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eiiewe Ketten vor den Hafen gezogen und vertheidigten sich tapferund mit Vortheil, Als aber Mahomet einen Theil seiner Flottenicht ohne große Anstrengungen über Land in d?» Haftn schaffenund eine Schiffbrücke schlagen und mit Kanonen besetzen ließ, un-terlag die Tapferkeit der Griechen. Der Kaiser ConstantinusDrqgascs siel mit den Waffen in der Hand und die Türken dran-gen in die Stadt. Die zügellosen Sieger überließen sich allen Gränelnund Ausschweifungen. Während der Plünderung wurde vorMahomet eine junge Fürstin, Namens Irene, gebracht. Ohne dieThränen und die Unschuld der Unglücklichen zu achten, überließ exsich drei Tage lang in ihren Armen den Ausschweifungen der rohstenSinnlichkeit. Unwillig murrten einige Janitscharen und ein Vezirwagte sogar, ihm Vorwürfe darüber zu machen. Sogleich ließ Ma-,honret die Gefangne holen, ergriff sie bei den Haaren und ermor-dete sie vor den Augen der Unzufriednen mit den Worten: „Alsobehandelt Mahomet die Liebe." — Endlich hörte der Sieger aufdie Stimme der Natur, machte dem Blutbad ei» Ende, gab beyGefangnen die Freiheit wieder und ließ den Kaiser mit der seinemRange gebührenden Pracht bestatten. Er hielt einen triumphirende»Einzug in die Stadt, vertheilte reiche Spenden unter die Siegerund Besiegten, bewilligte beiden freie Religionsübung, setzte selbsteinen Patriarchen ein und machte Constantinopcl zur Hauptstadtseines Reichs. Diese Stadt wurde unter ihm eine der blühendstenin der Welt. Seine Eroberungen fortzusetzen, schickte Mahomet seinfiec,reiches Heer gegen Sxandecbeg, König von Albanien, der es tnmehreren Schlachten besiegte. Ein anderes Heer unter seinem Be-fehl drang bis an die Donau vor und belagerte Belgrad. Aber derberühmte Hnnniqd zwang ihn zum Rückzug. Der Tod dieses gro-ßen Ungarnkönigs belebte Mahvmets Muth aufs neu?. Er bemäch-tigte sich im I. 5458 CorinthS, machte sich den Peloponnes zil^bar,und vollendete seine Eroberungen im I. 1561 durch die Eroberungvon Lrapezunt und dem Theile Capadociens, der von den griechi-schen Kaisern abhängig war. (Bergt. byzantinisches Reich.) Ma-homet erschien darauf am schwarzen Meer, und wollte Caffa, dasehemalige Theodssia, einnehmen. Die Benctianer schlugen ihn mu-thig zurück. Der erbitterte Sultan schwur allen Christen den Un-tergang, und sagte, als er von der Vermählung des venetiantschenDogen mit dem abriatischen Meere hörte, daß er ihn bald in denAbgrund des Meeres hinabschickc» wolle, um seine Hochzeit zuvollzieh», Um seinen Plan auszuführen, griff er 157« die InselNegrspvnt an, eroberte die Hauptstadt ChalciS, ließ sie plündernund den Gouverneur Paolo Erizzo, dem er Schonung gelobt, miteiner Säge durchschneiden. Zehn Jahre daraus erschien er mit einergroßen Flotte vor Rhodus, Die Tapferkeit der Ritter des heiligenJohannes von Jerusalem, verbunden mit der Stgndhaftigkeit Petersvon Aubuffan, ihres Großmeisters, zwang die Ungläubigen nach ei-nem großen Verlust an Mensche» und Schiffen zum Rückzug. Sichzu rächen, überfielen die Türke» Otranto in Ealabrien, nähme» esnach si-bzehntägiger Belagerung und opferten ihrer Wuth zwölstan-send Einwohner, unter denen sich der Gonyerncur und der Bischofbefanden. Italien zitterte, Mahom-t rüstete hin neues Heer gegendasselbe und wollt? zugleich seine Waffen nach Ägypten tragen, alsher Tod im I. lgtzi seinen Unternehmungen ein Ende machte.Er Latre während ?iner Regierung von Zy Jahren zwei Karserthü-