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Sechster Band. M und N.
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24 Magen

ten und vierten Haut liegen, upd unter der letztem hervorstehen.Luch sind an der innern Fläche der Haut eine Menge äußerst feinerÖffnungen befindlich, welche theils Mündungen der einsaugendenGefäße, theils Lusgänge der aushauchenden kleinen Arterien undder kleinen Schleimdrüsen sind, welche alle in dem zellichten Ge-webe zwischen beiden letzter» Häuten liegen. An dem rechten Endedes Magens, wo er in den Zwölffingerdarm übergeht, bilden diezwei innern Häute durch ringförmige Verlängerung der Falten eineArt von Klappe, welche mit Muskelfasern versehen ist, und dieÖffnung verschließen kann, so daß die Nahrungsmittel aus demDarm nicht wieder in den Magen zurückkommen können. Der Ma-gen ist mit vielen Blutgefäßen versehen, welche theils an dem klei-nen, theils an dem großen Bogen desselben hinlaufen, den ganzenMagen umgeben, sich netzartig mit einander verbinden, und zwischenden Hauten des Magens ein Gefäßnctz bilden, aus welchem sich diezur Verdauung nothwendigen Flüssigkeiten, der sogenannte Ma gen-fast, so auch der Schleim in den Schlcimbälgen, absondern, welchesich durch die schon bemerkten zarten Hautporen in den Magen er-gießen. Auch mit Nerven ist der Magen reichlich versehen, welchetheils mit den Arterien laufen und die Absonderungen der Capil-largefäßc beherrschen, theils sich in die Muskelhaut verlieren, unddie Bewegungen derselben erregen. Diese Bewegung nennt man diewurmförmige Bewegung (,nor,l» perikmlricns), indem der Magensich unaufhörlich, besonders aber während und kurz nach der Ver-dauung, wcchselsweise nach der vcrschiedncn Richtung der sich zu-sammenziehenden Muskclbündel, bald verkürzt, bald verengert.(S. den Art. Verdauung). Die Magenkrankheiten sind solche,welche den Magen ganz allein betreffen, oder doch ursprünglich vonihm ausgehen. Sie sind verschieden, je nachdem ein System dessel-ben vorzüglich leidet. Ist das arterielle Gcfäßnetz desselben in ent-zündlichem Zustande, so entsteht Magenentzündung, die sichdurch heftigen brennenden Schmerz mit stetem Ausbrechen alles Ge-nossenen, selbst des mildesten, äußert. Ist das Nervengewebe beigeschwächten Muskelfasern des Magens in zu empfindlichem Zu-stande, so gibt dieser Veranlassung zum Magenkrampf, der sichdurch ein Gefühl von ängstlicher Zusammenziehung in der Magengc-gend.äußert. Ist das absondernde Capttlargefäßneh zwischen denHäuten des Magens in normwidrigem geschwächten Zustande, so ent-steht fehlerhafte Absonderung des Magensaftes, welcher meistens alsMagen säure sich darstellt. Ist der Zustand einer fehlerhaftenAbsonderung oder einer mangelhaften und verdorbenen Verdauungmit allgemeinem Fieber verbunden, so nennt man es 'Magen sie-be r, oder gastrisches Fieber; wiewohl die letztere Benennung meh-rere Flsberarten umfaßt, welche in dem System des Unterleibesihren Eentralpunkt haben. Magen schwäche bezeichnet den Zu-stand des Magens, da die Energie des ihm zugehörigen Nervensy-stems herabgesetzt ist, so daß es seine Funktion, die Absonderungendeö Magensaftes und die Verdauung der Nahrungsmittel zu regu-liren, nicht gehörig erfüllen kann, daher diese unordentlich und un-vollkommen von Statten gehen. Unter Wage »Mitteln verstehtman insgemein solche, welche der geschwächten Thätigkeit des Ma-gens aufhellen, die Verdauung befördern sollen. Hierunter gehörenvorzüglich die Magenelirirc, welche bittere, gewürznafte, gemei-niglich in geringst 'Gabe schon wirksame Mittel, z. B. Auflösung von