadt und Anhalt

i- gränzt, und dem Könige von Preußen gehört. Einen Theil tren-

nen die anhaltischen Lande. Das Land ist eben und hat trefflichen1, Ackerbau. Seine Größe beträgt y 8 Quadratmeilen. Es wird int, vier Kreise getheilt, in den Holz-, Saal-, jerichauische» und ziesa-)l rischen Kreis, welcher letztere 177Z statt des mit der Churmark der-er einigten luckenwaldischen Kreises hinzukam. Auch wird das Mansfel-:n dische dazu gerechnet, so weit es unter brandenburgischer Hoheit

le steht; es enthalt 10^ Quadratmeilen. Die Zahl der Einwohner be-er trägt 275,000 ohne das Militär, und die Einkünfte belaufen sich auf

rt anderthalb Millionen Thaler. Das Land hat guten Fischfang auf

der Elbe, viele Manufacturen, und nicht unbedeutenden Seidenbau,n. Vor dem war es ein Erzbisthum, welches die Bisthümer Meißen,

n- Mcrseburg, Zeitz, Havelberg und Brandenburg unter sich hatte; im

e- westphalischen Frieden wurde es säcularisirt, und die Anwartschaft

te auf das Erzstift unter dem Titel eines Herzogthums dem Hause

er Brandenburg zugetheilt, um dasselbe für das Stück von Pommern

n- zu entschädigen, welches es an Schweden überlassen hatte. Nach

,g Absterben des Administrators, des Herzogs August von Sachsen, kam

ff» Churfürst Friedrich Wilhelm der Große im I. 1680 zum Besitz des

en Herzogthums, und ließ deßwegen durch seinen Gesandten auf dem

w. Reichstage die nächste Stelle nach Bayern auf der weltlichen Für-

>r- sienbank snehmcn. Magdeburg und Bremen wechselten im Vorsitze auf

na § den nieder-sächsischen Kreistagen. Das Herzogthum blieb unverändert

es bei Preußen bis zum tilsiter Frieden, in welchem der auf dem lin-

ei, ken Elbufer gelegene Theil abgetreten werden mußte. Napoleon

n, schlug das Land zum Königreiche Westphalen, nach dessen Endschaft

il- 181Z Preußen das Land wieder in Besitz nahm. Die Hauprstadt ist

Magdeburg, berühmt und wichtig als Festung und Handelsplatz,n; Sie theilt sich in die Alt- und Neustadt, wozu noch die Vorstädte

ieS Erdenburg und Friedrichsstadt kommen. Mitten in der Elbe vor

^eb dem Brückenthore, liegt die seit 1680 erbaute Citadelle, worin ein

ll- großes Proviant- und Zeughaus und die katholische Soldatenkirche

nd anzutreffen sind. Unter den Außcnwerkcn ist die Sternschanzc vor

nd dem Sudenburger Thore mit ihren vielen Gallcrien und Minen

ek besonders merkwürdig. Das Fürsten- oder Commandantenhaus.steht

ie- auf dem Fürstenwalle, an der Elbe. Am alten Markte steht das

en seit lüyi neuerbaute große Rathhaus, am neuen Markte oder Dom-

ie, platze aber das Schloß oder sogenannte prinzliche Haus; ferner

^e< sind die Domprobstei, das Landschafkstzaus, das Posthans, die Ac-er cise, die Jnnungshäuser, der Kaufhof, das Waarenlager der aus-

>e- wältigen Güter an der Elbe, die neue Hauptwache, die alte Bild-

rrl faule Kaisers Otto l., die schöne Wassermühle und Wasserkunst

,0 u. s. w. besonders sehenswerth. Die Einwohner sind größtentheils

I, Lutheraner und Reformirte; die Catholiken halten sich zu der Cister-

e zienserkicche St. Agnes in der Neustadt. Unter den acht lutherischen

z. Pfarrkirchen ist die vornehmste die von Quadersteinen mit zwei

Thürmen erbaute Domkirche zu St. Moritz. Das Capitel bestandaus einem Domprobst, sechzehn wirklichen Domherrn (Majoren)