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keine Befestigung; die Citadelle hingegen, OeksIIo 2 o-
genannt, war ehemals sehr wichtig- ist aber seht geschleift.MallaNd hat einen Erzbischof, eine von Maria Theresia gestifteteUnivetsität,' eine Akademie der bildenden Künste- schöne Kunst- undandre Sammlungen und mehrere gemeinnützige Anstalten, linket de-nen sich eine milde Stiftung (Conservatorio) für Unglücklich vcr-heirathete Frauen auszeichnet. Merkwürdig daselbst ist dieDomkirchc, nach der Petcrskirche die größte in Italien; sie ist, obman gleich beinahe 400 Jahre daran gearbeitet hat, noch nicht ganzausgebaut; man zählt über 4020 an den verschiednen Theilen derKirche angebrachte Figuren. Neben der Sakristei ist Agratiusberühmte Statur des heil. geschundenen Bartholomäus. Das Schau-spielhaus wird für das prächtigste Gebäude gehalten, das in neuernZeiten für öffentliche Vergnügungen errichtet worden. Die hiesig«Bibliothek, Gemählde- und Münzsammlung sind durch die französi-schen Eroberer eines großen Theils ihrer Kostbarkeiten beraubtwürden. Während der Dauer des Königreichs Italien war Mai-land die Hauptstadt desselben und die Residenz des Vicekönigs,Maillard (Demoiselle), erste Sängerin in der Akademie derMusik zu Paris. Nachdem sie seit ihrem zwölften Jahre stn deskomischen Oper in Paris und Petersburg mit vielem Beifall auf-getreten war, debUtirte sie 1781 i» der königlichen Mnsikakademiezu Paris. Ein majestätischer Wuchs, eine edle Haltung, eins so-nore und umfassende Stimme eigneten sie für das Rollenfach derKöniginnen, das sie anfangs mit Madame Saint-Huberty theilte,und später, als diese berühmte Sängerin sich zurückgezogen hatte,allein versah. Ihr Talent ist eben so sehr in den bereits vor ihrgespielten Rollen, als in denen, worin sie zuerst auftrar, anerkanntwerden. Statur und Seelenausdruck sind die Grundlage ihres Ta-lents und geben ihrem Spie! das Gepräge der Vollendung. Rochvor einige;: Jahren trat sie aus Gefälligkeit gegen Lain« als Ma-thurine in lstoHnelco ü Im von, auf, und trug hauptsächlich dazubei, daß diese Oper so allgemein gefiel.
MaimoN (Moses Bcn), ein berühmter Rabb.'nr, geboren zuCordova im I. izzy, stuoirte unter den geschicktesten Lehrern undvornehmlich unter Avcrroes. Nachdem er große Fortschritte in denSprachen und Wissenschaften gemacht hatte, ging er „ach Ägyptenund wurde erster Arzt des Sultans Saladin. Er stand bei diesemFürsten im höchsten Ansetzn, und starb, überhäuft mit Ruhm, Eh-ren und Reichthümern, im I. 1209. Er hat viele höchst wichtigeWerke hinterlassen, nämlich 1. einen trefflichen Commcntar überdie Mischn«, hebräisch und lateinisch, Amsterdam in 6 Fol.; 2. JadChazakha, ein Abriß des Talmud, Venedig, 4 Fol.; g. MorsNebochim (der Führer derer, die wanken) ursprünglich arabisch ge-schrieben, von einem Juden ins Hebräische und von Bu.torf intLateinische übersetzt (iZLY, 4 ). Dieses Buch enthalt einen Abrißder jüdischen Theologie; 4. Sepber Hammisoth (das Buch der Leh-ren), hebräisch und lateinisch, Amsterdam 1640, 4., eine Erklärungder 6iz affirmativen und negativen Lehren des Gesetzes. Ferner,ein Buch über den Götzendienst, übersetzt von BossiuS, ein andresüber Christus, übersetzt von Gcnebrard, mehrere medicüiische undandre Werke, Briefe und Abhandlungen, die ihm sämmtlich zltgroßem Ruhme gereichen. Die Juden nennen ihn den wahrhaftenMeister, den großen Adler, die Ehee des Morgenlandes, das Licht