Band 
Sechster Band. M und N.
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Mahleret 49

,1: tour und Haltung. Bei den Ägyptern, welche namentlich auf

j, die Cuirur der Griechen wirkten, wurde insbesondere die Mahlereidurch religiöse Bedürfnisse veranlaßt und bedingt, und stand zurSculptur und Architektonik immer in einem zwar engen, aber un-en tergeordneten Verhältnisse, beide auf Dauer sowohl, als allgemeineBedeutsamkeit berechnet. Man findet ägyptische Maklereien aus der,t, älteste» Zeit an Tempelwänden und in Begräbnißkammern, aufgriechischen Reliefs, auf Mumiendecken und Mumiensäraen, und aufhe Papvrusrollen. Die ersteren (hieroglyphische oder historische Schir-rt, dereien) sind bemahlte Bildhauereien, in vertieften, mit Farben oderMetallen ausgelegten Umrissen, wie die sogenannte Jgstaeel, daswichtigste Denkmal dieser Gattung. Die Wandgemählde in Tempeln>n, und Catacomben sind colossale bemahlte Figuren mit eingegrabenen

ei Umrissen, mit kleineren Wandgemählden eingefaßt. Auch hier er-

uf scheinen die Foderungen des Geschmacks dem Streben nach bildli-

x, cher Bedeutsamkeit untergeordnet, Dauerhaftigkeit der Farben ohne

uf kunstdemäßc Behandlung, ohne Haibtinten und Schatten. Das

id- Ausführlichere über die ägyptische Mahlerei, welche späterhin zu Ver-

w. zierungen in Rom wieder Mode ward, siehe in C. A Böttigers

Ideen zur Archäologie der Malerei (i. Th. Dresden 1811).Die älteste griechische Mahlerschule finden wir an den kleinasiatischenKüsten auf den Inseln. .Ein Zusammentreffen vieler glücklichen,1, Umstände macht die frühe Blüthe der Kunst in diesen gesegneten

>n Ländern begreiflich, die schon im homerischen Zeitalter durch vor-

nd bereitende Versuche in gefärbten Teppichen und Geweben begonnen

:e, wurde. Als das erste namhafte Gemählde wird eine Darstel-

pt lung des Bularchus von der Schlacht der Magneter (719 vor

ng Chr. Geb.) angeführt. Doch sind wahrscheinlich die Nachrichten davon

in übertriebe». Von hier aus sollen auch die griechischen Pflanzstädte

m- an der Küste von Italien und in Sicilien die Keime ihrer Kunst

ur empfangen haben. Auch in dem eigentlichen Griechenland finden

n- wir die Mahlerci ursprünglich als Begleiterin der Sculptur

Ur und Plastik zu religiösen Zwecken angewandt. Gewohnt von

o, Alters her, die rohen Idole, denen der alte Grieche seine Andacht

>ie weihte, mit einem bunten Farbenanstrich auszuschmücken, glaubte

nd man noch späterhin, dieses Hülfsmittels zur Belebung des farblo-

ur stn Stoffes sich bedienen zu müssen > zuletzt pflegte man noch die

Ur Augen zu mahlen, oder aus Schmelz oder Steinen künstlich ein-

zusetzen. Aber u n abhän g ig von der Plastik in heiligen Tempelgemähl-ie- den zeigte sich die Mahlerci erst spät. Auch die Friese der Tempel, die

er Reliefs an den Frontons, die Gallerien und Seitenhallen wurden

b, früher gemahlt, oder vielmehr bemahlt. Die eigentliche Mahleret

e» 8>ng natürlich von der Zeichnung und diese von Schattenris-

n, ben aus, die man bald auszuzeichnen anfing — Skiagramme und

's, Monogramme. Von diesen schritt man zu Monochromen fort.

0, Zunächst fing man an , die Umrisse mit einer Farbe (geriebnem

er Scherbenstaub) auszumahlen, dann die Rundung der Körper durch

si Licht und..Schatten mittelst Abstufung der Farbe genauer auszu-

r- drücken. Älteste Überreste dieser einfarbigen Mahlerci sind die soge-

e» nannten Basengemählde mit schwarzen silhouettenartigen Figuren

in auf ungefärbtem Grunde. Auch später erhielt sich diele Manier

m <S. d. Art. griechische Kunst.) Für die Linearzeichnung, die

ui Nach der Anekdote von dem Wettstreit des Apelles und Protogenes

n- si- Apelles) unter den Griechen zu aroßcr Vollendung gedieh / und

C»nv. Lex. (N. Aufl.) VI. " ä "