Malta Mälzl 79
»äiposis äseribus; 7. Lxercicario aiisromica äs viscsium erin-erura; 8- Oirsorrstionss äs j>ol)-pc> aaräi» st äs puirnoni-dna u. s. w. Seine Werke sind zu London in 2 Foliobanden er-schienen ; seine nachgelaßncn Werke sind mehrmals gedruckt worden.Eine vollständige Ausgabe erschien 1733 zu Venedig mit Anmerkun-gen von Gavinelli. Malpighi hatte die Bescheidenheit, die mei-sten seiner Entdeckungen seinem Freunde Bvrelli zuzuschreiben.
Malta, eine im mittelländischen Meere zwischen Sicilicn undder afrikanischen Küste gelegene Insel, 4Z deutsche Meilen lang undsj- breit. Man hat Erde aus Sicilken dahin geführt, um die Fel-sen, aus denen die ganze Insel besteht, urbar zu machen. Obst undBaumwolle gedeihen vortrefflich, aber gering ist der Gewinn vonGetraide und Wein. Dennoch leben auf Malta 750,000 Menschen,so daß diese Felseninsel wohl der bevölkertste Landstrich auf der Erdeist. Die Sommerhitze wird durch die Seewinde gemäßigt; einenWinter kennt man nicht. Die Ausfuhr der Pomeranzen und an-drer Südfrüchte, ferner der Baumwolle, welche meist gesponnen nachBarcelona geliefert wird, bringt jährlich gegen Z Millionen Guldenfremdes Geld auf die Insel, welche dagegen den größten Theil ih-res Eetraides auf Sicilicn und der afrikanischen Küste kaufen muß.Der Fisch - und Corallenfang ist beträchtlich. Von fließendem süßenWasser findet man nur eine einzige Quelle auf der Insel. Aus demLande wird ein verdorbnes Arabisch, in den Städten italie-nisch gesprochen. Der Hauptort ist La Valetta, «ine in den Fel-sen gehaune Festung vom ersten Rang, mit einem trefflichen Hafen.Außerdem enthält die Insel in ihrem Umfange noch neun zum Theilbefestigte Häfen, und in allem 22 Flecken. Ferner gehören dazu diebeiden kleinen Inseln Gozo und Comino. — Malta wurde im I.
von Carl V. dem Johanniterorden (s. d.) als ein Lehen deSKönigreichs Sicilien zugetheilt. Die Ritter hatten in ihrem neuenRitz 1565 einen furchtbaren Angriff der Türken auszustehn, nöthig-ten sie aber endlich nach großem Verlust zum Abzug. Malta warbis zum I. 7798 im Besitz des Ordens. Damals nahm Bonaparte«uf seinem Zuge nach Ägypten die Insel ein; Valetta ergab sichverrätherischer Weise ohne Widerstand. Im I. 1800 mußte sich dieAanzösische Besatzung an die Engländer ergeben, welche durch einestrenge Blokade die Insel ausgehungert hatten. Im Frieden vonAmiens war zwar die Rückgabe der Insel an den Orden unter neu-traler Garantie versprochen, allein die Engländer trugen Bedenken,diese Bedingung zu erfüllen. Im Frieden von Paris verblieb sieden Engländern, welche dadurch das mittelländische Meer völlig be-herrschen.
Maltheser - Ritter, s. Johanniterorden.
Mälzl (I.), bekannt als der Erfinder des Panharmonicons, ist«us Regensburg gebürtig, und erhielt den Titel eines k. k. österrei-chischen Hofmechanikers. Das von ihm ersundne Instrument verei-nigt ein ziemlich vollständiges Orchester; besonders ist von Kennerndie Kraft und Präcision der Blasinstrumente bewundert worden,Mälzl hat sich damit an vielen Orten hören lassen. namentlich 1807iu Paris, wo er täglich mit allgemeinem Beifall der Musikfreundeund Kenner Ooncsits ä'llarmsnis gab. Im I. 1808 war er eben-falls dort, um ein neues Kunst>»ork, «inen Lrompeterautomaten,hören zu lassen.