Band 
Sechster Band. M und N.
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Magcüan

und neun Erpectanten (Minoxen). Zur Aufnahm« waren fsech-zehn Ahnen erforderlich Außerdem gab es noch andere Cano- ,

»icos an einigen hiesigen Collegiatstisten. Lutherische Schulen ;

sind: die Domschule, das Pädagogium des evangelischen Klosters U. <

L. F., das Stadtgynmasium, die Schule in Neustadt und eine §

Handlungsschule. Zum Bortheil des Handels ist 174.Z ein Canal ,

angelegt worden, der mittelst der Jhle und Stremme die Elbe und Ha- »

vel verbindet. Unter den vier Jahrmärkten ist die sogenannte Heer- ,

messe vor Michaelis am berühmtesten. Sehr ansehnlich sind die hie- :

sigen Manufakturen von wollnen Strümpfen, feinen Handschuhen, 1

Linnen - und Wollenband, Wollenzeugen, Scidcnband, Fayence u. s. w- i

Der Handel auf der Elbe ist bedeutend, besonders in Speditionsge- <

schäften. Es kommen jährlich über 2vo Fahrzeuge an, welche hier s

ausladen müssen, weil die hiesige Schiffsrgilde allein das Privile- ,

gium hat, die Waaren durch das Herzoathum und bis nach Hain- j

bürg zu «erführen. Die Einwohnerzahl beträgt ohne die Garnison, j

jedoch mit Inbegriff der Borstädte über go,ooo. Eine halbe Stunde l

davon liegt das berühmte lutherische Kloster Bergen. Zur Ge- ?

schichte der Stadt gehört, daß sie i6zi von Lilly und Pappenheim ^

mit Sturm genommen und größtenteils zerstört wurde. Seitdem s

ist Magdeburg bis 180Ü nicht wieder erobert worden. Damals ging <

es am ri. November an die kaum davor erschienenen Franzosen über, e

obgleich die hinreichend starke Besatzung mit allen Bedürfnissen ver- i

sehen war. Die verrätherische Capitulation schloffen der Comman- i

dant, General von Kleist, und. die Generale Graf Wartensleben k

und von Renouard. Im. I. 1813 wurde es von den Preußen unter i

Lauenzien eingeschlossen und ihnen nach dem pariser Frieden übergeben.

Mage.llan (Fernando), eigentlich Magalhens, ein berühm- r

ter, um die Erdkunde verdienter portugiesischer Seefahrer, der durch i

seine Seereisen Epoche machte, ging bald nach Auffindung des We- f

ges nach Ostindien um das Borgebirge der guten Hoffnung dahin, <!

und begann seine Laufbahn, indem er unter dem großen Albuquer- i

que an der Eroberung von Malacca im I. .1510 Theil nahm. Er r

zeichnete sich nicht nur durch seine Tapferkeit, sondern auch durch d

seine gründlichen Kenntnisse in der Schifffahrtskunde aus. Dennoch l

hielt er nach seiner Rückkehr vergeblich um eine Belohnung bei dem l

König Emanuel an. Dies bewog ihn, seinem Baterlande auf im- c

mer zu entsagen und Carl V. seine Dienste anzubieten. Im l

I. 14YZ hatte eine Bulle Alexanders VI- dem Könige vonSpanien alles s

zugetheilt, was auf der Westseite des Meridian entdeckt werden 'möchte, rden er hundert Stunden westlich von den Azoren gezogen hatte, den j

Portugiesen aber alles, was östlich von diesem Meridian entdeckt e

werden möchte. Letztere waren bis zu den Molucken gekommen, von !

denen Magellan behauptete, daß sie dem Könige von Spanien gehör- l

ten. Zum Beweise erbot er sich, in stets westlicher Richtung dahin i

zu gelangen. Er stützte sich dabei auf die sphärische Gestalt der 1

Erde, die man zu vermuthen anfing, und auf die Richtung der iOstküste von Südamerika, die ihn vermuthen ließ, daß Amerika sich I

wie Afrika endigen, und daß an dem äußersten Ende eine Verbin- !

düng zwischen dem atlantischen und indischen Ocean Statt finden I

müsse. Earl V. nahm Magellans Borschlag an, und vertraute ihm >

eine Flotte von fünf Schiffen, womit dieser am roten Aug. rgiy I

von Sevilla abceis'te. Als man auf der Höhe von Rio Janeirowar, verursachte die Hitze dieses ungewohnten Himmelstrichs so viel