Band 
Sechster Band. M und N.
Seite
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Magnetnadel 4 k

zu die Phantasie Lurch dieselben so sehr erregt, daß die dadurch entste-

l§ henden Boxstellungen den Schein der Wirklichkeit erhalten, und

m das Bsgehrungsvermögen aufreizen, so daß von diesem die Muskel-

er thätigkeit in Bewegung gesetzt wird, so entsteht ein Handeln im

ise Traum (wie bei den Nachtwandlern), und wenn zugleich die sensi-n- die Nervenatmosphäre des Menschen vergrößert wird, so wird das

P Gemeingcfühl zugleich ein neues Organ für Wahrnehmungen, das

ag dem Gehirn einen Ersatz der schlafenden Sinnesorgane darbietet,

ht und durch noch weitere Erhöhung, sogar außer sich heraustreten,

ut und von äußern Gegenständen Wahrnehmungen verschaffen kann.

r- Durch die magnetische Einwirkung wird die Rervcnthätigkeit des

g. Gangliensystems, vielleicht durch überströmung des NervenfluidumS

en von Seiten des Magnetiseurs, und durch Aufnahme und Assimili-

ste rung von Seiten des dafür empfänglichen Kranken, so erhöht, daßiie in verschiedene» Graden erst der magnetische Schlaf, dann das Über-ckt treten der Empfindungen zum Gehirn, die Erhöhung des Gemein-

>c- gefühls zu einem Wahrnehmungsorgan bis zum Hellsehen, dar

>er Außcrsichtreten desselben bis zur allgemeinen Klarheit hervorbricht,

es Das Anhäufen des Rervenfluidnms in dem Gangliensystem, und die

ne Steigerung der Thätigkeit desselben in den Nnterleibsgeflechten er-

in- höht das vorzüglichste derselben, das Sonnengeflechte, zu einem Cen-

he tralorgane, welches, dem Gehirn ähnlich, die Sensationen in einem

>ö- Punkte sammelt, wodurch sie die Klarheit der Sinnesanschauungen

rn erhalten können, daher in der Herzgrube der Somnambulen das

>er Wahrnehmungsvermögen gleich als in einem Brennpunkte concen-

rn tritt erscheint. — Die Anwendung des Magnetismus als Heilmit-

in tels ist bis jetzt noch bloß auf Krankheiten beschränkt gewesen, die

ier dem Rervensnstein eigenthümlich, und noch mit keinen bedeutenden

el- materiellen Fehlern des Organismus begleitet sind. Er bewirkt so-

>er wohl eine Verstärkung der gesammten Lebensthätigkeit durch über-

che traaung des belebenden Nervensluidums aus einem Körper in den

>es andern, als auch eine geregelte Vertheilung der Lebensthätigkeir

us durch Ableitung jenes ätherischen Stoffes von einzelnen Organen zu

11- andern. Er kann daher in Krankheiten von zu schwacher "Rerven-

>eii thätigkeit, und von exaltirter Reizbarkeit mit Mangel an Energie,

ch- und von unregelmäßiger Vertheilung der Nervenkraft, heilsam sey»,

he. Seine bestimmte Anwendung ist indessen noch vielen Schwierigkei-

sy- ten unterworfen und bedarf der größten Vorsicht, da er in die ver-

ie- borgensten Tiefen des organischen Lebens eingreift, und eben so-

>e, wohl heilsame Wirkungen, als in der Hand des Unkundigen, Un-

m- vorsichtigen oder Unreinen furchtbare Zerstörungen hervorbringen

ite kann. H.

ni- Magnetnadel ist die in dem Compaß befindliche nadelähn-

iß, liche Stahtplatte, welcher die magnetische Kraft mitgetheilt worden,hl. (Man vergl. die Art. Compaß und Magnet.)- Man nimmt

lä- dazu den feinsten und besten Stahl, am liebsten das englische Stam-mn blech. Man vermeidet daran alle Hervorragungen und unrcgelme-

er- ßige Verzierungen, weil sonst die Pole nicht immer genau in d>e

ie- Are fallen, und zieht die pfeilähnliche Form vor, weil sie bei gler-

>eu cher Länge, Dicke und Gewicht ein größeres magnetisches Mo-ls» ment besitzt, als die sonst gewöhnliche Form eines Parallelbogens.

che Die gewöhnliche Länge einer Nadel zu Seecompaffen beträgt vier

ils bis fünf Zoll; man macht aber auch längere. Außer den beiden

ird Arten des Bestreichens kann man den Magnetnadeln die magncti-