Band 
Sechster Band. M und N.
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zo Mahlcrci

für die einfarbige Mahler« reichte d--r G risse! aus, mit welchemman gefärbt« Wachstafeln, zubereitete Thierfelle und geglättet«Wuchsbaumtafel» bearbeitete. Das Polychrom, die mehrfarbig! .Zeichnung, sehte ein künstlicheres Werkzeug voraus, — den ,Pinsel, welchen die Hand freier und kräftiger bewegte. Unter denwenigen bekannten Künstlern aus dieser Periode ist Penänu« !merkwürdig, der Better und Gehülfe des Phidias. Er war der ierste, der in den öffentlichen Spielen zu Corinth und Delphi um ,den Preis warb, welchen man für den Wettkampf in der Mahlert, ,angeordnet hatte. Seine Wandgemählde im Athenäum 'zu Elis, ,seine Gemählde im Jupiterstempel zu Olympia, die Ausmahlung d« sPöcile in Athen mit der Schlacht von Marathon, nebst den ionischer ,Wildnissen der griechischen und persischen Anführer, in mehrere« ,Gemählden haben seine Namen erhalten, 'weniger vielleicht die Colo- <rirung und Ausschmückung der Statue des Jupiter. (Überhaupt §macht der Einfall und die Besiegung der Perser in Griechenland !in der Mahlerei, wie in aller Kunst Epoche.) Früher vielleicht znoch mahlte Micon, der Nebenbuhler des Polygnotus, welcher eben, ,fall« die Pöcile, so wie das Lbeseum zu Athen mit Schilderungen >der Amazonen und Ccntaurenkämpfe ausschmückte. Aber erst durch -Polygnotus (ungefähr 420 v. Chr. Geb.) aus Thaies erhob sich !die Kunst zur Selbstständigkeit. (S. Polygnotus.) Sein Verdreh ^war, erhöhte Lebendigkeit des Ausdrucks und die Charakteristik, ,ferner Mannichfaltigkei't der Draperie und symmetrische Verthcttung !der Figuren. In der Bertheilung des Lichtes und Schatiens scheint §Apollodor aus Athen (404 v. Chr. Geb.) die Kunst weiter gebracht ,zu haben. Zur Schönheit aber erhob diese Kunst der berühmt« jZeurts aus Herakles (ungefähr g/Z v. Chr.Geb.)? einen Ce- ,non derselben stellte er in seiner berühmten Helena auf (s. d. ,Art. Zeuris). Sein Nebenbuhler Parrhasins aus Ephesus neigt« 1sich mehr zur Anmuth, oder zum weiblichen Ausdruck der Schönheit ,hin. Seine reinen Proportionen machten ihn nicht minder berühmt, 1als sein anmuthigeS Colorit. Das höchste im Ausdruck und in ^der sinnigen Erfindung erreichte Timanrhes aus SaMos. Apcl< .les aus Eos (s. d. Art.) verband mit äußerster Naturwahrheit, einschmeichelndes Colorit, und wird als Meister im Portrait genannt, jNach ihm verfiel die Kunst in Zierlichkeit, Künstlichkeit und Tre> sckenheit, ja sie wendete sich selbst auf Darstellung gemeiner Gegen- «stände (Ryparographie). Andrer Künstler zu gedenken würde hiei tnicht am Orte seyn. Unter den Römern fand diese Kunst nur rgeringe Theilnahme. Früher kannten sie nur drcMahlerei'en der He- (trusker, und Fabius, der dcnBeinamen piccor erthiell, steht ein-zig in den Kunstannalen Roms. Späterhin wurden die Griechen (Lehrer der Römer, als deren Bürgertugsnd schon verschwunden war rund weichliche Üppigkeit an deren Stelle trat. Viele Denkmale der >alten Mahterknnst hat man in den Gräbern und Bädern von Rom 1und an andern Orten Italiens aufgefunden, welche größtentheilS faus Frescomahlercien und mufivischen Arbeiten bestehen. (S. römi- ,sche Kunst.) Überhaupt aber ist die Anzahl der noch vorhandnen lDenkmäler der griechischen und römischen Mahler« so gering, daß ,die Archäologie dieser Kunst oft nur bei Vermuthungen stehen bleu ,ben kann, welche in der Berglcichu-ng mir den Werken dieser Ratio- lneu in andern bildenden Künsten, und durch Zeugnisse der classi- fschen Schriftsteller einige Bestätigung finden. Loch scheinen folgende t